Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Belinda Bencic of Switzerland reacts as he plays Slovakia's Magdalena Rybarikova during their second round match of the French Open tennis tournament at the Roland Garros stadium, Thursday, May 31, 2018 in Paris. (AP Photo/Michel Euler)

Die beiden Auftritte in Roland Garros verliefen nicht perfekt und dennoch besser, als Belinda Bencic dies erwartet hat. Bild: AP/AP

«Brauche viel Behandlung und Spielpraxis» – Bencic steht vor wegweisenden Wochen

Belinda Bencic gibt sich nach dem Zweitrundenaus beim French Open optimistisch. Der 21-Jährigen stehen aber wegweisende Wochen bevor. So sucht sie unter anderem auch einen neuen Trainer.

simon häring, paris



Niemand mischt sich ein. Niemand hilft ihr. «Ausser meinen Eltern vielleicht», sagt Belinda Bencic nach dem 2:6, 4:6 in der zweiten Runde der French Open gegen die Slowakin Magdalena Rybarikowa (28, WTA 18).

Belinda Bencic will es so. Und sie wirkt dabei nicht verloren. Mit 21 Jahren hat sie das Heft in ihrer Karriere und in ihrem Leben in die eigenen Hände genommen. Das ist auch mit schwierigen, zuweilen unpopulären Entscheidungen verbunden. Wie die Trennung von ihrem Trainer Iain Hughes. Mit dem Waliser hatte sie erst seit letztem Herbst und sehr erfolgreich zusammengearbeitet.

«Ich konnte viel von Iain lernen».

Belinda Bencic

«Er ist nicht mehr dabei», bestätigt Bencic am Donnerstag. Zu den Gründen wollte sie nicht ins Detail geben, sagt aber: «Wir hatten je länger, je mehr verschiedene Ansichten, und Tennis findet ja nicht nur auf dem Platz statt, es ist auch ein Lifestyle.» Für die gemeinsame Zeit zeigte sie sich dankbar, «ich konnte viel von Iain lernen».

Ex-Fussballer als Fitnesstrainer

Die Trainerfrage wolle sie möglichst in den nächsten Wochen klären, sagte Bencic. Doch sie wirkte nicht so, als sei sie in Eile. Das liegt sicher auch daran, dass sie mit Martin Hromkovic bereits einen Baustein für ihre Zukunft gefunden hat. Der 36-jährige Slowake spielte in den letzten Jahren in unteren Ligen in Österreich Fussball, war aber parallel als Fitnesstrainer an der Empire Tennis Akademie in Trnava, wo Bencic seit letztem August regelmässig trainiert, engagiert.

Als sich das mit seinem Engagement im Tennis nicht mehr vereinbaren liess, beendete er seine Karriere im Februar. Unverändert zum Team gehört Trainingspartner Oliver Nagy (22), auch er Slowake. Nagy weilte aber nicht in Paris. «Weil hier nur wenige Plätze zur Verfügung stehen, hätte es keinen Sinn gemacht», sagt Bencic.

«Ich habe nicht erwartet, in Paris eine Runde zu überstehen.»

Belinda Bencic

Bencic fühlt sich in diesem Konstrukt offenbar wohl. Es gibt ihr Stabilität im Umfeld, lässt ihr aber auch Freiheiten. Vor dem Turnier erklärte sie, dass ihr Abwechslung wichtig sei, darum habe sie auch keine Trainingsbasis mehr, sondern weile mal in Florida, mal in der Slowakei, mal in Dubai oder in der Schweiz.

Switzerland's Belinda Bencic, left, listens to the advice of team captain Heinz Gunthardt, right, during her single match against France' Alize Cornet, in the Fed Cup match between France and Switzerland, at the Coubertin stadium in Paris, Saturday Feb. 8, 2014.(AP Photo/Remy de la Mauviniere)

Heinz Günthardt ist auch ausserhalb des FedCups ein wichtiger Ansprechpartner für Belinda Bencic. Bild: AP/AP

Bei administrativen Fragen ist offenbar Vater Ivan federführend, im sportlichen Bereich hat Bencic in FedCup-Captain Heinz Günthardt einen kompetenten Ansprechpartner. Als die Ostschweizerin ein erstes Resümee zu den French Open 2018 zieht, sitzt er in einer der hinteren Reihen. Bencic sagt: «Wir haben bereits gesprochen.» Bencic sieht gute Ansätze, «positiv ist vor allem, dass ich spielen konnte. Auf dem kann ich aufbauen. Dass ich überhaupt eine Runde überstanden habe, habe ich nicht erwartet.»

«Ich brauche viel Behandlung. Und Spielpraxis.»

Belinda Bencic

Wohl noch viel wichtiger: Die Vor-Stressfraktur im rechten Fuss, die sie für zwei Monate ausser Gefecht gesetzt hatte, bereitet keine Probleme mehr. «Aber klar, ich hatte nach dem ersten Spiel Muskelkater und brauche viel Behandlung.»

Und sonst? «Spielpraxis. Denn nach jeder Pause bin ich so nervös, als hätte ich nie zuvor Tennis gespielt», sagt Bencic, die sich in der Weltrangliste wohl auf Platz 61 verbessert. Bis im Herbst hat Bencic keine Punkte mehr zu verteidigen und mit Rasen folgt ihre bevorzugte Unterlage. «Ich verstehe nicht, wie ich mich auf Sand bewegen muss. Auf Rasen hingegen fühlt sich für mich alles sehr natürlich an.»

epa04829448 Belinda Bencic of Switzerland in action against Bethanie Mattek-Sands of the USA during their third round match for the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 03 July 2015.  EPA/ANDY RAIN

Auf Rasen fühlt sich Bencic am wohlsten. Bild: EPA/EPA

Mitte Juni tritt sie in Rosmalen, Niederlande, an, danach bei zwei kleineren Turnieren in Grossbritannien. Doch viel wichtiger: Spätestens jetzt, mit 21 Jahren, steht Belinda Bencic auf eigenen Beinen.

Die besten Bilder des French Open 2018

Unvergessene Tennis-Geschichten

«Yips» beschert Kurnikowa einen unglaublichen Negativrekord – und trotzdem gewinnt sie

Link zum Artikel

Hingis bodigt in Melbourne erst Serena Williams und macht dann Kleinholz aus Venus

Link zum Artikel

Federer nach seinem ersten Sieg gegen eine Nummer 1: «Jetzt will ich in die Top 10»

Link zum Artikel

«Disgusting bitch!» – Patty Schnyder teilt mal so richtig aus

Link zum Artikel

Vier vergebene Matchbälle! Hingis' Traum schmilzt in Melbourne bei 50 Grad weg

Link zum Artikel

Eine krachende Vorhand rettet Federer auf dem Weg zum Karriere-Slam

Link zum Artikel

Paris verliebt sich in Nadal, das «Kind mit der donnernden Linken»

Link zum Artikel

Chang treibt Lendl mit Mondbällen und «Uneufe»-Aufschlag in den Wahnsinn

Link zum Artikel

Mit einem Return für die Ewigkeit beendet Federer die Wimbledon-Ära des grossen Sampras

Link zum Artikel

Oh là là! Eine Flitzerin stiehlt den Wimbledon-Finalisten kurz die Show

Link zum Artikel

Mit 16 wird Martina Hingis die jüngste Wimbledon-Siegerin des 20. Jahrhunderts

Link zum Artikel

Wimbledon-Triumph als Weltnummer 125 – Ivanisevics Traum wird endlich wahr

Link zum Artikel

Djokovic fügt Wawrinka die Mutter aller heroischen und bitteren Niederlagen zu

Link zum Artikel

Gut gebrüllt: «Niemand schlägt Vitas Gerulaitis ­17 Mal hintereinander!»

Link zum Artikel

Weil sich Courier von Kuhglocken irritieren lässt, darf die Schweiz vom Davis Cup träumen

Link zum Artikel

Frankreich holt sich den dramatischsten Davis-Cup-Triumph der Geschichte

Link zum Artikel

Im Interview mit CNN hat Roger Federer seinen legendären Lachanfall

Link zum Artikel

Wegen Rossets Dummheit des Jahres bricht Hingis beim Hopman Cup in Tränen aus

Link zum Artikel

Nach Federers Gegensmash schmeisst Roddick frustriert sein Racket weg

Link zum Artikel

Nach den Olympischen Spielen in Sydney entfacht die grosse Liebe zwischen Roger und Mirka

Link zum Artikel

«Who is the beeest? Better than the reeest?» – Federer rockt beim Davis Cup das Festzelt

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Laaksonen verliert in Winston-Salem – und sein gehörloser Gegner schreibt Geschichte

Der Schweizer Henri Laaksonen scheitert in der 1. Runde des ATP-250-Turniers in Winston-Salem, North Carolina. Normalerweise ist das nur eine (enttäuschende) Randnotiz. Doch dieses Mal ist etwas anders.

Laaksonen hat gegen einen besonderen Gegner gespielt: den Südkoreaner Lee Duck-hee. Der 21-Jährige ist seit Geburt gehörlos, dennoch wurde er im Alter von 15 Jahren Tennisprofi. Nun hat er Historisches geschafft. Er ist der erste gehörlose Spieler, der in einem ATP-Hauptfeld ein Spiel gewonnen …

Artikel lesen
Link zum Artikel