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Roger Federer darf sehr zufrieden sein mit 2017.
Roger Federer darf sehr zufrieden sein mit 2017.Bild: EPA/EPA

Auch wenn die Bäume nicht in den Himmel wachsen: «Es war ein fantastisches Jahr»

Selbst für Roger Federer wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Der 36-jährige Basler scheiterte in den Halbfinals der ATP Finals in London überraschend an David Goffin. Dennoch sprach er von einem «fantastischen Jahr».
19.11.2017, 14:1719.11.2017, 16:01

Das Ende war enttäuschend, doch es konnte das Comeback-Jahr des Roger Federer nicht trüben. Am Samstag verlor er nach sechs – meist deutlichen – Siegen erstmals gegen den nur 1,80 m grossen Belgier David Goffin (6:2, 3:6, 4:6) und verpasste so seinen siebten Masters-Titel, der nach dem verletzungsbedingten Fehlen von Rafael Nadal und Co. wie aufgelegt schien. Der Schweizer war danach enttäuscht, weil er zu wenig aggressiv und schlicht zu wenig gut gespielt habe.

Er betonte aber auch: «Ich bin sehr gefasst, denn ich habe alles probiert. Es war auch so ein fantastisches Jahr.» Er habe in London nie 100 Prozent das richtige Gefühl und Timing für den Platz und die Bälle gefunden. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis für Federer: Er fühlte sich frisch und fit. Bevor er für zwei Wochen in die Familienferien verreist und dann in Dubai die Vorbereitung auf die neue Saison in Angriff nimmt, hat er keinerlei Sorgen.

52 von 57 Matches gewonnen

Im Vergleich zum letzten Jahr, als er kaum ein Turnier in Vollbesitz seiner Kräfte in Angriff nehmen konnte und die Saison nach Wimbledon abbrechen musste, sprach er bezüglich Gesundheitszustand von einem «perfekten Jahr». Einzig in der Schlussphase des Finals in Montreal (Niederlage gegen Alexander Zverev) machte sich der Rücken bemerkbar, weshalb er auch am US Open (Viertelfinal-Out gegen Juan Martin Del Potro) nicht die Bestform abrufen konnte. «Ich habe den Rücken nach dem US Open noch relativ lange gespürt», verriet Federer. «Deshalb bin ich froh, dass ich das Jahr gut beenden konnte.» Er holte im Herbst in Schanghai und Basel die Titel Nummer 6 und 7.

Sicherlich das Highlight 2017: Der Wimbledon-Titel.
Sicherlich das Highlight 2017: Der Wimbledon-Titel.Bild: EPA/EPA

Federer gewann in diesem Jahr 52 von 57 Matches. Die Quote von 91 Prozent gewonnener Spielen ist eine Marke, die er in seiner Karriere nur in den Jahren seiner grössten Dominanz (und bevor Nadal auf der ATP Tour Fuss fasste) von 2004 bis 2006 erreichte. Herausragend ist auch die Bilanz des nunmehr 19-fachen Grand-Slam-Champions gegen Spieler aus den Top Ten: 14 Siege, nur 2 Niederlagen (gegen Zverev und Goffin).

Planung für 2018 noch offen

Federer spielte allerdings nur zwölf offizielle Turniere. Bei Nadal waren es 18, womit der Spanier die entscheidende Differenz in der Weltrangliste schuf. Er beendet das Jahr mit 1040 Punkten Vorsprung. Hätte Federer in London gewonnen, wäre der Rückstand auf 140 Zähler geschrumpft. Ob es im kommenden Jahr mehr Einsätze sein werden, liess Federer offen. «Das kommt natürlich auch auf die Resultate an.» In diesem Jahr seien ja zumindest die Turniere in Cincinnati und Paris-Bercy ebenfalls eingeplant gewesen, die er dann aufgrund körperlicher Beschwerden nach erfolgreichen Einsätzen in der Vorwoche ausliess. «Auch der Verzicht auf die gesamte Sandsaison war so nicht geplant.»

Fest steht, dass Federer die Saison wiederum beim Hopman Cup in Perth an der Seite von Belinda Bencic beginnen und dann am Australian Open versuchen wird, seinen Titel zu verteidigen. «Die Zeit in Australien Anfang Jahr war vielleicht die beste meiner Karriere», schwärmte der Basler von den guten Erinnerungen. Wie es danach im Detail weitergeht, werde man während der Ferien planen.

Viele Beobachter gehen davon aus, dass er nach den guten Erfahrungen in diesem Jahr die Sandsaison erneut komplett auslassen wird. «Wir werden sehen», sagte Federer dazu nur. «Die Planung kann ähnlich sein wie dieses Jahr – oder auch ganz anders.» Das Wichtigste für ihn: Da er sich körperlich gut fühle, könnten er und sein Team «so planen wie wir wollen». (fox/sda)

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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)

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Tennisspieler mit mindestens zwei Grand-Slam-Titeln (seit 1968)
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