Diese (dumme) Ausrede soll Benfica-Profi nach Vinicius-Beleidigung genutzt haben
Während des Champions-League-Spiels zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid soll Gianluca Prestianni Gegenspieler Vinicius Junior rassistisch beleidigt haben. Dies sagen Vinicius und seine Teamkollegen. Prestianni solle den Real-Star mehrmals als «Affe» bezeichnet haben. Der Argentinier verneint dies und auch sein Klub stellt sich hinter ihn.
«Ich habe zu keinem Zeitpunkt rassistische Beleidigungen gegen den Spieler Vinicius Junior gerichtet», schrieb der 20-Jährige in seiner Instagram-Story. Der Brasilianer habe «das Gehörte leider falsch interpretiert».
Was er eigentlich gesagt habe, erklärte Prestianni nicht. Doch Aurélien Tchouaméni, der am gestrigen Dienstagabend für Real Madrid auf dem Feld stand, gab darüber im Interview nach dem Spiel Auskunft. So habe der Benfica-Flügelspieler nach dem Vorfall verneint, das Wort «Mono» (zu Deutsch «Affe») verwendet zu haben. Stattdessen habe er Vinicius «Maricón» genannt. Das heisst so viel wie «Schwuchtel».
Sollte dies tatsächlich stimmen, hat Prestianni sich also damit herausreden wollen, dass er keine rassistische Beleidigung verwendet habe, sondern eine homophobe. Ob dies in der Beurteilung des Vorfalls mildernd einwirkt, ist fraglich. Ebenfalls ist derzeit unbekannt, ob dieser überhaupt Konsequenzen nach sich ziehen wird. Die UEFA gab am heutigen Mittwoch bekannt, einen Ethik- und Disziplinarinspektor beauftragt zu haben, um die Vorwürfe über diskriminierendes Verhalten zu untersuchen.
Am Ende setzte sich Real Madrid im Hinspiel der Playoffs 1:0 durch. Das einzige Tor erzielte Vinicius Junior kurz vor der mutmasslich rassistischen Beleidigung durch Gianluca Prestianni. Am nächsten Mittwoch kommt es im Santiago Bernabeu in Madrid zum Rückspiel. (nih)
