DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Robert Lewandowski wurde von der FIFA zum zweiten Mal in Serie als Weltfussballer ausgezeichnet.
Robert Lewandowski wurde von der FIFA zum zweiten Mal in Serie als Weltfussballer ausgezeichnet.bild: twitter/fcBayern

Yakin und Xhaka wählten Lewandowski nicht – auch Messis Stimme überrascht

Robert Lewandowski ist FIFA-Weltfussballer des Jahres – zum zweiten Mal in Serie. Kurz nach der Bekanntgabe veröffentlichte der Weltverband auch, wer wen gewählt hatte. Dabei gab es einige dicke Überraschungen.
18.01.2022, 11:1318.01.2022, 12:16

Robert Lewandowski hat seinen Titel verteidigt: Nachdem er sich beim Ballon d'Or hinter Lionel Messi mit dem zweiten Rang begnügen musste, wurde der 33-jährige Pole von der FIFA im Rahmen der «The Best»-Gala in Zürich zum zweiten Mal in Serie zum «Weltfussballer des Jahres» gekürt. Dabei setzte sich der Bayern-Goalgetter gegen Messi und Mohamed Salah durch, die ebenfalls nominiert waren.

Lewandowski erhielt bei der Wahl zusammengezählt 48 Punkte und damit vier mehr als Messi, der Argentinien im Sommer zum ersten Triumph bei der Copa America seit 28 Jahren geführt hatte. Bei der Abstimmung waren zu gleichen Teilen die Stimmen der Nationaltrainer und Captains der Nationalmannschaften der FIFA-Mitgliedsverbände sowie von ausgewählten Journalisten und Fans weltweit ausschlaggebend.

Die Stimmen der Nati-Trainer und -Captains sowie der Journalisten werden von der FIFA im Nachgang der Wahl jeweils veröffentlicht und sind oft interessanter als die Wahl selbst – auch dieses Mal gab es einige Überraschungen.

» Die Stimmen aller Nationaltrainer, Captains und Medienvertreter.

So gaben beispielsweise weder Nati-Captain Granit Xhaka noch -Trainer Murat Yakin Lewandowski ihre Stimme. Beide nahmen den Top-Torjäger nicht einmal in ihre Top-3: Xhaka sprach sich für Mohamed Salah als Weltfussballer aus, auf Rang 2 und 3 setzte er Cristiano Ronaldo und Karim Benzema. Yakin sah ebenfalls Salah ganz vorne, zudem stimmte er für die Chelsea-Spieler N'Golo Kanté und Jorginho.

Granit Xhaka sah Mohamed Salah als Weltfussballer.
Granit Xhaka sah Mohamed Salah als Weltfussballer.Bild: AP/AP

Auch für Argentinien-Captain Messi war der Weltfussballer des Jahres 2021 nicht Lewandowski – sondern Neymar. Auf Rang 2 setzte er mit Kylian Mbappé einen weiteren PSG-Teamkollegen. Überraschend war dann Messis dritter Platz: Statt Lewandowski, den er bei der Ballon d'Or-Vergabe Ende November noch in den Himmel lobte, bekam Karim Benzema von Real Madrid seine letzte Stimme.

Cristiano Ronaldo hingegen unterstützte den Bayern-Stürmer und wählte ihn auf den ersten Platz. Der Portugal-Captain gab dafür Messi keine Stimme und wählte stattdessen wie Yakin Kanté und Jorginho auf die Plätze 2 und 3.

Ronaldo und Messi gaben sich gegenseitig mal wieder keine Stimme.
Ronaldo und Messi gaben sich gegenseitig mal wieder keine Stimme.Bild: keystone

Übrigens: Super-Talent Erling Haaland war immerhin für eine Person der Weltfussballer des Jahres. Yeh Hsien-Chung, Bundestrainer von Chinesisch Taipeh, packte den Norweger an die Spitze, gefolgt von Mohamed Salah und Kevin De Bruyne. Eine besondere Ehre für den 21-Jährigen gab es zudem aus Spanien. Captain Sergio Busquets packte den BVB-Goalgetter hinter Messi und Lewandowski auf den dritten Rang. Im Gesamtvoting wurde er aber trotzdem nur Elfter.

Neben den üblichen Verdächtigen Lewandowski, Messi, Salah, Benzema, Kanté, Jorginho, Ronaldo und eben Haaland erhielten drei weitere Spieler Nummer-1-Stimmen: Kylian Mbappé wurde insgesamt 16 Mal an die Spitze gesetzt, Kevin De Bruyne 11 Mal. Für Neymar stimmten neben Messi auch noch Brasilien-Captain Thiago Silva und Laos-Trainer Selvaraj Vengadasalam.

Die Rangliste:

  1. Robert Lewandowski (Bayern München), 48 Punkte
  2. Lionel Messi (Paris St-Germain), 44 Punkte
  3. Mohamed Salah (Liverpool), 39 Punkte
  4. Karim Benzema (Real Madrid), 30 Punkte
  5. N'Golo Kanté (Chelsea), 24 Punkte
  6. Jorginho (Chelsea), 24 Punkte
  7. Cristiano Ronaldo (Manchester United), 23 Punkte
  8. Kylian Mbappé (Paris St-Germain), 16 Punkte
  9. Kevin De Bruyne (Manchester City), 11 Punkte
  10. Neymar (Paris St-Germain), 10 Punkte
  11. Erling Haaland (Borussia Dortmund), 7 Punkte

Zu reden gab neben den Stimmen auch noch die «World11», also die beste Elf des Jahres. Dort wählte die FIFA mit einem 3-3-4 nämlich eine äusserst offensive Aufstellung. Offenbar wollte der Weltverband keinen der vier aktuell besten Stürmer der Welt brüskieren und stellte Lewandowski, Messi, Ronaldo und Haaland in den Sturm.

Mehr zum Thema:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle FIFA-Weltfussballer seit 1991

1 / 66
Alle FIFA-Weltfussballer seit 1991
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Schweiz haut Frankreich raus – und diese Kommentatoren drehen völlig durch

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

33 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
baskah
18.01.2022 11:32registriert Januar 2015
Das Land heisst Taiwan! Chinesisch Taipeh ist der durch VR China gepushte Name, mit dem Taiwan als Teil Chinas geframt werden soll.
18213
Melden
Zum Kommentar
avatar
Luigi-san
18.01.2022 11:47registriert März 2015
Yeh Hsien-Chung, Bundestrainer von Chinesisch Taipeh --> Taiwan
Danke =)
1275
Melden
Zum Kommentar
avatar
Raembe
18.01.2022 12:02registriert April 2014
Die 3-3-4 Aufstellung zeigt klar was falsch läuft bei dieser Wahl. Angreifer werden zu stark gewichtet.
1044
Melden
Zum Kommentar
33
Mal wieder die Könige Europas – Real gewinnt zum 14. Mal die Champions League
Real Madrid krönt eine herausragende Saison mit dem Champions-League-Titel. Der spanische Meister setzt sich in dem mit Verspätung angepfiffenen Final in Paris gegen Liverpool 1:0 durch und holt sich zum 14. Mal die Krone Europas.

Nicht Sadio Mané oder Karim Benzema, sondern der Brasilianer Vinicius Junior entschied die Partie im Stade de France im Norden von Paris. Der 21-Jährige verwertete in der 59. Minute den Querpass von Federico Valverde und sorgte damit für die Entscheidung in einer intensiven und phasenweise spektakulären Partie.

Zur Story