«Alle hassen dich»: So kommt Granit Xhaka bei Gegenspielern an
Sunderland trifft am heutigen Samstag auswärts auf Arsenal (16 Uhr). Für Granit Xhaka wäre es eine emotionale Rückkehr an alte Wirkungsstätte gewesen, wo er gute aber auch die schwierigsten Zeiten seiner Karriere erlebte. Wegen einer Verletzung kann der Captain aber nicht dabei sein – vielleicht auch zur Erleichterung einiger seiner alten Kollegen.
Denn Xhaka ist sicher kein angenehmer Gegenspieler. «Ich weiss dass viele Klubs oder Spieler mich auf dem Feld nicht mögen», erklärte der 33-Jährige im Interview der BBC. Dies bestätigte ihm auch Lutsharel Geertruida, sein neuer Teamkollege bei Sunderland. Gegen den 25-jährigen Niederländer spielte Xhaka bereits mit Leverkusen. Geertruida trug damals noch das Trikot von Leipzig, bei dem der Leihspieler noch immer unter Vertrag steht.
«Ich habe ihn gefragt, wie es war, gegen mich zu spielen», erzählt Xhaka, «und er hat geantwortet: ‹Alle hassen dich!›» Der Schweizer Nati-Captain schien davon überrascht. Nach den Gründen gefragt, erklärte Geertruida: «Du provozierst und redest viel.»
Xhaka tue dies aber mit einer klaren Intention: «Ich will einfach gewinnen. Ich bin nicht hier, um Freunde zu machen, sondern um zu gewinnen.» Weil er von sich selbst viel fordere, tue er dies auch von anderen. «Manchmal kommt das bei gewissen Personen falsch an», glaubt Xhaka und fügt an: «Nach den Spielen bin ich der umgänglichste Typ, den du treffen kannst.»
Geertruida war aber nicht der einzige, der in Xhakas Augen ein falsches Bild von ihm hatte. So hätten ihm weitere Teamkollegen erzählt, dass sie eigentlich einen «sehr ernsten Typen, der nie Spässe macht oder lacht» erwartet. Xhaka fragte: «Wirke ich nach aussen so? Denn eigentlich bin ich überhaupt nicht so ein Typ!»
Vielmehr sei er gerne unter Leuten und ein sehr offener Mensch. Alleine sein möge er hingegen gar nicht. «Ich hasse es», so Xhaka, «deshalb schlafe ich nicht im Schlafzimmer, wenn meine Familie nicht zu Hause ist. Weil ich mich dann alleine fühle. Also schlafe ich im Wohnzimmer.»
Auch bei Sunderland lernten sie Xhaka längst von einer anderen Seite kennen. Im Team ist der Captain ebenso beliebt wie bei den Fans. Mitspieler Dan Ballard schwärmte im Dezember: «Er hat alle beflügelt.» Xhaka sei ein «fantastischer Typ». Doch der Basler weiss selbst: «Auf dem Feld bin ich vielleicht etwas anders.» (nih)
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