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epaselect epa06083638 Roger Federer of Switzerland celebrates winning against Milos Raonic of Canada during their quarter final match for the Wimbledon Championships at the All England Lawn Tennis Club, in London, Britain, 12 July 2017.  EPA/WILL OLIVER EDITORIAL USE ONLY/NO COMMERCIAL SALES

Der König von Wimbledon: Roger Federer strebt den achten Turniersieg an. Bild: WILL OLIVER/EPA/KEYSTONE

Räumt Federer auf dem Weg in den 11. Wimbledon-Final auch Berdych so locker weg?

Gewinnt er zum achten Mal in Wimbledon? Roger Federer wird als haushoher Favorit auf den Wimbledon-Titel gehandelt. Doch zunächst trifft er heute (ab ca. 16.30 Uhr) im Halbfinal mit Tomas Berdych auf einen langjährigen Rivalen und guten Freund.



Die Meinungen auf der Insel sind gemacht. Nachdem sich vorgestern mit Andy Murray und Novak Djokovic die beiden Wimbledonsieger der letzten vier Jahre aus SW19 verabschiedet haben, zweifelt kaum einer mehr daran, dass Federer übermorgen seinen achten Wimbledon-Titel gewinnen und damit zum alleinigen Rekordsieger an der Church Road avancieren wird.

Wie einst bei Michael Jackson: Fans aus dem Häuschen, als der Maestro in ihrer Nähe auftaucht.

«Sie können ihm die Trophäe gleich jetzt schon überreichen», schrieb «The Daily Telegraph» nach dem überzeugenden Sieg Federers gegen Milos Raonic. Und «The Sun» titelte: «It's all yours, Roger». Einerseits wird weder Tomas Berdych noch Marin Cilic oder Sam Querrey zugetraut, Federer zu stoppen. Andererseits ist die Art und Weise, wie der Schweizer in Wimbledon auftritt, phasenweise atemberaubend.

Noch keinen Satz abgegeben

Ohne Satzverlust und in nur 7:38 Stunden Spielzeit zog Federer in seinen zwölften Wimbledon-Halbfinal ein. Während sich andere mit Verletzungsproblemen herumschlagen, bewegt sich der bald 36-jährige Baselbieter leichtfüssig, flink und explosiv auf dem Platz. «Er spielt so wie früher», sagte Lleyton Hewitt, der letzte Sieger in Wimbledon, bevor Federer 2003 im All England Club die Regentschaft übernahm. Die grösste Stärke Federers sei, sich im Lauf eines Turniers zu steigern. «Er hat schon in den ersten Runden gut gespielt, aber gegen Dimitrov hat er noch einmal einen Gang höher geschaltet.»

Auch in der Gunst des Publikums ist Federers Standing nach dem Ausscheiden Murrays noch einmal gestiegen. Nachdem im Stadion bereits «La Ola» umgegangen war, warteten nach dem Sieg gegen Raonic Hunderte von Fans auf den Schweizer, um ihm zuzujubeln. Federer zeigte sich überrascht: «Normalerweise ist dies jeweils nur nach dem Final der Fall, wenn man auf dem Balkon die Trophäe präsentiert.» An diese denkt der siebenfache Champion aber noch nicht, auch wenn sich Federer seiner Favoritenrolle seit Beginn des Turniers bewusst ist: «Ob ich Favorit bin oder nicht, spielt keine Rolle. Ich verfolge meinen Weg normal weiter.»

Der langjährige Rivale

Die letzte Hürde auf dem Weg in den Final ist Tomas Berdych (ATP 15). Gegen den Tschechen gewann Federer zwar die letzten acht Duelle, zuvor hatte ihm Berdych allerdings an den Olympischen Spielen 2004, in Wimbledon 2010 oder am US Open 2012 empfindliche Niederlagen zugefügt. «Im Vergleich zu Raonic ist er von der Grundlinie klar stärker.» Aufgrund des im September erstmals durchgeführten Laver Cups in Prag besuchte Federer in diesem Frühjahr den Tschechen in dessen Heimat.

Wer gewinnt Wimbledon 2017?

Sportlich geht es für Berdych nach dem Trainerwechsel von Goran Ivanisevic zu Martin Stepanek wieder aufwärts, nachdem er nach der Niederlage am Australian Open in der 3. Runde gegen Federer, als er absolut chancenlos geblieben war, erstmals nach sechseinhalb Jahren wieder aus den Top Ten gefallen ist. In Miami stand Berdych einem siebten Sieg wieder näher. Federer wehrte im Viertelfinal aber zwei Matchbälle ab und gewann danach das Turnier.

Serbia's Novak Djokovic, right, greets Czech Republic's Tomas Berdych after retiring injured during their Men's Singles Quarterfinal Match on day nine at the Wimbledon Tennis Championships in London Wednesday, July 12, 2017. (AP Photo/Alastair Grant)

Im Viertelfinal profitierte Berdych von der Aufgabe Djokovics. Bild: Alastair Grant/AP/KEYSTONE

In Wimbledon steht Berdych zum dritten Mal in der Runde der letzten vier. 2016 war er im Halbfinal an Murray gescheitert, 2010 erreichte er seinen bislang einzigen Grand-Slam-Final, den er gegen Rafael Nadal verlor. «Damals schlug ich Roger und dann Novak», sagte Berdych nach seinem Viertelfinalsieg gegen Djokovic. «In diesem Jahr schlug ich Novak und spiele nun gegen Roger – und Rafa ist nicht mehr dabei.» (ram/sda)

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