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Ski: VIncent Kriechmayr am Lauberhorn mit Sondergenehmigung am Start

Austria's Vincent Kriechmayr speeds down the course during an alpine ski, men's World Cup super G, in Wengen, Switzerland, Thursday, Jan. 13, 2022. (AP Photo/Gabriele Facciotti)
Im Super-G am Donnerstag fuhr Vincent Kriechmayr auf Platz neun.Bild: keystone

Kriechmayr darf dank Sondergenehmigung am Lauberhorn starten – Schweiz legt Protest ein

14.01.2022, 07:5414.01.2022, 12:10

Der österreichische Doppelweltmeister Vincent Kriechmayr hat eine turbulente Woche hinter sich. Der 30-Jährige wurde in seiner Heimat positiv auf das Coronavirus getestet und konnte so nicht mit dem Rest des Teams nach Wengen reisen. Damit verpasste er die beiden Abfahrtstrainings und schaffte es erst auf den Super-G hin ins Berner Oberland.

Das Problem dabei: Das Reglement der FIS besagt, dass man ohne Start in mindestens einem Training bei einer Abfahrt nicht teilnehmen darf. Damit hätte Kriechmayr die beiden Lauberhornrennen am Freitag und Samstag (Startzeit jeweils um 12:30 Uhr) verpasst.

Am Donnerstagabend kam dann die überraschende Nachricht: Kriechmayr darf trotzdem bei den Abfahrten teilnehmen. Möglich machen dies eine Sondergenehmigung des internationalen Skiverbands FIS. So wird der Österreicher gemäss Renndirektor Markus Waldner am Freitagmorgen zu einer Extra-Trainingseinheit starten dürfen und dieses dann umgehend abbrechen. Dies reiche, um beim Rennen teilnehmen zu dürfen.

«Wir wollen vermeiden, dass ein Fahrer nicht starten kann wegen diesem verdammten Covid», begründete Waldner diesen Entscheid. Dabei spiele es keine Rolle, dass Kriechmayr einer des Stars des Abfahrt-Weltcups ist. «Wir würden für jeden Fahrer so entscheiden, weil wir in sehr komplizierten Covid-Pandemie-Zeiten leben», so Waldner.

Bei Swiss-Ski stösst dieser Entscheid auf wenig Verständnis. Dies sei nicht in Ordnung, sagte Präsident Urs Lehmann: «Das ist Willkür und öffnet alle Türen für weitere Sonderwünsche», so der ehemalige Ski-Profi. Und auch Männerchef Tom Stauffer konnte die Sondergenehmigung nicht nachvollziehen, auch wenn er den Entscheid akzeptiere. «Es ist für die Zukunft gefährlich, wenn Reglemente einfach so verändert werden», erklärte Stauffer. Deshalb deponierte er, wie auch der Teamleiter Frankreichs, einen Protest.

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Tom Stauffer hat bei der FIS Protest deponiert.Bild: KEYSTONE

Kriechmayr ist in der Abfahrt amtierender Weltmeister und fuhr in dieser Saison in Lake Louise als Zweiter auch schon aufs Podest. In der Abfahrtswertung belegt der derzeit Platz sechs. (dab)

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