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Handshake in Indian Wells, nachdem Kyrgios Djokovic 2017 im Achtelfinal schlug.
Handshake in Indian Wells, nachdem Kyrgios Djokovic 2017 im Achtelfinal schlug.Bild: IMAGO / PanoramiC

Kyrgios äussert sich zum Fall Djokovic – aber nicht so, wie du denkst

Der australische Tennisprofi Nick Kyrgios fiel während der Corona-Pandemie als Kritiker von Novak Djokovic auf. Doch nun erhält die serbische Weltnummer 1 überraschenden Support vom Enfant terrible der Sportart.
07.01.2022, 10:4807.01.2022, 13:24

Er hat sechs Turniere gewonnen, war nie in den Top Ten der Welt und ist aktuell die Nummer 93 der ATP-Weltrangliste. Ein herausragender, aber keiner der allergrössten Tennisspieler. Doch Nick Kyrgios wird ohnehin von niemandem auf nackte Zahlen reduziert.

Wenn Kyrgios spielt, ist das Spektakel oft nicht weit. Der Australier schwankt zwischen Genie und Wahnsinn und lässt keinen Anhänger kalt. Auch deshalb nicht, weil er, zwischen fantastischen Schlägen und unverständlichen Aussetzern auf dem Tennisplatz, neben dem Court selten ein Blatt vor den Mund nimmt. So sagte er einst über Novak Djokovic: «Seine Jubelgesten nach einem Sieg sind zum Fremdschämen. Novak will krankhaft so beliebt sein wie Roger Federer. Er ist besessen davon, von allen geliebt zu werden.»

«Wird nie der GOAT sein»

Während der Coronavirus-Pandemie machte sich der 26-Jährige dann erst recht einen Namen als scharfer Kritiker Djokovics. Das fing schon an, als es noch gar keine Impfungen gab. Kyrgios verurteilte den Serben für dessen desaströse Adria-Tour und dafür, dass er danach die Verantwortung von sich wies. Vor einem Jahr bei den Australian Open bat Djokovic dann für sich und die Tenniskollegen um Lockerungen bei den strengen Quarantäneregeln des Landes. Kyrgios bezeichnete den «Djoker» daraufhin als «Dummkopf». Der Serbe werde nie der grösste Tennisspieler aller Zeiten sein, egal wie viele Grand Slams er noch gewinne.

Nun sitzt der mutmasslich ungeimpfte Novak Djokovic im Park Hotel im Melbourner Stadtteil Carlton und wartet darauf, ob sein Rekurs angenommen wird. Scheitert er, muss er Australien spätestens am Montag verlassen. Nichts wird dann vorderhand mit dem 21. Grand-Slam-Titel, durch den er sich von seinen Dauer-Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal abheben würde.

Kyrgios: «Er ist ein Mensch»

Und während ausserhalb Serbiens gefühlt die ganze Welt auf Djokovic herumhackt, der mit einer Ausnahmebewilligung nach Australien einzureisen hoffte, kommt nun Support von unerwarteter Seite. Denn ausgerechnet Nick Kyrgios springt ihm bei.

«Ich bin auf jeden Fall dafür, dass Massnahmen ergriffen werden», leitet Kyrgios sein Statement ein, das er am Freitagmorgen (Schweizer Zeit) absetzt. Er habe sich aus Rücksicht auf andere und auf die Gesundheit seiner Mutter impfen lassen, schreibt er weiter. «Aber wie wir mit Novaks Situation umgehen, ist schlecht, wirklich schlecht. All diese Memes und Schlagzeilen. Er ist einer unserer grossen Champions, aber letzten Endes ist er ein Mensch. Macht es besser.»

Vielleicht ändert diese Aussage etwas an Djokovics Meinung über Kyrgios. «Er hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er jeden Gegner schlagen kann», sagte der Serbe während des Streits der beiden vor einem Jahr, «aber neben dem Platz habe ich nicht viel Respekt für ihn.»

In der Pandemie schwang er sich zur Stimme der Vernunft empor:

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