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Zug-Pech: Walliser kurz vor grossem Olympia-Moment gestrandet
Der 28-jährige Maximilien Drion stammt aus Belgien und besitzt seit 2016 die Schweizer Staatsbürgerschaft. Trotzdem vertritt der Walliser sportlich gesehen sein ursprüngliches Heimatland, und das in seinen beiden Lieblingsdisziplinen: Skibergsteigen (bei Olympia Ski Mountaineering, kurz Skimo) im Winter und Berglauf im Sommer.
Übersetzung
Dieser Text wurde von unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie geschrieben, wir haben ihn für euch übersetzt.
In Mailand-Cortina wird Drion vor dem 19. Februar nicht am Skibergsteigen teilnehmen. Dennoch wollte er unbedingt an der Eröffnungsfeier am Freitagabend im San Siro teilnehmen, zumal ihm eine grosse Ehre zuteilwurde: Er sollte die Flagge seiner Delegation tragen. Doch seine Reise von Sierre in die lombardische Stadt glich einem schlechten Belgierwitz – ein im Französischen populäres Witz-Genre – und machte seine Pläne zunichte.
In den sozialen Medien gab Maximilien Drion am späten Freitagnachmittag bekannt, dass eine seiner Zugverbindungen gestrichen worden war, und legte einen Screenshot in den Farben der SBB als Beweis vor. Sichtlich verärgert entschuldigte er sich für seine Abwesenheit.
«Maximilien sollte heute Nachmittag mit dem Zug aus der Schweiz ankommen. Er wollte als Fahnenträger zur Eröffnungsfeier reisen und morgen in die Schweiz zurückkehren. Aufgrund von Problemen mit den Zugverbindungen wird er jedoch trotz der Prüfung verschiedener Alternativen nicht rechtzeitig zur Eröffnungsfeier eintreffen können», teilte das Belgische Olympische und Interföderale Komitee (COIB) mit.
Der Skifahrer aus Vercorin ist nach diesem Missgeschick nach Hause zurückgekehrt und wird seine Vorbereitung in den nächsten Tagen im Wallis fortsetzen, bevor er sich am 17. Februar nach Bormio begibt, wo die Skibergsteiger-Wettkämpfe ausgetragen werden.
«Da es nicht möglich ist, einen Fahnenträger zu ersetzen, wird Hanne Desmet (Shorttrack) heute Abend die einzige Fahnenträgerin des belgischen Teams sein», erklärte Team Belgium in seiner Pressemitteilung.
