Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
joie des joueurs de la Finlande apres le but de Onni Valakari Finlande FOOTBALL : France vs Finlande - Match Amical - stade de France - 11/11/2020 JBAutissier/Panoramic PUBLICATIONxNOTxINxFRAxITAxBEL

Onni Valakari (links) jubelt über sein Tor gegen Frankreich. Bild: imago images/PanoramiC

«Eine gute Ohrfeige» – Frankreichs Debakel gegen eine finnische B-Elf



Damit hat wohl niemand gerechnet: Weltmeister Frankreich verlor gestern das Testspiel gegen den krassen Aussenseiter Finnland mit 0:2. Natürlich trat die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps nicht in Bestbesetzung an. Aber auch Finnland liess lediglich eine B-Elf auflaufen, bei der diverse Stammspieler fehlten. Und bei Les Bleus standen mit Olivier Giroud, Paul Pogba, Steven N'Zonzi und Steve Mandanda immerhin vier Weltmeister in der Startelf. Dazu kamen andere bewährte Kräfte aus den europäischen Topligen wie Lucas Digne, Clément Lenglet oder Marcus Thuram.

abspielen

Sissoko mit dem Ballverlust, Marcus Forss erzielt den ersten Treffer für Finnland. Video: streamable

abspielen

«Oh le bijou!» – Onni Valakari zirkelt das Leder zum zweiten finnischen Tor in die Maschen. Video: streamable

Letzterer war denn auch einer der Einzigen, die für positive Eindrücke sorgten. Der Gladbach-Stürmer war für drei gute Chancen der Franzosen in der ersten Halbzeit verantwortlich, scheiterte bei seinem Länderspieldebüt jedoch zwei Mal am finnischen Goalie und ein Mal an der Latte. Entsprechend erhielt er auch Lob in den französischen Medien.

«Thuram tat sein Bestes, um Frankreich zu retten», schrieb beispielsweise «Le Figaro». Ins gleiche Horn stiess die Zeitung Le Parisien: «Die Tatsache, dass der Neuling für alles verantwortlich war, sagt mehr über die anderen Spieler als über ihn aus. Er war bereit, seine Mitspieler offensichtlich nicht.»

Sissoko, der Sündenbock

Die bekannte Sportzeitung «L'Équipe» schrieb auf ihrer Titelseite, dass «alles falsch» gelaufen sei beim Auftritt der Franzosen, die «einen Abend zum vergessen» abgeliefert hätten. Einen Schuldigen haben die Medien auch ausgemacht: «Moussa Sissoko. Er brachte seine Mannschaft mit dem Fehler zum 0:1 in eine schwierige Lage», schrieb eurosport.fr.

Aber auch sonst wusste ausser Thuram und Lucas Digne kaum ein Spieler des Heimteams zu überzeugen. «Le Parisien» wurde fast schon poetisch: «Die Spieler schaufelten ihre eigenen Gräber, steckten im Sumpf ihrer individuellen Fehler fest und hielten am offensiven Defizit fest.»

Und Trainer Didier Deschamps? Der sah das Spiel als wertvolle Lektion für seine Mannschaft: «Wir haben eine gute Ohrfeige kassiert. Das Resultat ist logisch, wir haben dem Gegner Selbstvertrauen geschenkt. Ich habe zwar danach immer eine schlechte Nacht, aber manchmal tut eine Niederlage gut, wenn man auf dem Platz die einfachsten Dinge vergisst.»

Finnland feiert

Derweil jubelte Finnland über einen der grössten Siege in der Geschichte des Nationalteams. «May the Forss and Onni be with you», schrieb der finnische Verband in Anspielung auf die beiden Torschützen auf Twitter.

Was den Abend aus finnischer Sicht noch etwas spezieller machte, ist die Tatsache, dass beide Torschützen gegen Frankreich ihr Länderspieldebüt feierten. «Heute haben wir gezeigt, zu was Finnland in der Lage ist», sagte Marcus Forss, der für die «Eulen» das Skore eröffnet hatte. «Jeder hat seine beste Leistung abgerufen. Wenn wir alle zusammenarbeiten, dann sind solche Erfolge möglich», ergänzte Onni Valakari, der zum 0:2 traf. (abu)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die besten WM-Momente in Comics

Keine Fussball-Fans im Büro, bitte!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Die Arroganz, die den SC Bern noch Millionen kosten wird

Meister Bern taumelt nach der 1:2-Schmach gegen Langnau orientierungslos in die grösste sportliche Krise seit dem Wiederaufstieg von 1986. Der «billige Marc» riskiert den sportlichen Zerfall einer Mannschaft, die noch immer bei weitem gut genug für die obere Tabellenhälfte ist.

In einer Woche hat der Meister gegen die drei letzten der Tabelle gespielt. Und dreimal verloren. 2:6 gegen Davos, 3:4 n.P (nach einer 3:0-Führung!) in Ambri und nun – als Tiefpunkt – 1:2 gegen Langnau. Es ist der erste Drei-Punkte-Sieg der Langnauer in dieser Saison. Und die fünfte Niederlage in Serie für den SCB.

Don Nachbaur ist der tragische Held der Krise: Kein anderer Trainer hat sich in Bern mit einer so verheerenden Bilanz im Amt halten können. Alle Trainer, die seit 1986 während der …

Artikel lesen
Link zum Artikel