Sport
NFL

Los Angeles Rams dominieren in NFL weiter – und Rivers wird zum TD-Opa

December 14, 2025, Inglewood, California, USA: 12 Puka Nacua, WR of the Los Angeles Rams reacts after scoring a touchdown during their regular NFL, American Football Herren, USA season game against th ...
Eine der treibenden Kräfte beim Höhenflug der Rams: Wide Receiver Puka Nacua.Bild: www.imago-images.de

Wer soll dieses Team stoppen? NFL-Favorit dominiert weiter – und ein Opa ist zurück

Offensiv wie defensiv sind die Los Angeles Rams eines der besten Teams der NFL – was auch mit einem ungewöhnlichen Kniff von Trainer Sean McVay zusammenhängt. Das beschäftigte in Week 15 der American-Football-Liga.
15.12.2025, 15:3915.12.2025, 16:37

Hier geht's zu allen Resultaten aus Woche 15 der NFL.

Rams mit nächstem Statement

Die Los Angeles Rams sind derzeit nicht aufzuhalten. Abgesehen von der überraschenden 28:31-Niederlage in Carolina Ende November gewann das Team von Trainergenie Sean McVay acht der letzten neun Partien. Die Rams schlugen unter anderem die Titelanwärter San Francisco sowie Seattle und überzeugten nun auch gegen die Detroit Lions. Trotz eines zwischenzeitlichen 14:24-Rückstands gewannen die Rams am Ende 41:34.

Während die Defensive gegen die starke Lions-Offense für einmal zumindest zeitweise schwächelte, brillierte Quarterback Matt Stafford nach einer Interception zum Start einmal mehr mit seinen Würfen. Der 37-jährige Favorit auf die Auszeichnung als MVP der NFL warf Pässe über 368 Yards und erzielte damit 2 Touchdowns. Neben Stafford und seinen Passempfängern – allen voran Puka Nacua (189 Yards) und Colby Parkinson (75 Yards, 2 Touchdowns) – überzeugten auch die Runningbacks Kyren Williams (88 Yards, 2 Touchdowns) und Blake Corum (71 Yards, 1 Touchdown).

Dass die Rams im Angriff so ausgeglichen und sowohl am Boden als auch durch die Luft enorm gefährlich sind, macht sie für die gegnerischen Defensiven sehr schwer auszurechnen. Sich entweder darauf zu konzentrieren, den Lauf oder den Pass zu stoppen, ist deshalb nicht zielführend. Dass die Offensive in vielen Statistiken an der Spitze der NFL steht, liegt auch an einem besonderen Kniff von Trainer McVay.

Die Rams spielen nämlich ungewöhnlich häufig mit drei Tight Ends gleichzeitig auf dem Feld. Diese sind erstens grösser und kräftiger als viele Passverteidiger und können sowohl als Receiver als auch als zusätzliche Blocker eingesetzt werden, um den Quarterback zu schützen oder dem Runningback den Weg freizuräumen. «Es hat uns geholfen, eine Identität zu finden», so McVay, der die Flexibilität auch als grosse Stärke sieht.

Nach der Pause fand gegen Detroit dann auch die Defense zu ihrer gewohnten Stärke. Bis kurz vor Schluss, als der Sieg schon so gut wie gesichert war, liessen sie in der zweiten Halbzeit keinen Touchdown mehr zu.

Nach dem 11. Sieg im 14. Spiel stellt sich fast die Frage, wer diese Los Angeles Rams aufhalten soll. Das Team aus Kalifornien ist der klare Favorit auf das Erreichen des Super Bowls – und auch auf dessen Gewinn.

Am Sonntag kamen beim beeindruckenden Sieg gegen Detroit aber auch einige Sorgen hinzu. Neben der schwachen ersten Halbzeit der Verteidigung waren dies vor allem die Verletzungen des Receiver-Duos Nacua und Davante Adams. Ersterer kehrte noch während der Partie zurück. Adams, der die NFL mit 14 gefangenen Touchdowns anführt, könnte aufgrund seiner Oberschenkelverletzung jedoch eine Pause benötigen. Gerade, weil die nächste Partie gegen Mitfavorit Seattle bereits am Donnerstag ansteht.

Die Highlights des Spektakelspiels in Los Angeles.Video: YouTube/NFL

Rivers wird zum Touchdown-Opa

Es war die Geschichte der letzten Woche: Philip Rivers gibt fast fünf Jahre nach seinem Rücktritt ein Comeback. Der 44-Jährige, der bereits ein Enkelkind hat, kehrte zu den Indianapolis Colts zurück und wurde gleich am Sonntag gegen die Seattle Seahawks eingesetzt. Rivers wirkte wenig überraschend noch etwas eingerostet, machte den Umständen entsprechend aber eine solide Partie gegen die beste Defense der NFL. Dabei warf er gar seinen ersten Touchdown-Pass seit Januar 2021. Damit wurde er nach Brett Favre wohl zum erst zweiten Grossvater, der einen Touchdown-Pass in der NFL warf.

Weil der Colts-Offense in der Folge aber nur noch wenig gelang, unterlag Indianapolis in Seattle doch 16:18. Zum Mann des Spiels wurde für die Seahawks Kicker Jason Myers, der mit sechs Field Goals alle Punkte seines Teams erzielte. Trotz der für einmal weniger explosiven Offensive um Quarterback Sam Darnold ist das Team von Trainer Mike McDonald einer der grössten Konkurrenten der Rams in der NFC. Das Duell am Donnerstag verspricht also grosse Spannung – gerade auch im Kampf um Platz eins und das damit verbundene Freilos in der ersten Playoff-Runde.

Auch die San Francisco 49ers (37:24 gegen Tennessee) und die Chicago Bears (31:3 gegen Cleveland), die beide ihren zehnten Sieg holten, könnten noch ein Wörtchen mitreden. Spätestens in den Playoffs sollte auch mit Titelverteidiger Philadelphia zu rechnen sein. Die Eagles haben nach dem überzeugenden 31:0 gegen Las Vegas 9 ihrer 14 Spiele gewonnen.

Comeback-König Allen

Schon im Voraus war klar, dass die Partie zwischen den New England Patriots und den Buffalo Bills wegweisend sein würde. Im Kampf um den Division-Titel in der AFC East hätten die Patriots für die Vorentscheidung sorgen können, in den US-Medien wurde schon über eine allfällige Wachablösung zwischen Bills-Quarterback Josh Allen und seinem Gegenüber Drake Maye spekuliert. Und tatsächlich sah es zu Beginn danach aus: Die Patriots führten nach einigen Minuten im zweiten Viertel dank zwei erlaufenen Touchdowns von Drake Maye und einem von Runningback TreVeyon Henderson 21:0.

Doch nicht zum ersten Mal drehte Josh Allen mit dem Rücken zur Wand auf. Nach der Pause führte der 29-Jährige Buffalo zu vier Touchdowns in Serie und sorgte so für die 35:31-Führung. Drei Touchdown-Pässe warf Allen, der ohne Interception blieb; Runningback James Cook fing einen davon und steuerte zwei weitere Touchdowns bei. Da nützte den Patriots auch ein weiterer langer Touchdown-Lauf von Henderson nichts.

Dank des 35:31-Erfolgs verkürzte Buffalo den Rückstand auf Konkurrent New England auf einen Sieg. Es war die grösste Aufholjagd der Bills in dieser Saison, aber nicht die erste. Zum Auftakt gegen Baltimore holten Allen und Co. einen 15-Punkte-Rückstand innert 4 Minuten auf, in der letzten Woche drehten sie einen 10-Punkte-Rückstand gegen Cincinnati im Schlussviertel.

Ja, ihr seid raus!

Während die Bills wie die Patriots auf Playoff-Kurs sind, werden die Kansas City Chiefs die entscheidende Phase der Saison erstmals seit 2015 verpassen. Quarterback Patrick Mahomes, der sich bei der 13:16-Niederlage zu allem Übel auch noch das Kreuzband riss, wird gar zum ersten Mal in seiner Karriere die Playoffs verpassen. Nicht bewusst war dies aber Verteidiger Chris Jones, der nach dem Spiel sagte: «Wir haben noch immer eine Chance.» Auf die Reaktion der anwesenden Journalistinnen und Journalisten fragte er: «Sind wir ausgeschieden? Ja? Okay …»

Die weiteren Highlights

Dass die Chiefs mit 6 Siegen aus 14 Spielen keine Chancen mehr auf die Playoffs haben, liegt auch an den Siegen der Konkurrenz. Unter anderem holten sich die Jacksonville Jaguars gegen die New York Jets den fünften Sieg in Serie. Cornerback Montaric Brown sorgte beim 48:20-Sieg mit seiner Interception für Aufsehen:

An der Spitze der AFC stehen aber die Denver Broncos, die bereits den zwölften Sieg holten. Der 34:26-Erfolg gegen die Green Bay Packers war ein echtes Statement – gerade, weil Quarterback Bo Nix mit vier Touchdown-Pässen gegen eine starke Defense brillierte:

Die Baltimore Ravens bleiben dank des 24:0-Siegs in Cincinnati ebenfalls im Playoff-Rennen. Linebacker Kyle Van Noy erwies sich dabei als schlauer Teamkollege, als er den Ball nach einer Interception an den schnelleren Alohi Gilman weiterreichte, der in der Folge einen Touchdown erzielte:

Juwan Johnson bewies beim 20:17-Sieg seiner New Orleans Saints gegen Carolina besondere Konzentrationsfähigkeit:

Aufseiten der Panthers glänzten Quarterback Bryce Young und Receiver Jalen Coker zwar mit ihrem Zusammenspiel, doch reichte es nicht für einen Sieg:

Dies gilt auch für Tennessee-Receiver Van Jefferson, der in dieser Szene den Ball festhielt, mit den Titans in San Francisco aber 24:37 unterging:

Eine Überraschung gelang den Minnesota Vikings in Dallas. Rookie-Quarterback J. J. McCarthy gelangen beim 34:26-Sieg zwei Touchdown-Pässe, ausserdem lief er einmal selbst in die Endzone – und provozierte dabei mit einem kleinen Tänzchen:

Die Dallas Cowboys sorgten zwar mit einem angetäuschten Field-Goal-Versuch, bei dem Kicker Brandon Aubrey zu einem neuen First Down lief, für ein Highlight, doch dürfte dies kaum darüber hinwegtrösten, dass die Playoffs damit kaum noch erreichbar sind:

Hier gibt's noch mehr tolle Spielzüge vom Sonntag:

Die Tabellen

Standings provided by Sofascore
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese NFL-Teams haben den Super Bowl gewonnen
1 / 22
Diese NFL-Teams haben den Super Bowl gewonnen
6 Titel: Pittsburgh Steelers – 1974, 1975, 1978, 1979, 2005 und 2008.
quelle: epa / tannen maury
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Lindsey Vonn gewinnt mit 41 Jahren den Weltcup – so reagieren die Kommentatoren international
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8
Lausanne verpflichtet kanadischen Stürmer +++ Zugs Herzog unterschreibt in Rappi
Die neue National-League-Saison läuft. Hier findest du alle Transfers der laufenden Spielzeit – und die schon bekannte Transfers für 2026/27.
Der HC Lausanne reagiert auf die Verletzungen von Antti Suomela und Dominik Kahun mit der Verpflichtung eines weiteren Ausländers. Der Kanadier Ryan Spooner unterschrieb einen Vertrag bis Ende Saison, wie die Waadtländer mitteilten.
Zur Story