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epa06597167 Novak Djokovic of Serbia in action against Taro Daniel of Japan during the BNP Paribas Open at the Indian Wells  Tennis Garden in Indian Wells, California, USA,11  March 2018.  EPA/JOHN G. MABANGLO

Novak Djokovic hat nach seiner Ellbogen-Operation die Balance noch nicht wieder gefunden. Bild: EPA/EPA

Das «seltsame» Schock-Aus von Novak Djokovic und was Roger Federer dazu sagt

Novak Djokovic kommt einfach nicht vom Fleck. Auch bei seinem zweiten Turnier des Jahres scheitert die ehemalige Weltnummer 1 überraschend früh. Moralische Unterstützung kriegt der Serbe von Roger Federer, der weiss, was der «Djoker» momentan durchmacht.



Wie weiter mit Novak Djokovic? Die ehemalige Weltnummer 1 ist beim Masters-1000-Turnier in Indian Wells gleich zum Auftakt ausgeschieden. Der fünffache Turniersieger verlor in der kalifornischen Wüste gegen den japanischen Qualifikanten Taro Daniel mit 6:7, 6:4 und 1:6, obwohl er im ersten Satz bereits 5:2 führte. Djokovic verlor aber bald den Faden und präsentierte sich sechs Wochen nach seiner Ellbogen-Operation gegen die Nummer 109 der Welt phasenweise erschreckend fehlerhaft.

Der «Djoker» produzierte 62 (!) unforced Errors, servierte vier Doppelfehler und brachte nur 61 Prozent seiner ersten Aufschläge ins Feld. Der Serbe hatte anders als beim Australian Open, wo er im Achtelfinal an Hyeon Chung gescheitert war, auf eine Bandage am lädierten Schlagarm verzichtet, gegen Ende des Matches waren seine körperlichen Probleme aber nicht mehr zu übersehen.

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Die Highlights der Partie zwischen Djokovic und Daniel. Video: streamable

«Für mich fühlte es sich an, wie wenn ich erstmals eine Partie auf der Tour spielen würde», erklärte Djokovic nach der Niederlage. «Es war seltsam, ich verlor total meinen Rhythmus, alles. Ich hatte aber in den vergangenen Wochen auch einige gesundheitliche Probleme. Trotzdem bin ich froh, dass ich nach meiner Operation so schnell wieder auf dem Platz stehen konnte.» Schmerzen im operierten Ellbogen habe er während des Matches aber keine gehabt, so der Serbe.

Vor dem Turnier noch zuversichtlich:

Federer: «Djokovic braucht Zeit»

Nach dem 2. Teil seines Auftaktspiels gegen Federico Delbonis wurde auch Roger Federer zum Schock-Aus von Djokovic befragt. Der Schweizer hatte sich ein Jahr vor dem Serben ebenfalls eine längere Verletzungspause gegönnt, kam – ganz im Gegensatz zum Serben – aber wie ein Phönix aus der Asche zurück.

Federer zeigte dennoch Verständnis für die Probleme seines einstigen Dauerrivalen. «Ich weiss nicht, ob Novak zu 100 Prozent fit ist, das weiss nur er. Aber Fitness ist die wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches Comeback», erklärte der 20-fache Grand-Slam-Sieger. «Ausserdem brauchst du Zeit und viele Matches, um schnell wieder in die Spur zu finden.»

epa06597048 Roger Federer from Switzerland in action against Federico Delbonis of Argentina during the BNP Paribas Open at the Indian Wells Tennis Garden in Indian Wells, California, USA, 11 March 2018. The match resumed  after rain suspended play 10 March.  EPA/MIKE NELSON

Roger Federer weiss, was es heisst, nach langer Verletzungspause zurückzukehren. Bild: EPA/EPA

Wenn man eine Zeit lang nicht gespielt habe, sei es vor allem mental eine enorme Herausforderung. «Du kannst im Training die Situationen während eines Spiels nicht simulieren. Du kannst dir zwar einreden, dass du Matchball gegen dich hast, aber es ist einfach nicht dasselbe. Wenn du im Rhythmus bist, weisst du immer, was zu tun ist. Falls nicht, musst diesen Extra-Effort leisten und das ist ziemlich anstrengend.»

Nichtdestotrotz glaubt Federer, dass Djokovic bald wieder der Alte sein wird. «Ich wäre nicht überrascht gewesen, hätte er hier in Indian Wells oder dann in Miami gewonnen», so der «Maestro». «Novak ist einfach zu gut, um solche Dinge nicht zu tun. Es ist sein erstes Turnier nach seiner Operation, er wird also nur noch besser werden und das weiss auch er.»

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • redeye70 12.03.2018 17:18
    Highlight Highlight Djokovic braucht dringen einen Mentalcoach. Nicht irgendeinen sondern den besten.
    9 2 Melden
  • Typu 12.03.2018 15:50
    Highlight Highlight Ich bin nur schockiert, dass Djokovic sein Comeback macht und nicht 100% fit ist. Das ist doch bescheuert. Was war seine Hoffnung? Ein paar Matches durchmogeln? Das gibt auch kein Selbstvertrauen.
    27 3 Melden
  • Alan Smithee 12.03.2018 14:48
    Highlight Highlight An der Fitness und den Verletzungen alleine wird es wohl kaum liegen das der Djoker nichts mehr reißt.
    Im Verlauf der letzten 2 Jahre haben wichtige Personen
    Das Team Djokovic verlassen und keiner von denen hat Klip und Klar geäußert wieso sie das Handtuch geschmissen haben.
    Hin zu kommt das Eso und Ernaehrungsguru Pepe Imaz scheinbar großen Einfluss auf die Entscheidungen von Nole ausübt.
    Auch das seltsame Engagement von Herr Agassi der mal am Platz ist und dann wieder eigenen Verpflichtungen nachgeht wirkt befremdlich.


    49 1 Melden
    • Typu 12.03.2018 19:24
      Highlight Highlight Jup. Sein Umfeld wirkt ziemlich instabil und naja kacke. Einer ehem. 1 unwürdig.
      8 0 Melden
  • StevieG 12.03.2018 12:41
    Highlight Highlight Ein "seltsames" Schock-Aus ist für mich etwas Anderes als das Ausscheiden eines Spielers, welcher so lange verletzt ausfiel und vor sechs Wochen operiert wurde. Vielleicht überraschend, aber sicher kein Schock.

    Umso eindrücklicher wird das Comeback von Federer im Nachhinein!
    119 2 Melden
    • Ketchum 12.03.2018 18:31
      Highlight Highlight Ich bin langsam allergisch gegen all die Schocks, Sensationen und ultraspannenden Rennen, die uns der Sportjournalismus mehrmals täglich verkaufen will. Das Berufsbild des Sportreporters ist inzwischen identisch mit dem des Marktschreiers.
      7 1 Melden
    • Phrixus 12.03.2018 20:31
      Highlight Highlight Ich gaube des wegen steht das „seltsame“ auch in Anführungs- und Schlusszeichen.🤷🏼‍♂️
      3 0 Melden

«Diese Ekstase macht süchtig» – Federer holt den neunten Titel in Basel

Roger Federer (ATP 3) ist nicht ganz Hundert. An den Swiss Indoors in Basel feierte er seinen 99. Turniersieg, den 9. in Basel und den 4. hintereinander. Den Final gegen Marius Copil (ATP 93) gewann Federer nach Rückstand in beiden Sätzen in 94 Minuten 7:6 (7:5), 6:4.

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