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Christian Constantin bleibt am Tag nach seiner Prügelattacke auf Rolf Fringer gelassen.
Christian Constantin bleibt am Tag nach seiner Prügelattacke auf Rolf Fringer gelassen.Bild: KEYSTONE

CC legt nach: «Fringer musste gemassregelt werden. Wie ein Kind auf dem Pausenplatz»

22.09.2017, 11:3022.09.2017, 12:48

Auch am Tag nach seiner Prügelattacke gegen Teleclub-Experte Rolf Fringer zeigt Christian Constantin keinerlei Reue. «Wofür soll ich mich da entschuldigen?», fragt der Sion-Präsident im Interview mit dem Blick, als er auf seinen Ausraster angesprochen wird. «Er war in Bezug auf seine Aussagen mir gegenüber nicht einsichtig. Also musste er gemassregelt werden. Wie ein Kind auf dem Pausenplatz.» Nach eigenen Angaben habe er Fringer «fünf oder sechs Ohrfeigen und einen Tritt in den Hintern verpasst».

Constantins Attacke auf Fringer.Video: YouTube/Teleclub

Dass er die Kontrolle über sich verloren habe, davon will Constantin nichts wissen. «Zuerst war mein Sohn Barthélémy bei ihm, sagte ihm, er solle aufhören, unsere Familie in den Dreck zu ziehen. Als er von Teleclub wieder eine Plattform dafür kriegte, fand ich es angemessen, ihn mal zu massregeln. 30 Sekunden später stand er wieder – und gab Interviews. Es ist ihm also rein gar nichts passiert. Kein Kratzer», so CC, der heute um 15 Uhr in Martigny eine Medienkonferenz gibt und dort nochmals ausführlich seine Sicht der Dinge darlegen wird.

Das droht CC von der Liga
Liga-CEO Claudius Schäfer erklärte gegenüber Radio SRF, was die möglichen Konsequenzen für Christian Constantin sind:
- Verweis. Zu mild, dürfte nicht angewendet werden.
- Busse.
- Boykott. «Da wäre die ganze administrative und sportliche Beziehung zwischen ihm und der Liga eingestellt», erklärt Schäfer. Wie lange dieser dauert, ist offen. Ob da auch ein Stadionverbot enthalten wäre, muss die Disziplinarkommission entscheiden.

Constantin regte sich vor allem über die persönlichen Angriffe von Fringer auf seine Person auf. «Er soll aufhören, mich zu beleidigen. Er kann mich oder den Klub weiter kritisieren. Aber nicht persönlich beleidigen», fordert er. «Ich habe nie etwas über ihn gesagt. Er aber geht dauernd auf mich los.»

Constantins erste Reaktion von gestern Abend.Video: YouTube/Teleclub

Dass Fringer ihn vor Gericht zerren könnte, macht dem millionenschweren Inhaber eines Architekturbüros keine Sorgen. «Das ist doch wunderbar. Dann wird das Gericht entscheiden. Wenn ich wegen ein paar Ohrfeigen und einem Tritt in den Hintern verurteilt werde, dann ist das so», gibt sich Constantin kämpferisch. Von Seiten der Swiss Football League, die eine Untersuchung gegen ihn eingeleitet hat, fürchtet er ebenfalls keine Konsequenzen, schliesslich habe Fringer ja keine offizielle Funktion mehr.

Dass er Fringer verklagen will, bestätigte Constantin. «Ich habe gegen Fringer Strafanzeige wegen Ehrverletzung und Verleumdung eingereicht. Und das nicht plötzlich. Das hatte ich mit meinem Anwalt schon längst geplant.»

«Narzisst mit null Empathie»

Auslöser für Constantins Prügelattacke waren Aussagen von Fringer in der Teleclub-Sendung «Kick-Off» vom Dienstagabend. Dort kritisierte der Experte den Sion-Boss scharf: «Er ist ein Narzisst, hat null Empathie, schaut nur für sich. Man sagt, er sei ein Farbtupfer für die Liga. Aber ich muss sagen, langsam wird es lächerlich. Es ist Jahr für Jahr der gleiche ‹Stuss›.»

Bereits vor zwei Jahren waren Fringer, damals Sportchef in Luzern, und Constantin verbal aneinandergeraten, als der Sittener Präsident versucht hatte, den Innerschweizern Marco Schneuwly auszuspannen. (pre)

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Der Patron des FC Sion habe am Freitagmorgen darum gebeten, von seinen Ämtern entbunden zu werden, teilte das Organisationskomitee um Präsident Jean-Philippe Rochat mit. «Der Bitte habe ich entsprochen. Christian Constantin nimmt nicht mehr an den Arbeiten des Kandidatur-Komitees teil, solange keine Klarheit in der jüngsten Affäre Constantins vorliegt», erklärte Rochat. (sda)

13:1 – die Cupfinals des FC Sion

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