YB unterliegt auch Lausanne: «Müssen aus der Scheisse kommen» – Lugano schiesst Luzern ab
YB – Lausanne-Sport 1:3
Neues Jahr, ähnliche Probleme: Auch bei der dritten Niederlage in Folge der Young Boys steht am Ursprung ein früher Gegentreffer und erschwert ein Platzverweis eine mögliche Wende. Gegen Lausanne-Sport war es der Engländer Nathan Bulter-Oyedeji, der nach gut zwölf Minuten von der schwächelnden Berner Defensive profitierte. Und die Rote Karte kassierte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte der 17-jährige YB-Verteidiger Olivier Mambwa für ein gefährliches Tackling, auf welches der Videoschiedsrichter aufmerksam gemacht hatte.
Noch vor der Pause wurde das dezimierte YB, das zwischenzeitlich durch Ligatopskorer Chris Bedia zum Ausgleich gekommen war, auch noch mit dem zweiten Gegentor bestraft. Erneut war es der VAR, der ein Handspiel von Loris Benito im eigenen Strafraum erkannte. Gaoussou Diakité erzielte vom Penaltypunkt das 2:1. Zum Schlussstand traf der Spanier Omar Janneh in seinem ersten Super-League-Spiel in der 88. Minute, nachdem die Lausanner die eine oder andere gute Chance zuzm dritten Treffer ungenutzt gelassen hatten. Die beste Möglichkeit auf Seiten von YB vergab Alan Virginius im verlorenen Direktduell mit Lausannes Goalie Karlo Letica (68.).
Das sagt Christian Fassnacht (YB):
Für YB war das 1:3 gegen Lausanne auch die zweite Niederlage in Folge im Wankdorf. Letztmals hatten die Berner im April 2017 zwei Heimspiele in der Super League nacheinander verloren. Die nächste Aufgabe des Teams von Gerardo Seoane wartet am Donnerstag mit dem Heimspiel in der Europa League gegen Lyon, bevor es in der Meisterschaft am Sonntag beim Leader Thun weitergeht.
Young Boys - Lausanne-Sport 1:3 (1:2)
24'044 Zuschauer. SR Fähndrich.
Tore: 13. Butler-Oyedeji 0:1. 36. Bedia (Fassnacht) 1:1. 45. Diakite (Penalty) 1:2. 88. Janneh (NDiaye) 1:3.
Young Boys: Keller; Andrews, Wüthrich, Benito, Mambwa; Gigovic (46. Fernandes), Lauper; Fassnacht (67. Córdova), Sanches (78. Males), Monteiro (67. Virginius); Bedia (78. Pech).
Lausanne-Sport: Letica; Soppy, Mouanga, Sow (46. Okoh), Fofana; Custodio; Mollet (94. Bah Mendes), Diakite (77. NDiaye), Beloko; Butler-Oyedeji (70. Ajdini), Traore (70. Janneh).
Bemerkungen: 45. Rote Karte gegen Mambwa (grobes Foul).
Verwarnungen: 27. Mollet, 43. Sow, 45. Benito.
Luzern – Lugano 2:5
Lugano setzt seinen erfolgreichen Lauf auch im neuen Jahr fort. Die Tessiner deklassieren Luzern auswärts mit 5:2.
Die grosse Figur beim FC Lugano war Uran Bislimi. Der zweifache Schweizer Nationalspieler sorgte in den letzten paar Minuten vor der Pause mit zwei sehenswerten Schüssen für die Wende zum 2:1 und machte kurz vor Ablauf der ersten Stunde den Hattrick mit dem 4:1 perfekt. Die anderen zwei Tessiner Tore schoss der Deutsche Kevin Behrens, der nun bei acht Saisontreffern angelangt ist.
Lugano bewies, dass der spektakuläre Aussetzer von Behrens mit der Attacke gegen den Sturmkollegen Georgios Koutsias im letzten Testspiel vor der Rückrunde keine folgenreichen Spuren hinterlassen hat – oder zumindest noch keine. Koutsias stand in Luzern nicht im Kader und wurde nicht vermisst, weil seine Teamkollegen nach einem mässigen Start in die Partie zwei Gänge hochschalteten. Innerhalb von fünf Minuten vor der Pause machten sie aus dem 0:1 ein entscheidendes 3:1.
Mario Frick musste in seinem 150. Super-League-Spiel als Trainer von Luzern mitansehen, wie innerhalb kürzester Zeit 40 gute Minuten seiner Mannschaft mit einer verdienten Führung durch Matteo Di Giusto (25.) jeglichen Wert verloren. Immerhin brachen die Luzerner nach dem 5:1 (61.) nicht komplett ein, sondern betrieben noch Resultatkosmetik durch einen Treffer von Bung Freimann.
Punkte gab es dafür aber keine und diese fehlen den Innerschweizern vor allem vor eigenem Publikum mit nur einem Sieg nach zehn Heimspielen. Lugano hingegen rückt vorerst bis auf vier Punkte an Leader Thun heran.
Luzern - Lugano 2:5 (1:3)
SR Schnyder.
Tore: 25. Di Giusto (Owusu) 1:0. 41. Bislimi (Daniel Dos Santos) 1:1. 45. Bislimi (Daniel Dos Santos) 1:2. 45. Behrens (Daniel Dos Santos) 1:3. 59. Bislimi (Grgic) 1:4. 61. Behrens (Martim Marques) 1:5. 71. Freimann 2:5.
Luzern: Loretz; Ottiger (46. Winkler), Freimann, Bajrami, Fernandes (46. Ciganiks); Owusu; Dorn, Di Giusto, Spadanuda (60. Lucas Ferreira); Villiger (77. Vasovic), von Moos (71. Grbic).
Lugano: Saipi; Zanotti, Papadopoulos, Delcroix; Cimignani (77. Kelvin), Grgic, Bislimi (85. Mahou), Martim Marques (77. Alioski); Steffen (85. Kendouci), Behrens, Daniel Dos Santos (52. Mahmoud).
Verwarnungen: 47. Daniel Dos Santos, 65. Papadopoulos. (nih/sda)
