Sport
Olympia 2026

Olympia 2026: Fähndrich/Kälin laufen im Teamsprint zu Silber

epa12753414 Silver medalists Nadja Kaelin of Switzerland and Nadine Faehndrich of Switzerland react during the victory ceremony of the Women's Team Sprint Free of the Cross-Country Skiing competi ...
Nadja Kälin und die brillante Nadine Fähndrich jubeln über Olympia-Silber.Bild: keystone

Silber für die Schweiz! Sensationelle Fähndrich sichert im Teamsprint Medaille

Mit einer fulminanten letzten Runde sicherte Nadine Fähndrich der Schweiz die erste Langlauf-Medaille an den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina. Gemeinsam mit Nadja Kälin gewann die 30-Jährige Silber hinter Schweden.
18.02.2026, 12:0818.02.2026, 13:32

Nadine Fähndrich und Nadja Kälin holen im Teamsprint im Langlauf Silber für die Schweiz! Nach den 9 km in der Skating-Technik, bei der beide Fahrerinnen je drei Runden absolvierten, waren nur die Schwedinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist schneller.

Mit einer grandiosen Aufholjagd arbeitete sich Fähndrich im Val di Fiemme in der letzten Runde vom fünften auf den zweiten Platz vor. Auch Kälin zeigte eine gute Leistung und hielt das Schweizer Duo stets im Kampf um die Medaillen. Bis zum letzten Wechsel blieben Fähndrich und Kälin in Lauerstellung, Letztere übergab beim letzten Wechsel dann mit nur wenigen Zehntelsekunden Rückstand auf die Drittplatzierten Amerikanerinnen.

Fähndrich setzte sich aber sofort von der US-Amerikanerin Julia Kern, die ein Duo mit Jessie Diggins bildete, ab und holte auch die Finnin Jasmin Kahara schnell ein. Diese wurde bis zum Ende bis auf Platz 9 durchgereicht. Die 30-jährige Fähndrich kam auch der schwedischen Schlussläuferin Maja Dahlqvist in grossen Schritten näher – am Ende konnte sie die Partnerin von Jonna Sundling aber nicht mehr einholen. 1,5 Sekunden fehlten der Schweiz zu Gold. Bronze ging an das deutsche Duo Laura Gimmler und Coletta Rydzek.

«Es ist unglaublich, dass wir das erleben und die Silbermedaillen mitnehmen dürfen», sagte Nadine Fähndrich danach beim SRF. Nadja Kälin schwärmte: «Ich wusste, ich muss einfach so lange dranbleiben wie möglich, weil Nadine eine super Schlussrunde hat. Es war wirklich wunderbar, im Ziel auf sie zu warten.»

Nadine Faehndrich, of Switzerland, crosses the finish line to win the silver medal in the cross-country skiing women's team sprint free at the 2026 Winter Olympics, in Tesero, Italy, Wednesday, F ...
In ihrem letzten Olympia-Rennen läuft Nadine Fähndrich im Duo mit Nadja Kälin als Zweite ins Ziel.Bild: keystone

Besonders für Fähndrich war es nach der bitteren Enttäuschung im Einzelsprint mit dem Aus in den Viertelfinals eine grosse Genugtuung. Noch dazu in ihrem letzten Rennen bei Olympischen Spielen. «Es waren zuletzt keine einfachen Tage für mich», sagte sie nach dem grossen Erfolg, «deshalb ist es umso schöner, dass es im letzten Olympia-Rennen mit der Medaille geklappt hat.»

Für Fähndrich ist es die dritte Teamsprint-Medaille an einem Grossanlass: 2021 holte sie WM-Silber mit Laurien van der Graaff, 2025 dann WM-Bronze mit Anja Weber. Nun sicherte sie den Schweizer Langlauf-Frauen erst die zweite olympische Medaille nach Staffel-Bronze in Salt Lake City vor 24 Jahren.

Unruhe vor dem Wettbewerb

Vor dem Wettbewerb am heutigen Mittwoch gab es Unruhe, weil Kälin anstelle von Anja Weber für den Teamsprint nominiert wurde. Weber hatte im Vorjahr gemeinsam mit Fähndrich WM-Bronze gewonnen. Dass die 24-Jährige nun durch ihre gleichaltrige Teamkollegin ersetzt wurde, sorgte bei ihr für Unverständnis. «Überzeugende und transparente Argumente wurden mir nicht genannt», schrieb Weber auf Instagram und führte aus: «Die Art und Weise, wie der gesamte Prozess abgewickelt wurde, war weder fair noch akzeptabel.»

Weber hatte extra für den Teamsprint auf das Rennen über 10 Kilometer verzichtet. «Ich habe immer das Team an erste Stelle gesetzt, auch wenn das bedeutete, dass ich mich aus einem Einzelrennen zurückziehen musste, obwohl ich während der gesamten Saison die stärkste Schweizer Athletin war», lamentierte sie. Nach dem Ergebnis des Teamsprints und der Leistung von Kälin dürften sich die Verantwortlichen bestätigt fühlen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Olympischen Spiele Mailand-Cortina 2026
1 / 87
Die besten Bilder der Olympischen Spiele Mailand-Cortina 2026

Auch die Aerials-Athleten fliegen wieder durch die Lüfte. Auf diesem Bild sieht man die Schweizerin Lina Kozomara.

quelle: keystone / anna szilagyi
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kubakrise: Deshalb versinkt Havanna gerade im Müll
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
22 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Lohner
18.02.2026 12:24registriert August 2025
Solche, nicht unbedingt erwartete Medaillen, sind immer schön. Gratulation an die Beiden. 👍👏
571
Melden
Zum Kommentar
avatar
tschutsch
18.02.2026 12:15registriert November 2024
Das war absolute Extraklasse!

Schaue an olympischen Spielen gerne mal in Sportarten rein, die ich sonst so gar nicht verfolge - umso cooler, wenn man dann so positiv überrascht wird!!

Herzliche Gratulation!!!
451
Melden
Zum Kommentar
avatar
zaphod67
18.02.2026 12:21registriert Mai 2018
Eigentlich haben "wir" Gold und Silber, denn Schweden und die Schweiz sind ja bekanntlich dasselbe.
426
Melden
Zum Kommentar
22
Grosser Schweizer Tag dank Ski und Hockey? Das wird bei Olympia heute wichtig
Noch ein letztes Mal geht es heute im Ski alpin um die Medaillen. Um 10 Uhr und um 13.30 Uhr steht in Cortina für die Frauen der Slalom auf dem Programm. Die Schweiz hat in Form von Camille Rast und Wendy Holdener gute Chancen, nach dem Triumph von Loïc Meillard auch bei den Frauen eine Slalommedaille zu gewinnen. Topfavoritin ist natürlich Mikaela Shiffrin, die bisher an den diesjährigen Olympischen Spielen aber eher enttäuscht hat.
Zur Story