Doch keine Geduld mehr mit Scheiblehner – GC wirft den Trainer raus
Zwei Tage nach der 1:5-Niederlage beim Leader FC Thun trennen sich die Grasshoppers von ihrem Trainer Gerald Scheiblehner. Wie GC am Montagabend mitteilt, übernimmt der bisherige U21-Cheftrainer Gernot Messner bis Ende Saison das Super-League-Team. Er soll gemeinsam mit seinem Assistenten Shkelzen Gashi den Abstieg verhindern.
«Die Entscheidung ist uns schwer gefallen», lässt Sportchef Alain Sutter verlauten. Man habe mit Gerald Scheiblehner und seinen Assistenten ein sehr gutes und vertrauensvolles Verhältnis gehabt. «Nach einer sorgfältigen Analyse sind wir jedoch zum Schluss gekommen, dass wir für die verbleibende Phase der Saison einen neuen Impuls setzen möchten.»
Gerald Scheiblehner hatte die Grasshoppers erst im Sommer übernommen. Obwohl die Resultate weitgehend ausblieben – GC gewann in 30 Runden nur fünf Mal –, schien der Posten des 49-jährigen Österreichers nicht in Gefahr zu sein, war sich Sutter doch der schwierigen Aufgabe seines wichtigsten Angestellten, der aus finanziellen Gründen vorwiegend mit jungen Spielern arbeiten musste, stets bewusst. Doch nun drehte sich der Wind in Niederhasli.
Debüt gegen Servette
GC ist Zweitletzter der Tabelle. Weil das Schlusslicht FC Winterthur am Sonntag überraschend in Luzern gewann, beträgt der Vorsprung der Hoppers nur noch fünf Punkte. Im Cup hingegen winkt der Final: GC trifft im Halbfinal auf das zweitklassige Stade Lausanne-Ouchy.
Acht Runden hat «Feuerwehrmann» Messner Zeit, das Ruder noch herumzureissen. Seinen Einstand gibt er am Samstag in Genf, wo das Auswärtsspiel beim ebenfalls formschwachen Servette ansteht.
