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YBs Kevin Mbabu, Mitte, macht das Meisterschaftsselfie, nach dem Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Luzern, am Samstag, 28. April 2018 im Stade de Suisse in Bern. Mit dem Sieg sichert sich YB zum ersten Mal seit 32 Jahren den Gewinn der Meisterschaft. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Jetzt ist es endlich Realität: Die Young Boys sind Schweizer Meister. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Liebe YB-Fans, geniesst diesen Titel – so sehr, wie es nur geht

Was jahrelang so undenkbar war wie gelb-schwarzer Schnee in der Sahara ist nun tatsächlich Realität: Der Berner Sportclub YB ist Schweizer Meister. Ein völlig verdienter Triumph, den es nun auszukosten gilt.



Liebe YB-Fans

Ich kann so mit euch mitfühlen. Wie es ist, wenn man nach jahrzehntelanger Durststrecke endlich, endlich wieder mal einen Meistertitel feiern darf. Gut, bei «meinem» Klub FC St.Gallen dauerte es sogar 96 Jahre, bis er im Jahr 2000 wieder Meister wurde. Da seid ihr mit der lächerlich kurzen Zeitspanne von 32 Jahren seit dem letzten Meistertitel ja noch gut dran.

Aber lange genug ist auch das. So lange, dass viele von euch YB-Fans noch gar nicht auf der Welt waren, als 1986 der letzte Meistertitel in der Bundesstadt gefeiert wurde. Euch erwartet ein glorreicher Sommer. Die letzten Spiele werden eine einzige Party. In den kommenden Wochen werdet ihr stets ein Lächeln auf dem Gesicht haben, ganz egal, wie der Cupfinal gegen den FC Zürich ausgeht. Wo ihr auch hinkommt zwischen Genf und Romanshorn, zwischen Basel Schaffhausen und Chiasso: anerkennende, ehrlich gemeinte Schulterklopfer. Und vorfreudig fiebert ihr der Auslosung der Champions League entgegen, für die ihr euch zu qualifizieren hofft.

Berns Torhueter Marco Woelfli wird von den Fans gefeiert nach dem Super League Spiel zwischen dem BSC Young Boys Bern und dem FC Luzern, am Samstag, 28. April 2018 im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Er war die personifizierte Nummer 2 – nun ist Marco Wölfli Meister. Weil er im entscheidenden Spiel einen Penalty grandios abwehrte. Was für eine Story! Bild: KEYSTONE

Ich rate euch dringend, all diese schönen Momente auszukosten. Sie so richtig zu geniessen. Denn wer weiss schon, was morgen ist?

Der Serienmeister FC Basel, entthront und im Stolz verletzt, wird mit aller Macht versuchen, den Platz an der Sonne wieder an sich zu reissen. Die YB-Spieler, die jungen vor allem, haben sich für andere Klubs in anderen Ligen aufgedrängt. Einige, die das Gerüst zusammenhielten, werden nicht mehr da sein, wenn die neue Saison beginnt. Und Trainer Adi Hütter hat mit dem historischen Triumph ein exzellentes Bewerbungsschreiben verfasst. Wer Deutsch spricht und so gute Arbeit leistet – auch schon vorher bei Grödig und Salzburg – wird zwangsläufig zu einem Thema in der Bundesliga.

YB-Fans halten ein Bild von Berns Trainer Adi Huetter mit dem Wort

Von den Fans als Trainergott gefeiert: Adi Hütter. Bild: KEYSTONE

Das spricht alles eher dagegen, dass die nächste Saison erneut im Titelgewinn gipfelt. Sollte es ausserdem wirklich klappen mit der Qualifikation für die Champions League, so wird auch diese in der Meisterschaft Punkte kosten. Nicht unbedingt wegen der physischen Belastung, sondern weil der Hype rund um die Königsklasse von öden Kicks gegen Thun oder Lugano ablenkt und die Konzentration, so sehr auch das Gegenteil beteuert werden wird, manchmal fehlen wird.

Ich weiss, liebe YB-Fans, das wollt ihr jetzt alles gar nicht hören und lesen. Denn nun ist der Zeitpunkt gekommen, endlich so richtig, richtig zu feiern. Macht das, es sei euch von Herzen gegönnt. Geniesst es, als wäre es das letzte Mal. Das könnt ihr dann problemlos auch beim nächsten und übernächsten Mal so handhaben. Wobei ich in dieser Hinsicht leider keine Erfahrung habe als Anhänger des FC St.Gallen. Nach 96 Jahren des Wartens sind wir mittlerweile auch schon wieder bei 18 angelangt …

So feiert YB den ersten Meistertitel seit 32 Jahren

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Video: watson/Emily Engkent

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