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ATP-Finals, Halbfinals

Federer – Goffin 6:2 3:6 4:6

Dimitrov – Sock 4:6 6:0 6:3

epa06337467 Switzerland's Roger Federer reacts during his semi final match against Belgium's David Goffin at the ATP World Tour Finals tennis tournament in London, Britain, 18 November 2017.  EPA/NEIL HALL

Bild: EPA/EPA

Die Krönung bleibt für Federer sensationell aus: «Eigentlich war alles aufgegleist»

Roger Federer verpasst überraschend seinen 11. Endspiel an den ATP Finals. Im Halbfinal unterliegt er dem Belgier David Goffin nach gutem Start 6:2, 3:6, 4:6. Die Nummer 8 der Welt gewinnt im siebten Duell mit dem 36-jährigen Basler erstmals.



>>> Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen!

Federer nahm die Niederlage nach aussen hin gelassen. «Ich bin enttäuscht, weil mit dem einfachen ersten Satz eigentlich alles aufgegleist war», stellte er fest. Das verlorene Aufschlagspiel zu Beginn des zweiten Satzes sei ärgerlich, weil unnötig, gewesen. «Es ist mein Fehler, dass ich ihm in dieser Phase, als er noch nicht sattelfest war, ins Spiel geholfen habe. Danach hat er es einfach gut gespielt.» Spätestens da hätte er aber auch aggressiver spielen sollen.

Roger Federer of Switzerland walks off the court after losing to David Goffin of Belgium in their ATP World Tour Finals semifinal tennis match at the O2 Arena in London, Saturday Nov. 18, 2017. (AP Photo/Tim Ireland)

Ciao Roger, wir sehen dich 2018 wieder! Bild: AP/AP

Dies gelang Federer nicht. Er bestätigte damit den Eindruck der Gruppenspiele. Trotz der drei Siege stellte er fest, dass «ich hier nie zu 100 Prozent zu meinem Spiel gefunden habe. Das Timing stimmte nie so ganz.» Er habe eigentlich erwartet, dass er am Ende der Woche nochmals einen Gang höher schalten könne. Denn er habe sich frisch gefühlt, körperlich keine Probleme gehabt und auch der Spielplan mit jeweils einem Tag Pause und den zumeist am Nachmittag angesetzten Partien sei für ihn ideal gewesen.

Allzu sehr ärgern wollte sich Federer aber nicht. «Ich bin sehr gefasst, weil ich alles probiert habe, weil David ein guter Typ ist und weil es sowieso eine fantastische Saison war.» Vom Niveau Goffins sei er nicht überrascht. «Er hat mich im Training schon des Öfteren zerstört. Ich war eher überrascht, dass ich zum Teil so einfach gewonnen habe.»

Erste Niederlage im siebten Duell

Die Nummer 8 der Welt gewann im siebten Duell mit dem 36-jährigen Basler erstmals. Zuletzt im Halbfinal der Swiss Indoors in Basel hatte Federer noch in einer knappen Stunde nur drei Games abgegeben.

Da lief es Roger Federer noch.

Auch diesmal lief der erste Satz wie gewohnt. Der sechsfache Masters-Champion startete gleich mit einem Break und doppelte zum 4:1 nach. Danach fand Federer aber kein Mittel mehr gegen den nur 1,80 m grossen Belgier. Er kam im zweiten und dritten Satz nur noch zu je einem Breakball.

Aber ab dem zweiten Satz sah es dann eher so aus.

Vor allem von der Grundlinie war er dem äusserst aggressiv und mit viel Risiko spielenden Goffin unterlegen. Federer unterliefen 36 unerzwungene Fehler, bei nur 28 Winnern (darunter sieben Asse). Alleine die sonst so zuverlässige Vorhand verschlug er 22 Mal.

Der Matchball.

Zudem flatterten bei Goffin diesmal auch die Nerven nicht. Nach dem entscheidenden Break zum 2:1 im dritten Satz musste er gleich im folgenden Game einen Breakball abwehren. In den letzten drei Aufschlagspielen gab der nicht gerade als Aufschlagriese bekannte Belgier aber nur noch einen Punkt ab. Nach eindreiviertel Stunden nutzte er gleich den ersten Matchball mit einem Service-Winner.

Goffin kann's nicht glauben.

Statt eines 11. Masters-Final von Federer gibt es nun am Sonntagabend eine Premiere. Goffin, der zuvor einzig im letzten Jahr als Ersatzspieler zu einem Einsatz an den ATP Finals gekommen war, trifft auf den Bulgaren Grigor Dimitrov, der in London diese Woche alle vier Spiele gewonnen hat und am Montag die neue Nummer 3 der Welt sein wird.

Im Duell zweier Debütanten setzte er sich in einer Achterbahnfahrt gegen den Amerikaner Jack Sock 4:6, 6:0, 6:3 durch. Bereits im ersten Satz hatte Dimitrov 3:0 geführt. In der Vorrunde holte Goffin gegen den Bulgaren nur zwei Games - aber gegen Federer war die Ausgangslage ähnlich. (fox/sda)

War doch ein gutes Jahr, nicht wahr.

Weitere Wunder der Welt: Aufnahmen des Polarlichts von der ISS

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Video: srf

Goffin ist nicht mehr dabei: Gegen diese Spieler hat Federer noch eine weisse Weste

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • leu84 19.11.2017 00:24
    Highlight Highlight Das ist Sport. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.
  • green_man 18.11.2017 19:42
    Highlight Highlight War trotzdem ein geiles Tennisjahr!
  • länzu 18.11.2017 18:07
    Highlight Highlight So kann es gehen, wenn man von Wunschgegnern spricht. Das hat wohl Goffin zusätzlich angestachelt.
  • AJACIED 18.11.2017 17:56
    Highlight Highlight Überraschend? Wer das Gefühl hatte er gewinnt mit links hat entweder ein Federer Brille auf oder hat keine Ahnung was ausserhalb der top 5 so läuft!
    Nichts für ungut....
    • Mr. Brainwash 18.11.2017 20:05
      Highlight Highlight das ein top-spieler einen anderen top-spieler nicht einfach so mit links besiegt, ist wahrscheinlich jedem bewusst, der sich ein wenig für den sport interessiert. aber mit einer 7:0 head to head bilanz vor der partie... und wenn du heute den ersten satz und die begegnung in basel gesehen hättest, wäre die niederlage auch für dich überraschend gewesen. natürlich kann im sport alles passieren, deshalb sind solche grosskotzigen post-sportereignis-"ich habs ja gewusst und ihr habt keine ahnig"-kommentare ziemlich lächerlich.
    • AJACIED 18.11.2017 23:58
      Highlight Highlight Das heisst wenn du 7 x ein Spiel mit 7:6 7:6 gewinnst hast du natürlich eine 7:0 Bilanz wegen dem ist es auch keine Überraschung das der andere mal gewinnt, 🙈omg

«Mein Gott, das war hart!» – Federer ist nach unfassbarer Wende weiter

Roger Federer zieht am Australian Open in Melbourne zum 18. Mal in die Achtelfinals ein. Der Weltranglisten-Dritte setzt sich in einem packenden Tennis-Thriller nach gut vier Stunden gegen den Australier John Millman 4:6, 7:6 (7:2), 6:4, 4:6, 7:6 (10:8) durch.

Am Tag des grossen Favoritensterbens im Melbourne Park erwischte es beinahe auch den sechsfachen Champion. Federer musste leiden, bis er seinen 100. Einzel-Sieg am Australian Open unter Dach und Fach hatte. «Mein Gott, das war hart», sagte er im Sieger-Interview.

Die Entscheidung fiel weit nach Mitternacht im Super-Tiebreak des fünften Satzes, als Federer in dem 2019 in Melbourne eingeführten Format bereits mit 4:8 zurückgelegen hatte, dank sechs Punkten in Folge aber doch noch die Wende …

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