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Xherdan Shaqiri und Co. können mit den besten Fussballnationen nicht mithalten.
Xherdan Shaqiri und Co. können mit den besten Fussballnationen nicht mithalten.Bild: keystone
Kommentar

Sie können es einfach nicht besser

Nach der Klatsche der Nationalmannschaft gegen Italien dreht die Fussballschweiz am Rad. Dabei ist die Niederlage nichts anderes als ein Realitätscheck und ein Beweis für mangelnde Qualität in der Mannschaft.
17.06.2021, 11:0817.06.2021, 12:19

Die deutliche 0:3-Niederlage der Schweizer Nationalmannschaft gegen Italien wirft hohe Wellen. Allenthalben wird der Rücktritt von Vladimir Petkovic gefordert, der Einsatz und Siegeswille der Spieler wird in Frage gestellt und die unsäglichen Diskussionen ums Singen der Hymne, das mit der fussballerischen Leistung auf dem Rasen rein gar nichts zu tun hat, flammen wieder auf.

Die Niederlage gegen Italien hat ihren Ursprung nicht in protzigen Autos oder blondierten Haaren, sondern in mangelnder Qualität. Das Problem sind überzogene Erwartungen. Man hat erwartet, dass die Schweiz mit diesem Italien mit- und spielerisch auf Augenhöhe dagegen halten kann. Und die Partie hat gnadenlos aufgezeigt, dass die «Squadra Azzurra» eben mindestens noch eine Klasse besser ist und Fehler gnadenlos bestraft.

Fans und Medien waren geblendet von den Resultaten in der Nations League gegen Deutschland und Spanien und haben dabei vergessen, dass diese beiden Mannschaften aktuell ebenfalls schwierige Phasen durchmachen und die Nations League halt doch nicht das Gleiche ist wie eine Europameisterschaft.

Es reicht auf diesem Niveau einfach nicht, wenn diverse Nati-Akteure in ihren Klubs nur zum Kreis der Ergänzungsspieler zählen (Shaqiri, Rodriguez oder Zuber) oder in der Nationalelf nicht annähernd die Klubleistung abrufen können (Seferovic, Freuler oder Mbabu).

Dass Mannschaft und Spieler sich vor dem Turnier hohe Ziele setzen ist trotzdem richtig, alles andere wäre als Spitzensportler verheerend. Doch Fans, Experten und auch wir Medien müssen uns eingestehen: Die Schweiz ist nicht gut genug, um mit den besten Mannschaften auf Augenhöhe mitzuspielen. Unsere Erwartungen müssen wir deshalb zwischendurch etwas zurückschrauben und nicht gleich die Nerven verlieren, wenn man auch mal eine deutliche Niederlage kassiert.

Das Schlusswort überlasse ich watson-User Errohr: «Die Schweiz hätte auch mit dunklen Haaren, ohne Tattoos, alle in Opel Corsa fahrend gegen dieses Italien verloren. Punkt.»

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322 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Heini Hemmi
17.06.2021 11:20registriert November 2017
Alles gut und Recht, aber das war damals schon beim WM-Sieg gegen Spanien so. Jetzt fehlt es zusätzlich noch am mangelnden Einsatz und Kampf. Die Gesichter der Spieler während des Spiels und die (nicht) gelaufenen Kilometer sprechen für sich. DANN wird es eben zum Problem, wenn man mit dem Lamborghini vorfährt, den Coiffeur einfliegen lässt und sich tätowieren lässt, obwohl der Trainer verlangt, sich in den letzten Tagen mit niemandem zu treffen. Man kann gegen ein solches Italien durchaus 0:3 verlieren. Das ist keine Schande. Aber so war es eben eine.
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maylander
17.06.2021 11:18registriert September 2018
Das Gepose wirkt umso lächerlicher je weniger die Leistung stimmt.
Das ist keine Mannschaft sondern ein Haufen Einzeldarsteller, die ihren Zenit überschritten haben.
Eine Klatsche gegen die Türken könnte aber der Beginn einer neuen Mannschaft mit einem neuen Trainer werden.
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arty the pug
17.06.2021 11:15registriert November 2019
Nicht nur die Qualität sondern auch die Einstellung ist wichtig..
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