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GC-Stürmer Claudio Sulser (links) feiert einen seiner Treffer gegen Real Madrid.
GC-Stürmer Claudio Sulser (links) feiert einen seiner Treffer gegen Real Madrid.Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Haaland jagt Schweizer Nati-Legende – noch ein Tor fehlt zum Rekord

Das Teenie-Wunder verblüfft weiter. Erling Braut Haaland hat nach sieben Spielen in der Champions League schon zehn Treffer auf seinem Konto. Der Rekord eines Debütanten liegt bei elf Toren – und gehört einem Schweizer.
19.02.2020, 10:0319.02.2020, 12:09

Mit seinem Doppelpack beim 2:1-Sieg gegen Paris Saint-Germain ist Borussia Dortmunds Sturmjuwel Erling Braut Haaland in einen exklusiven Zirkel vorgestossen. Er ist erst der fünfte Spieler, der in seiner Debütsaison in der Champions League mindestens zehn Tore erzielt hat. Die ersten acht erzielte Haaland im Herbst, als er noch in Salzburg spielte.

Haalands Pfund zum 2:1-Sieg gegen PSG.Video: streamable

Zehn Tore in der ersten Saison in der Königsklasse gelangen zuletzt in der Saison 2017/18 den beiden Liverpool-Angreifern Sadio Mané und Roberto Firmino. Der erste Spieler mit zehn Toren war Just Fontaine. Als der WM-Torschützenkönig von 1958 in seiner ersten Europacup-Saison zehn Mal traf, hiess die Champions League noch Meistercup.

Und das war auch der Fall, als 1978/79 der Rekord für eine Debütsaison aufgestellt wurde – durch Claudio Sulser. Der GC-Stürmer wurde damals mit elf Treffern Torschützenkönig des Meistercups. Die Zürcher hatten sensationell Real Madrid ausgeschaltet und schieden im Viertelfinal gegen den späteren Sieger Nottingham Forest aus.

Keine Bewegtbilder des Coups

Von einer Gruppenphase war man vor vierzig Jahren noch weit entfernt. GC bestritt in der K.o.-Phase lediglich sechs Partien, Sulser traf in jeder davon.

Der 50-fache Schweizer Nationalstürmer eröffnete sein Konto mit fünf Toren beim 8:0-Heimsieg über den FC Valletta. Wohl sein Karriere-Highlight gelang dem Tessiner in der Runde darauf, als er im Hardturm beide GC-Tore zum 2:0-Erfolg über Real Madrid erzielte. Bewegtbilder davon existieren laut einem SRF-Bericht keine.

Einige Tore aus Sulsers Karriere.Video: YouTube/ZwoelfMagazin

Der langjährige Fussballjournalist Fredy Wettstein schreibt über den Abend des denkwürdigen 1. November 1978, im Hardturm habe eine Stimmung geherrscht «wie vielleicht nie zuvor und nie nachher», die Heimat der Hoppers sei «ein Tollhaus» gewesen.

Am Morgen danach an die Uni

Sulser erzählte Wettstein, dass er nach seinen beiden Toren wie so oft mit Freunden ins Restaurant Commercio beim Bahnhof Stadelhofen gegangen sei und dass er danach nicht schlafen konnte. Im Bett habe er deshalb Lieder des berühmten Chansonniers Jacques Brel gehört, ehe er um sechs Uhr aufstand und nach St.Gallen zu einer Vorlesung an der HSG fuhr. So war das damals.

«Rêver un impossible rêve» – Brel träumt einen unmöglichen Traum.Video: YouTube/Yassine J

Abends war dann wieder Training und der damals 23-jährige Sulser erinnert sich heute, wie es sich Vögel auf dem Rasen gemütlich gemacht hatten. Er habe in die Hände geklatscht «und weg waren sie. Das passte für mich zum Sieg gegen Real: So schön es war, schon ist es Vergangenheit.»

Gegenwart und Zukunft heissen Erling Braut Haaland. Mit 19 Jahren steht der Stürmer vor einer Welt-Karriere. Nichts und niemand scheint ihn stoppen zu können. Sulsers Rekord wackelt bereits im Achtelfinal-Rückspiel in Paris in drei Wochen.

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