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Ski: Das sagt Beat Feuz bei seinem Abschied vom Lauberhorn in Wengen

epa10404613 Beat Feuz of Switzerland reacts in the finish area during the men's downhill race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Wengen, Switzerland, 14 January 2023. EPA/PETER KLAUNZER
Ein letztes Mal Lauberhorn für Beat Feuz: Der 35-Jährige verabschiedet sich bei den Fans in Wengen.Bild: keystone

«Der coolste Moment meiner Karriere» – so verabschiedet sich Beat Feuz vom Lauberhorn

14.01.2023, 14:5014.01.2023, 15:33
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Dreimal hat Beat Feuz hier gewonnen, achtmal ist er aufs Podest gefahren. Der Schweizer Abfahrtsspezialist wusste in Wengen fast immer zu überzeugen. So auch bei seinem Abschiedsrennen, wo er noch einmal einen starken fünften Platz ablieferte.

Im Ziel angekommen, wurde er von den Fans am Lauberhorn lautstark gefeiert – und konnte seine Freundin Katrin Triendl und die beiden gemeinsamen Töchter in den Arm schliessen. Ein sehr emotionaler Moment für den 35-jährigen Schangnauer, wie er später im SRF-Interview sagt.

«Das war der coolste Moment meiner ganzen Karriere.»

Vor allem für seine ältere Tochter sei die Woche sehr schön gewesen. «Sie blühte hier richtig auf. Es ist ja auch das erste Mal, dass sie es so richtig erlebt und dann ist sie nicht nur dabei, sondern mittendrin», sagte Feuz. «Dass sie hier zuvorderst vorne stehen und ich sie dabei haben kann, bedeutet mir von allem am meisten.»

Doch auch für den zweifachen Papa war es ein emotionaler Tag:

«Das Herz hat schon ‹geböpperlet›, aber ich habe es einfach genossen, bin ins Ziel gekommen und habe einfach gelacht. Es ist einfach cool. Deshalb wollte ich Wengen und Kitzbühel noch einmal als Skifahrer erleben. Es hätte fast nicht besser sein können.»

Und auch bei den Fans, vor allem seinem Fanklub bedankt sich Feuz herzlich:

«Ich habe die Fans schon beim Start gehört. Das sind Emotionen, die ich immer behalten werde.»
«Es freut mich, dass auch mein Fanklub einen solchen Abschied feiern konnte. Den haben sie glaube ich, vor fast 20 Jahren gegründet, der Präsident Daniel war da schon dabei. Er war auch bei vielen Rennen dabei, hat viel mitgemacht. Dass da gewisse Emotionen dabei sind, ist ja auch menschlich.»

Zum Abschluss blickte er noch einmal auf seine lange Karriere und vor allem die besondere Verbindung mit Wengen zurück:

«Ich habe hier viel erlebt, drei Siege, zwei Comebacks, so viele Podestplätze, und das vor dem Heimpublikum, wo man gefühlt die Hälfte kennt.
Bei meinem ersten Sieg 2012 hat mich ja noch fast niemand gekannt, da wurde ich schon ein wenig ins Feuer geschpssen. Alle waren für Didier Cuche da, wie sie heute für mich da sind. Und dann komme ich ins Ziel und gewinne das Rennen. Da hatte ich echt ein bisschen ein schlechtes Gefühl, weil Didier das unbedingt noch gewinnen wollte und danach habe ich zwei Tage nicht so gut geschlafen. Aber das war sicher auch ein bisschen der Startschuss für alles.»

(nih)

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Alle Weltcupsiege von Beat Feuz
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Die Premiere: Beat Feuz gewinnt am 11. März 2011 die Abfahrt in Kvitfjell.
quelle: ap / alessandro trovati
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Beat Feuz tritt zurück
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2 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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mstuedel
14.01.2023 16:49registriert Februar 2019
Ein erster "Zukunftstag" für die Tochter; schöner und stolzer kann ein Papa nicht von der Bühne abtreten. Gut gemacht, Beat Feuz!
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Zum Kommentar
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Nein, die Tschechen waren nicht besser …
Durch die Beurteilung des Final-Dramas zieht sich wie ein roter Faden die Aussage, die Tschechen seien besser gewesen. Das ist ärgerlich. Eine Polemik.

Der Zweck des Spiels ist der Sieg. Punkt. Wer also ein Spiel gewinnt, ist besser. Auch Punkt. Also sind die Tschechen besser. Sie haben gegen die Schweiz 2:0 gewonnen und sind Weltmeister geworden. Noch einmal Punkt.

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