2. Stefan Babinsky (AUT) +0,35
3. Franjo von Allmen (SUI) +0,37
4. Marco Odermatt (SUI) +0,53
7. Stefan Rogentin (SUI) +0,91
12. Vincent Kriechmayr (AUT) +1,28
19. Alexis Monney (SUI) +2,30
22. Loïc Meillard (SUI) +2,61
28. Justin Murisier (SUI) +2,85
30. Marco Kohler (SUI) +3,05
31. Alessio Miggiano (SUI) +3,25
Italiener überragt am Lauberhorn alle – von Allmen im Super-G auf dem Podest, Odermatt 4.
Franzoni, der sein Potenzial in den letzten Tagen und Wochen mehrfach angedeutet hatte, legte mit Startnummer 1 eine Zeit auf den Hochgeschwindigkeitskurs, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbiss. Der Österreicher Stefan Babinsky büsste als Zweiter bei anfangs prächtigen Bedingungen 35 Hundertstel ein, Lokalmatador Von Allmen 37, Odermatt mehr als eine halbe Sekunde. Mit fortschreitender Renndauer wurde die Sicht etwas diffuser.
Von Allmen, vor dem Jahreswechsel Dritter in Livigno, verpasste im Canadian Corner beinahe ein Tor, kam aber noch einmal nahe an Franzoni heran. Erst das Ziel-S sorgte für den Unterschied. Odermatt handelte sich die halbe Sekunde Rückstand im Brüggli-S ein, wo er entscheidend Tempo und Zeit einbüsste. Drei Ränge hinter ihm klassierte sich Stefan Rogentin.
Das sagt Franjo von Allmen:
Von Allmen zu ungestüm, Odermatt zu spät dran
Während sich der Vorjahressieger Von Allmen im SRF-Interview ärgerte («Man sollte langsam wissen, dass man dort Geduld haben muss.»), zeigte sich Odermatt mit seinem 29. Top-10-Ergebnis in Folge im Super-G trotz verpasstem Podest zufrieden. «Oft gewinne ich im Brüggli-S Zeit - nicht einfach so, sondern weil ich dort immer etwas riskiere. Heute wartete ich etwas zu lange. Ohne Fehler könnte ich ganz vorne stehen, mit einem kleineren wäre es ein Podestplatz. Alles im Lot», meinte er.
Das sagt Marco Odermatt:
Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit dem 4. Platz. Es war ein solides Rennen, ohne Fehler kann ich ganz vorne dabei sein, mit einem kleineren Fehler bin ich auf dem Podest, also ist alles im Lot.»
Franzoni ist der erste italienische Super-G-Sieger in Wengen. Der letzte Sieg eines südlichen Nachbarn an den Lauberhornrennen datiert von 2013, als Christof Innerhofer in der Abfahrt triumphiert hatte. «Es ist verrückt, mir fehlen die Worte. Ich hatte heute viel Druck, versuchte es aber zu geniessen», sagte Franzoni.
So überwältigt Franzoni war, sein erster Weltcupsieg überraschte nur ansatzweise. Im Dezember war er als Dritter im Super-G von Gröden zum ersten Mal auf das Podest gestiegen. In den beiden Abfahrtstrainings stellte er am Mittwoch und Donnerstag jeweils mit mehr als einer Sekunde Vorsprung die klare Bestzeit auf. 2021 war er Junioren-Weltmeister im Super-G, ein Jahr später Junioren-Weltmeister in der Abfahrt und in der Kombination.
Das sagt Sieger Franzoni:
Franzoni drei Jahre nach dem Sturz
Wegen eines Sturzes in Wengen wurde sein Aufstieg vor drei Jahren vorübergehend gestoppt. Beim Aufschlag in den Fangnetzen des Canadian Corner zog er sich Anfang 2023 eine komplexe Sehnenverletzung am rechten Oberschenkel zu und fiel länger aus. Sein bestes Weltcup-Resultat vor dieser Saison war Rang 4 Ende 2024 in Beaver Creek.
Am Samstag steht in Wengen die Abfahrt auf dem Programm. 2025 sorgten Odermatt und Von Allmen in dieser für einen Schweizer Doppelsieg. Der Start ist auf 12.30 Uhr angesetzt. (nih/sda)
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