Über eine Woche nach der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele im Mailänder San Siro erzählt die in der italienischen Metropole lebende Russin Anastasia Kutscherowa gegenüber der Nachrichtenagentur AP, dass sie das Schild der Ukraine getragen hat. Eingepackt in die silberne Jacke und mit der Skibrille im Gesicht, war sie nicht erkennbar, die ukrainischen Athletinnen und Athleten hätten sie im Gespräch aber sofort als Russin erkannt.
«Wenn man Seite an Seite mit diesen Menschen geht, dann erkennt man, dass sie jedes Recht haben, Hass gegenüber jedem Russen zu fühlen», sagte Kutscherowa. Es sei ihr wichtig gewesen zu zeigen, dass nicht alle den Krieg unterstützen würden. Die Architektin hatte sich als Freiwillige für die Winterspiele gemeldet und sich auch dafür angeboten, das Schild der Ukraine zu tragen. Als die ukrainische Delegation mit einem grossen Applaus bedacht wurde, habe sie hinter ihrer Brille einige Tränen vergossen.
Nun fürchtet sie zwar, dass ihr Auftritt und ihre Aussagen Folgen für ihre Bekannten in Russland haben könnte, doch: «Wenn ich in einem demokratischen Land lebe und alle Freiheiten geniesse und dann Angst habe, dann heisst das, dass das Regime gewonnen hat.»

«Wenn man Seite an Seite mit diesen Menschen geht, dann erkennt man, dass sie jedes Recht haben, Hass gegenüber jedem Russen zu fühlen», sagte Kutscherowa. Es sei ihr wichtig gewesen zu zeigen, dass nicht alle den Krieg unterstützen würden. Die Architektin hatte sich als Freiwillige für die Winterspiele gemeldet und sich auch dafür angeboten, das Schild der Ukraine zu tragen. Als die ukrainische Delegation mit einem grossen Applaus bedacht wurde, habe sie hinter ihrer Brille einige Tränen vergossen.
Nun fürchtet sie zwar, dass ihr Auftritt und ihre Aussagen Folgen für ihre Bekannten in Russland haben könnte, doch: «Wenn ich in einem demokratischen Land lebe und alle Freiheiten geniesse und dann Angst habe, dann heisst das, dass das Regime gewonnen hat.»

