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Kazakhstan's Vladislav Vassiljev, right, and France's Ousmane Dembele challenge for the ball during the World Cup 2022 group D qualifying soccer match between Kazakhstan and France at the Astana Arena stadium in Nur-Sultan, Kazakhstan, Sunday, March 28, 2021. (AP Photo/Stanislav Filippov)

Ousmane Dembélé macht auf dem Platz nicht immer die glücklichste Figur. Bild: keystone

Ou(s)man(e), einfach auf den Grossen und was in der WM-Quali sonst noch zu reden gab

Am Wochenende stand der zweite Spieltag der Qualifikation für die WM 2022 in Katar an. Wir sagen dir, was du möglicherweise verpasst hast.



Ou(s)man(e)!

Nach dem enttäuschenden 1:1 zum Qualistart gegen die Ukraine, musste für Frankreich in Kasachstan unbedingt ein Sieg her. Und das Spiel ging gut los für den Weltmeister. Ousmane Dembélé erzielte in der 19. Minute das 1:0. Durch ein Eigentor der Kasachen ging Frankreich mit einer 2:0-Führung in die Halbzeit.

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Das 1:0 durch Ousmane Dembélé. Video: streamable

Im zweiten Abschnitt lief es dann aber nicht mehr so rund. Den Franzosen gelang kein Tor mehr, und das, obwohl Kylian Mbappé sogar noch die Chance vom Elfmeterpunkt bekam. Ausserdem sorgte dieser Eckball vom Torschützen Dembélé für Lacher. Der Flügel des FC Barcelona rutschte beim Anlauf weg und scheiterte beim Versuch den Ball in die Mitte zu bringen kläglich.

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Ousmane Dembélés Eckballversuch. Video: streamja

Einfach auf den Langen

Die Färöer machten es im Vergleich mit Dembélé deutlich besser. Die Taktik bei ihrem Eckball schien klar: Alles in den Fünfmeterraum und hoffen, dass der 1,97 Meter grosse Sonni Ragnar Nattestad seinen Kopf an den Ball bekommt.

In der 19. Minute des Spiels gegen Österreich gelang dies hervorragend. Der Verteidiger versenkte die Flanke des Bielefelders Joan Edmundsson zum Führungstreffer im Netz. Da die Österreicher aber schnell reagierten und noch vor der Halbzeit auf 3:1 stellten, kamen die Gäste am Ende nicht zu Punkten.

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Der Führungstreffer für die Färöer Inseln durch Nattestad. Video: streamja

Ein später Stich ins georgische Herz

Die Überraschung war nahe, sehr nahe sogar. Zwischen Georgien und dem eigentlich übermächtigen Spanien waren bereits 91 Minuten gespielt und es stand 1:1. Die Gastgeber machten den Spaniern das Leben schwer und gingen kurz vor der Halbzeit sogar mit 1:0 in Führung. Ferrán Torres glich nach etwa zehn Minuten in der zweiten Halbzeit zwar aus, doch gelang den Gästen danach kein Treffer mehr.

Bis Dani Olmo von RB Leipzig sich in der Nachspielzeit ein Herz fasste und den Weltmeister von 2010 gerade noch so vor dem Fiasko rettete. Nach dem Unentschieden gegen Griechenland am Donnerstag wäre ein weiteres Remis für die erfolgsverwöhnten Spanier nur schwer zu vermitteln gewesen.

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Dany Olmo erzielt in der 92. Minute den Siegtreffer zum 2:1. Video: streamable

Aus der Sunday League in die WM-Quali

Das Spitzenduell in der Gruppe E zwischen Tschechien und Belgien ging 1:1 aus. Lukas Provod und Romelu Lukaku sorgten für die beiden Treffer. Doch es war ein anderer «Ballkünstler», der früh im Spiel alle Blicke auf sich zog. Ein Sicherheitsbeauftragter wollte einen zusätzlichen Ball von der Seitenlinie entfernen. So ganz gelang ihm das aber nicht ...

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Die Szene an der Seitenlinie beim Spiel zwischen Tschechien und Belgien. Video: streamable

À propos Sunday League – das Tor könnte auch Karius hüten

Der englische Nationaltorhüter Nick Pope musste in den WM-Qualifikationsspielen gegen Albanien und San Marino keinen einzigen Schuss abwehren. Keiner der beiden Gegner brachte einen Torschuss zustande. Wenn man nun noch die eine Halbzeit dazu rechnet, die der 28-Jährige im Freundschaftsspiel gegen Irland im Tor stand, hat er nun in 225 Minuten im Tor Englands am Stück keinen einzigen Schuss auf sein Tor bekommen. Da könnte einem fast langweilig werden.

Isak spielt den Torwart aus, doch dann ...

Zum Glück lagen die Schweden bereits in Führung, als Alexander Isak dieses Missgeschick unterlief. Eigentlich machte der ehemalige BVB-Stürmer alles perfekt: Der Laufweg, dann vernaschte er den kosovarischen Keeper und müsste den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Daran scheiterte der Stürmer von Real Sociedad aber. Manchmal ist es eben zu einfach.

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Alexander Isak macht alles richtig, nur am Abschluss hapert's. Video: streamable

Etwas später gelang ihm dann aber doch noch der Treffer. In der 35. Minute erhöhte Isak auf 2:0, die Schweden gewannen ihr zweites Qualispiel gegen Kosovo mit 3:0.

Auch beim Spiel zwischen der Schweiz und Litauen hätte es gut und gerne noch mindestens ein weiteres Tor geben können. Bei Denis Zakaria war es zwar nicht ganz so einfach wie beim Schweden, doch hatte der Gladbacher das 2:0 in dieser Situation definitiv auch auf dem Fuss.

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Denis Zakaria vergibt die Chance zum 2:0 in der Nachspielzeit. Video: streamja

VAR der drin?

Der Aufreger des Wochenendes spielte sich in der Nachspielzeit des Spiels Serbien gegen Portugal ab. Beim Stand von 2:2 brachte Cristiano Ronaldo den Ball nochmal aufs Tor. Da er den Ball am herausstürmenden Torwart vorbeilegte, konnte nur noch Verteidiger Stefan Mitrovic in die Bresche springen und die Niederlage verhindern.

Doch bei genauerer Betrachtung sah man, dass der Ball hinter der Linie war, bevor der Serbe klären konnte. Das Schiedsrichtergespann sah es jedoch nicht so, und da es in der WM-Quali keinen VAR gibt, blieb es beim 2:2.

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Das vermeintliche 3:2 für Portugal durch Cristiano Ronaldo. Video: streamable

Der Juve-Star war damit verständlicherweise gar nicht zufrieden. Direkt nach der Szene bekam er die gelbe Karte, da er sich zu sehr echauffiert hatte, und auch nach Abpfiff hatte sich Ronaldo noch nicht wieder beruhigt.

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Ronaldo kann es nicht fassen Video: streamable

Lewandowski trifft – egal für wen

Nach seinem Treffer gegen Ungarn gelangen Bayern-Stürmer Robert Lewandowski gestern gegen Andorra gleich zwei Treffer. Wie in der Bundesliga gehört er auch in der WM-Qualifikation zu den besten Torschützen.

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Lewandowski trifft zum 1:0 gegen Andorra. Video: streamable

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Auch das 2:0 erzielt Robert Lewandowski. Video: streamable

Die Torquote des Weltfussballers 2020 in der Nationalmannschaft ist fast so stark wie beim FC Bayern, wo er 0.89 Tore pro Spiel erzielt. Seit seinem Wechsel zu den Bayern 2014, findet er in Pflichtspielen für Polen pro Einsatz 0.85 Mal das Ziel. Damit zeigt er, dass er auch mit etwas schwächeren Mitspielern als Müller, Goretzka & Co. ein hervorragender Stürmer ist.

In der 63. Minute wurde Lewandowski gestern ausgewechselt. Trainer Paulo Sousa sagte, dass er Schmerzen im Knie hatte. Heute wird der 32-Jährige untersucht. Man kann für den Polen und die Bayern nur hoffen, dass er fit bleibt und weiter Rekorde jagen kann.

Niederlande starten «Football Supports Change»

Nach Norwegen und Deutschland haben nun auch Holland und Dänemark mit Spezial-Shirts gegen die WM in Katar protestiert. Alle Spieler trugen beim Mannschaftsfoto T-Shirts mit der Aufschrift «Fussball unterstützt Veränderung». Diese sind Teil der Kampagne «Football Supports Change», die das niederländische Nationalteam startete.

Dänemark machte bereits mit, doch die Niederländer hoffen auf weitere Beteiligung. Auf Twitter schreib der offizielle Account des dänischen Fussballverbands, dass sich das Team eine Verbesserung der Situation der ausländischen Arbeiter in Katar wünscht.

Spanien und Deutschland setzen neue Duftmarken

Mit ihrem Treffer zum 1:1 in Georgien brachen die Spanier den Rekord für die meisten WM-Qualifikationsspiele mit eigenem Tor in Folge. Seit 37 Spielen hat «La Furia Roja» immer mindestens einmal getroffen. Der Rekord gehörte zuvor Deutschland, die zwischen 1934 und 1985 in 36 aufeinanderfolgenden WM-Quali-Spielen getroffen haben.

Diesen Rekord mussten die Deutschen zwar an Spanien abgeben, doch können sie auf die folgende Statistik auch sehr stolz sein. In insgesamt 47 Auswärtsspielen in der WM-Qualifikation ist Deutschland noch ungeschlagen. 37 Siege, 10 Unentschieden und 0 Niederlagen stehen da zu Buche. Zudem konnte «Die Mannschaft» dabei ein unglaubliches Torverhältnis von 135:35 erzielen.

Modric bricht Kroatien-Rekord

Der Mittelfeldspieler von Real Madrid hat beim 1:0-Sieg gegen Zypern sein 135. Länderspiel im karierten Trikot absolviert. Luka Modric debütierte 2006 gegen Argentinien und brach nun den Rekord von Darijo Srna. Der 35-Jährige traf für Kroatien 16 Mal und wurde im WM-Jahr 2018 zum Weltfussballer und besten Spieler der Weltmeisterschaft gewählt.

Im Kreis seiner Mannschaft wurde er nach dem Spiel mit einem Highlight-Video seiner Karriere und Applaus seiner Mitspieler gefeiert.

Freundschaftlich reingehauen

Obwohl Nordirland gestern nur ein Freundschaftsspiel bestritt, muss dieses Tor hier Erwähnung finden. Beim Stand von 0:2 in der 67. Minute eingewechselt, erzielt Niall McGinn kurz vor Schluss noch den Anschlusstreffer für seine Nordiren gegen die USA. Die Tore der Amis schossen Dortmunds Giovanni Reyna und Chelseas Christian Pulisic.

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Niall McGinn trifft per Direktabnahme zum 1:2-Endstand. Video: streamable

Noch nicht ganz wie die Grossen

Als weiterer Bonus kommt dieser Patzer des deutschen U21-Torhüters Finn Dahmen. Im zweiten EM-Gruppenspiel gegen die Niederlande unterlief dem Mainzer ein böser Fehler, der zum 0:1 führte. Man könnte dies mit mangelnder Spielpraxis begründen, da der 23-Jährige in dieser Saison erst ein Spiel für Mainz 05 bestritt. Beim 2:5 gegen die Bayern stand er während 90 Minuten im Kasten.

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Nach dem misslungenen Abschlag muss Justin Kluivert den Ball nur noch ins Tor schieben. Video: streamable

Aus Dahmens Sicht blieb Justin Kluiverts Tor nicht der einzige Treffer im Spiel. In der 84. Minute glich Lukas Nmecha für Deutschland aus. Die Deutschen bleiben an der Tabellenspitze, Holland ist ein Spieltag vor Ende der Gruppenphase hinter Rumänien Dritter.

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quelle: keystone / gian ehrenzeller
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