GC oder Winterthur – was im Abstiegskampf für wen spricht
Zwei Runden vor dem Saisonende ist der FC Winterthur noch immer nicht abgestiegen und träumt weiterhin vom Ligaerhalt. Nach dem überlebenswichtigen Heimsieg gegen Lausanne und der Derby-Niederlage von GC sind die Eulachstädter noch vier Punkte hinter den Hoppers klassiert. Im heutigen Direktduell würde die Entscheidung fallen, falls Winterthur nicht gewinnt. Sollte GC allerdings zum vierten Mal hintereinander verlieren, würde am letzten Spieltag Hochspannung herrschen. Doch was spricht überhaupt für wen? Wir liefern die Übersicht.
GC
Der Vorsprung
Noch hat der Grasshopper Club Zürich alles in den eigenen Händen. Auch bei einer Niederlage gegen Winterthur würde ein Sieg im abschliessenden Saisonspiel gegen Lausanne reichen, um sich in die Barrage zu retten. Dazu kommt, dass Winterthur auch das letzte Spiel gegen Luzern gewinnen muss.
Das Torverhältnis
Sollten die beiden Mannschaften die Saison mit gleich vielen Punkten abschliessen, würde Winterthur zu 99,99 Prozent absteigen. Dies, weil das Torverhältnis viel schlechter ist im Vergleich zu GC. 23 Treffer müsste das Team von Patrick Rahmen in den verbleibenden zwei Spielen aufholen. Dies ist realistisch gesehen nicht möglich.
Die Direktduelle
In dieser Saison trafen die beiden Kellerteams dreimal aufeinander und die Bilanz im direkten Vergleich spricht klar für die Hoppers. Nach einem Unentschieden zu Beginn der Saison konnte GC zweimal gewinnen. Zuletzt vor etwas mehr als einem Monat, als sich der Rekordmeister mit 2:0 auf der Schützenwiese durchsetzen konnte und Winti für viele bereits als sicherer Absteiger feststand.
Erfahrung in überlebenswichtigen Partien
Seit GC vor fünf Jahren in die Super League zurückgekehrt ist, befinden sich die Zürcher eigentlich in jeder Saison im Abstiegskampf. Die Ausnahme ist einzig die Saison 2022/23, als der Rekordmeister die Spielzeit auf dem siebten Platz abschliessen konnte und die Liga ohnehin aufgestockt wurde. Trotzdem schafften die Zürcher Jahr für Jahr den Ligaerhalt. Zuletzt zweimal über die Barrage. Besonders knapp war das Duell mit Thun vor zwei Jahren. Erst in der Nachspielzeit konnte Asumah Abubakar den erlösenden Treffer zum Ligaerhalt erzielen. Auch im letzten Jahr hatte GC das Messer mehrmals am Hals und konnte den Abstieg am letzten Spieltag und in der Barrage abwenden.
FC Winterthur
Nichts mehr zu verlieren
Seit Wochen gilt Winterthur als der sichere Absteiger und plötzlich können sie wieder hoffen. Da ohnehin fast jeder mit dem Abstieg rechnet, können die Winterthurer viel befreiter aufspielen als die Grasshoppers. Nach dem wichtigen Sieg gegen Lausanne war sich dessen auch Siegtorschütze Andrin Hunziker bewusst, wie er selbst sagte: «Jetzt haben wir zwei Finalspiele und ein riesiges Spiel am kommenden Dienstag. Wir wollen alles geben und GC weiss auch, dass wir mit viel Selbstvertrauen kommen.»
GC spricht seit Wochen über die Barrage
Noch bevor die Relegation Group überhaupt startete, sprach man bei GC schon darüber, wo und wann das Barrage-Heimspiel stattfinden soll (aktuell noch keine Lösung gefunden). Dies dürfte den FCW zusätzlich motivieren, dafür zu sorgen, dass sich dieses Problem löst, indem die Hoppers direkt absteigen.
Bei den Hoppers herrscht Unruhe
Bei GC kam es vor eineinhalb Wochen zum zweiten Trainerwechsel innerhalb kürzester Zeit. Neuerdings steht Peter Zeidler beim Rekordmeister an der Seitenlinie und möchte mit GC den Ligaerhalt schaffen. Sein Debüt ging beim Zürcher Derby in die Hosen und der Trainerwechseleffekt scheint schon ein wenig verpufft zu sein. Währenddessen glaubt man auf der Schützenwiese weiterhin an Patrick Rahmen und schenkt ihm das volle Vertrauen.
Die Form und das Momentum
Mit vier Punkten aus den letzten zwei Partien liegt aktuell nicht nur das Momentum bei den Winterthurern, sondern auch die Formkurve zeigt beim FCW im Vergleich mit GC deutlich nach oben. Auf der anderen Seite verloren die Hoppers neun von den letzten zehn Pflichtspielen. Der einzige Sieg war ausgerechnet der «Dreier» auf der Schützenwiese.
