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EM 2020: Kommentar zur Schweizer Nati – wir sind nicht gut genug

Switzerland's midfielder Xherdan Shaqiri reacts during the Euro 2020 soccer tournament group A match between Italy and Switzerland at the Olympic stadium, in Rome, Italy, Wednesday, June 16, 2021 ...
Xherdan Shaqiri und Co. können mit den besten Fussballnationen nicht mithalten.Bild: keystone
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Sie können es einfach nicht besser

Nach der Klatsche der Nationalmannschaft gegen Italien dreht die Fussballschweiz am Rad. Dabei ist die Niederlage nichts anderes als ein Realitätscheck und ein Beweis für mangelnde Qualität in der Mannschaft.
17.06.2021, 11:0817.06.2021, 12:19

Die deutliche 0:3-Niederlage der Schweizer Nationalmannschaft gegen Italien wirft hohe Wellen. Allenthalben wird der Rücktritt von Vladimir Petkovic gefordert, der Einsatz und Siegeswille der Spieler wird in Frage gestellt und die unsäglichen Diskussionen ums Singen der Hymne, das mit der fussballerischen Leistung auf dem Rasen rein gar nichts zu tun hat, flammen wieder auf.

Die Niederlage gegen Italien hat ihren Ursprung nicht in protzigen Autos oder blondierten Haaren, sondern in mangelnder Qualität. Das Problem sind überzogene Erwartungen. Man hat erwartet, dass die Schweiz mit diesem Italien mit- und spielerisch auf Augenhöhe dagegen halten kann. Und die Partie hat gnadenlos aufgezeigt, dass die «Squadra Azzurra» eben mindestens noch eine Klasse besser ist und Fehler gnadenlos bestraft.

Fans und Medien waren geblendet von den Resultaten in der Nations League gegen Deutschland und Spanien und haben dabei vergessen, dass diese beiden Mannschaften aktuell ebenfalls schwierige Phasen durchmachen und die Nations League halt doch nicht das Gleiche ist wie eine Europameisterschaft.

Es reicht auf diesem Niveau einfach nicht, wenn diverse Nati-Akteure in ihren Klubs nur zum Kreis der Ergänzungsspieler zählen (Shaqiri, Rodriguez oder Zuber) oder in der Nationalelf nicht annähernd die Klubleistung abrufen können (Seferovic, Freuler oder Mbabu).

Dass Mannschaft und Spieler sich vor dem Turnier hohe Ziele setzen ist trotzdem richtig, alles andere wäre als Spitzensportler verheerend. Doch Fans, Experten und auch wir Medien müssen uns eingestehen: Die Schweiz ist nicht gut genug, um mit den besten Mannschaften auf Augenhöhe mitzuspielen. Unsere Erwartungen müssen wir deshalb zwischendurch etwas zurückschrauben und nicht gleich die Nerven verlieren, wenn man auch mal eine deutliche Niederlage kassiert.

Das Schlusswort überlasse ich watson-User Errohr: «Die Schweiz hätte auch mit dunklen Haaren, ohne Tattoos, alle in Opel Corsa fahrend gegen dieses Italien verloren. Punkt.»

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