
Für die Schiedsrichter in der Bundesliga kommt es zu einer Aufgabe.Bild: www.imago-images.de
Der Videoschiedsrichter spaltet auch Jahre nach seiner Einführung die Fussballfans. Nun kommt eine Neuerung, die helfen soll.
Ein Artikel von

Bereits in der kommenden Woche soll offenbar im deutschen Fussball das Pilotprojekt mit Schiedsrichter-Durchsagen im Stadion nach Eingreifen des Videoassistenten gestartet werden. Das berichtet der «Kicker».
Es gebe allerdings noch nicht in allen Stadien die technischen Voraussetzungen dafür, dass die Ansagen der Referees über deren Funk-Headsets auf die Lautsprecher übertragen werden können. Am Montag hat der Deutsche Fussball-Bund zu einer Pressekonferenz geladen und will weitere Auskünfte geben.
So wurden die Entscheidungen an der Weltmeisterschaft der Frauen kommuniziert. Video: SRF
Aber funktioniert die Technik?
Anfang Januar hatte Kircher bereits im «Kicker» eine solche Entwicklung angedeutet. «Bezüglich der Stadion-Durchsagen laufen Gespräche, es gibt intensive Überlegungen. Und wir wären auf eine mögliche Pilotphase in der Rückrunde vorbereitet», sagte Kircher, der aber auch anfügte: «Da gilt es auch noch Erkenntnisse der Fifa abzuwarten: Wie kommt es an, und funktioniert auch die Technik einwandfrei? Die darf unsere Schiedsrichter natürlich nicht im Stich lassen.»
Es müsse gewährleistet sein, dass die entscheidenden Bilder auf den Videotafeln direkt eingeblendet würden und «nicht drei Minuten später», so der ehemalige Spitzenschiedsrichter.
Die neue Technik kann auch für Verwirrung sorgen:
Eine Testphase läuft bereits in Portugal. Auch bei der Frauen-WM in Australien und Neuseeland hatten die Spielleiter nach einem Videobeweis eine Ansage an das Publikum übers Mikrofon gemacht – wie es auch zum Beispiel im Eishockey üblich ist. Begründet werden die Entscheidungen nach strittigen Situationen dabei aber nicht. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch mehr Transparenz.
Verwendete Quellen:
(riz)
Hier werden die Spiele der EM der Frauen 2025 ausgetragen
1 / 10
Hier werden die Spiele der EM der Frauen 2025 ausgetragen
Basel, St. Jakob-Park, 38'512 Plätze.
quelle: shutterstock
Mario Basler verrät uns, was ihn am modernen Fussball nervt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Im letzten Herbst hat die Postbank (PostFinance) angekündigt, künftig nur noch NL-Klubs mit Direktsponsoring zu alimentieren, die ein Frauenteam in der höchsten Liga betreiben. Nun folgt die offizielle Bestätigung, dass diese «Drohung» tatsächlich wahr gemacht wird.
Die Kommunikations-Abteilung der PostFinance bestätigt auf Anfrage: «Ja, das Konzept wird wie angekündigt umgesetzt.» Und im Detail wird ausgeführt: «Unsere Ligapartnerschaften mit der National League und der PostFinance Women’s League stehen im Mittelpunkt unseres Engagements. Alle Klubs beider Ligen profitieren weiterhin von der Topscorer-Prämie, die direkt an die Klubs ausgezahlt wird. Zusätzlich engagieren wir uns gezielt im Sponsoring von einzelnen Klubs. Ab der nächsten Saison ist eine der Voraussetzungen für ein solches Sponsoring, dass der Klub sowohl in der National League als auch in der PostFinance Women’s League ein Team stellt. Mit den betroffenen NL-Klubs haben wir bereits vor über einem Jahr das Gespräch gesucht und unsere Strategieanpassung frühzeitig kommuniziert. Die Partnerschaften mit dem HC Ambri-Piotta und dem SC Bern sind verlängert worden.»