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Patrick Fischer, head coach of Switzerland, during the men ice hockey play-off qualification match between Switzerland and Germany in the Kwandong Hockey Center in Gangneung during the XXIII Winter Olympics 2018 in Pyeongchang, South Korea, on Thuesday, February 20, 2018. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Patrick Fischer braucht Unterstützung, aber wer soll ihm helfen? Bild: KEYSTONE

Ringmeister Zaugg

«Save Patrick Fischer» – interessante Vorschläge aus höchsten Hockey-Kreisen

Platz 10 statt eine Medaille – nach dem kläglichen Scheitern der Schweizer Nationalmannschaft werden auf höchster internationaler Hockey-Ebene Lösungen rund um Nationaltrainer Patrick Fischer diskutiert.



Sein Name ist mir soeben entfallen. Aber er kennt unser Hockey seit Jahrzehnten aus eigener Erfahrung und sein Wort ist im Welteishockey Gospel («Evangelium»).

Das Scheitern der Schweizer hier in Südkorea beschäftigt ihn – und nach der watson-Lektüre über «Lösung Schläpfer» hat er zum Telefon gegriffen und einen originellen Lösungsvorschlag gemacht. Aber er möchte anonym bleiben. Weil es sonst ein Theater gebe. Er wisse, wie sensibel Florian Kohler und Co. auf solche Einmischungen reagieren.

Swiss Hockey Nationaltrainer Patrick Fischer beantwortet Fragen der Journalisten bei einem Medientermin am Donnerstag, 20. April 2017, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Was Patrick Fischer wohl zu all dem sagen würde? Bild: KEYSTONE

Seine Idee ist aber so interessant, dass es eine Sünde wäre, sie dem Publikum vorzuenthalten. Deshalb hier die Verbreitung unter Wahrung der Anonymität.

Unbestritten ist offensichtlich, dass Nationaltrainer Patrick Fischer Unterstützung braucht. Der freundliche Kommunikator geniesst internationale Sympathien. Er ist gern gesehen, niemand wünscht seine Entlassung und deshalb macht man sich da und dort Gedanken, wie ihm geholfen werden könnte.

Und aus diesen Kreisen kommt dieser Vorschlag meines anonymen Hockeykenners mit globalem Einfluss: «Warum nicht Patrick Fischer das Nationalmannschaftsprogramm während der Saison überlassen. Er ist für die Aufgebote verantwortlich. Aber für die WM kommt Arno Del Curto als Coach und Patrick Fischer ist dann noch sein Assistent. Die beiden kommen sehr gut miteinander aus. Ich glaube, das könnte funktionieren.»

Grosse Unterhaltung garantiert

Wahrlich, ein interessanter Vorschlag. Das ist mehr als einfach ein Gefasel. Patrick Fischer spielte einst in Davos unter Arno Del Curto und war zwischen 1999 und 2003 sogar HCD-Captain. Beide sind zudem Pokerspieler, die sich bereits mehrfach bei internationalen Profi-Pokerturnieren bravourös bewährt haben. Ein Profi-Poker-Duo bei WM- und Olympia-Turnieren an der nationalen Bande? Rock'n'Roll wäre garantiert. Und könnte man Arno Del Curto dazu bringen, an der Bande Anzug und Krawatte zu tragen?

Der politische Widerstand der Liga, das Geschrei der Klubgeneräle gegen eine solche Poker-Lösung wäre gewiss gross. Aber der Unterhaltungswert noch grösser.

Team Suisse head coach Patrick Fischer, left, and Davos' head coach Arno del Curto after the game between Team Suisse and HC Davos at the 91th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Saturday, December 30, 2017. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Ein Hemd trägt Arno del Curto schon, fehlt nur noch die Krawatte ... Bild: SPENGLER CUP

Der Verband («Swiss Ice Hockey») sollte eigentlich einen Ideen-Wettbewerb unter dem Titel «Save Patrick Fischer» lancieren. Wer den besten Vorschlag bringt, wie unserem Nationaltrainer geholfen werden kann, darf während einem Vorbereitungs-Länderspiel als Gast an der Bande stehen und gratis zur WM reisen. Mit Logis im Fünfstern-Hotel und Matchbesuch in der VIP-Loge.

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22 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
N. Y. P. D.
21.02.2018 15:42registriert October 2015
Fischer wählt also die Spieler aus, denen dann Arno del Curto an den Turnieren als Cheftrainer vorsteht ?
Und Fischer kommt sich dann bestimmt nicht als Hampelmann vor, wenn er neben Del Curto als Schreibblockhalter steht ?
Schlechter Vorschlag von Kent Ruhnke.
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WhoRanZone
21.02.2018 15:55registriert April 2017
Ich würde ihm an der WM die letzte Chance geben... wenn dort nix läuft.. Adé...
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Herren
21.02.2018 16:45registriert March 2016
Zaugg beruft sich auf einen Kenner, den es nicht gibt, um den nächsten abstrusen Vorschlag zu machen.
Wir benötigen:
1. Einen oder mehrere Wechsel im Verband. Die Strategie Swissness ist klar gescheitert.
2. Ein Coach (resp. Coachingteam) mit internationalem Renommé. Jemanden wie Kari Jalonen und sein Team.
3. Eine Abmachung: Über Medaillen spricht man erst wieder, wenn sie um den Hals hängt.
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