Sport
Fussball

Bulgarischer Klub mit Schweigeminute für Ex-Spieler – doch der lebt noch

Der bulgarische Erstligist PFC Arda Kardaschali hält eine Schweigeminute zu Ehren eines Spielers ab. Doch der ist gar nicht tot. Familie und Bekannte reagierten verstört.
Bild: screenshot facebook/pfc arda

Schweigeminute für verstorbenen Spieler in Bulgarien – doch der lebt noch

Der bulgarische Erstligist PFC Arda Kardaschali hält eine Schweigeminute zu Ehren eines Spielers ab. Doch der ist gar nicht tot. Familie und Bekannte reagierten verstört.
18.03.2025, 09:1418.03.2025, 09:14
Ein Artikel von
t-online

Die Vereinsführung des bulgarischen Erstligisten Arda Kardschali hat sich nach einer Schweigeminute entschuldigt. Vor dem Spiel am Sonntag gegen Lewski Sofia hatte der Verein im Stadion des ehemaligen Spielers Petko Gantschew gedacht, der vermeintlich verstorben war. Beide Mannschaften stellten sich vor dem Ligaspiel in der Nähe des Mittelkreises auf und verneigten sich zu Ehren von Gantschew. Später stellte sich heraus, dass der ehemalige Akteur des Klubs noch am Leben ist.

Noch vor Ende des Spiels teilte Arda Kardschali auf seiner Facebook-Seite mit, dass man falsche Informationen über den Tod von Gantschew erhalten habe. «Das Management des PFC Arda möchte sich bei dem ehemaligen Arda-Spieler Petko Gantschew und seinen Angehörigen entschuldigen, da der Verein falsche Informationen über seinen Tod erhalten hat», schrieb der Klub. «Wir wünschen Petko Gantschew noch viele Jahre guter Gesundheit und viel Freude an den Erfolgen von Arda.» Das Spiel gegen Lewski Sofia endete 1:1.

Für Gantschew und seine Familie war die kuriose Aktion ein Schock. Die bulgarische Zeitung «Blitz» erfuhr von dem ehemaligen Sportler, dass ihn seine Frau zu Hause weinend empfangen habe. «Sie schrie: ‹Petko, Petko, sie haben im Fernsehen verkündet, dass du gestorben bist!› Sie erklärte mir, dass man sie angerufen hätte und man ihr erzählt habe, was beim Spiel gesagt wurde.» Auch zwei Freunde hatten das Spiel gesehen – einer sogar im Stadion. Auch sie hätten sich grosse Sorgen gemacht, so Gantschew. «Wenn Sie wüssten, wie viele Leute uns angerufen haben – Verwandte, Freunde, Bekannte und Nicht-Bekannte …», sagte er «Blitz».

Gantschew lebt mit seiner Frau und seiner Familie im Süden Bulgariens. Für Arda Kardschali erzielte er laut eigenen Angaben 120 Tore. Rechtliche Schritte will er gegen seinen Ex-Klub nicht einleiten. (abu/t-online.de)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Fussballer, die als Star in die Schweiz wechselten
1 / 25
Fussballer, die als Star in die Schweiz wechselten
Benjamin Mendy. Der französische Verteidiger wechselte Anfang 2025 als Weltmeister des Jahres 2018 und nach einer längeren Zeit im Gefängnis zum FC Zürich.
quelle: keystone / philipp schmidli
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Streamer «IShowSpeed» trifft Fussballerin Alisha Lehmann – und es gibt Drama
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Messi schiesst Österreich im Alleingang ab – Petkovics Algerien darf weiterhoffen
Argentinien steht nach einem 2:0-Sieg gegen Österreich und einer erneuten Messi-Show vorzeitig in der K.o.-Phase. Das Team von Ralf Rangnick belohnt sich für den starken Auftritt gegen den Weltmeister von 2022 derweil nicht. Jetzt droht Algerien, das auf Jordanien trifft (live ab 5 Uhr), mit Österreich gleichzuziehen.
Es war eine überraschend ausgeglichene Partie, die in Dallas zwischen Argentinien und Österreich - beide Teams hatten ihr jeweils erstes WM-Spiel gewonnen - stattfand. Sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Halbzeit fand Österreich gegen den klaren Favoriten gut in die Partie. Dennoch musste sich die Mannschaft von Ralf Rangnick 0:2 geschlagen geben.
Zur Story