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epa05919760 Novak Djokovic of Serbia leaves the court after losing to David Goffin of Belgium after his quarter final match at the Monte-Carlo Rolex Masters tournament in Roquebrune Cap Martin, France, 21 April 2017.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Alle wissen scheinbar, warum Djokovic nicht mehr überragend spielt. Bild: SEBASTIEN NOGIER/EPA/KEYSTONE

Ex-Trainer zu Djokovic: «Frag doch Federer um Rat»

Ausgerechnet Roger Federer (35) soll Novak Djokovic (29) Beispiel für den Weg aus der Krise sein, findet dessen ehemaliger Trainer Bogdan Obradovic.

simon häring / aargauer zeitung



Novak Djokovic sagt selber: «Tennis ist nicht mehr meine oberste Priorität. Ich bin nicht mehr derselbe wie vor einem Jahr. Ich habe einen Sohn, eine Frau und eine Familie. Ich bin an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich versuche, der beste Ehemann, der beste Vater und der beste Tennisspieler zu sein. Das ist schwierig, aber nicht unmöglich», sagt Djokovic. «Denn ich spiele immer noch mit der gleichen Leidenschaft und Liebe wie beim ersten Mal.»

An der Frage, wie er auf den Erfolgspfad zurückfindet, beisst sich der Serbe aber seit Monaten die Zähne aus. In den letzten elf Monaten hat er nur zwei Turniere gewonnen und die Spitzenposition in der Weltrangliste eingebüsst. In der Jahreswertung belegt der 12-fache Grand-Slam-Sieger sogar nur den 20. Rang. Auch zum Auftakt in die Sandsaison an seinem Wohnsitz Monte Carlo scheitert er frühzeitig. Das sorgt auch für kritische Stimmen.

Eine davon gehört Bogdan Obradovic, einst Junioren-Trainer und Captain des serbischen Davis-Cup-Teams. Er sagt: «Wenn Federer es mit 35 geschafft hat, die Australian Open zu gewinnen und in die Top Ten zurückzukehren, gibt es keinen Grund, wieso Djokovic nicht wieder die Nummer 1 werden sollte.» Obradovic sagt auch: «Djokovic sollte mit Federer reden. Sie sind seit langer Zeit Freunde. Federer hat sicher gute Ratschläge für Djokovic.»

Serbian Davis Cup team captain Bogdan Obradovic speaks during a press conference in Novi Sad, Serbia, Thursday, Jan. 30, 2014. Serbia will play against Switzerland in the Davis Cup World Group play-off matches starting on Jan. 31 in Novi Sad. (AP Photo/Darko Vojinovic)

Bogdan Obradovic: «Frag doch Federer um Rat.» Bild: Darko Vojinovic/AP/KEYSTONE

Respekt? Ja. Freunde? Nein.

Respekt? Ja. Freunde? Nein. Djokovics Ex-Trainer Boris Becker sagte einst gar, es sei ein offenes Geheimnis, dass sich die beiden nicht mögen würden. Federer konterte mit: «Ach, Becker hat doch keine Ahnung.» Allerdings gibt es eine Vorgeschichte, die auf das Jahr 2006 zurückgeht. Der damals 19-jährige Djokovic beanspruchte im Davis Cup in Genf immer wieder medizinische Unterstützung und brachte Federer damit aus der Fassung.

«Ich glaube nicht, dass er verletzt ist. Ich meine es ernst. Er ist ein Witz, wenn es um seine Verletzungen geht», sagte Federer. In der Folge äusserte sich Djokovics Vater Srdjan immer wieder kritisch zu Federer. Einmal sagte er: «Federer ist vielleicht immer noch der grösste Tennisspieler aller Zeiten, aber als Mensch ist er das Gegenteil.» Für Federer sind diese Geschichten längst abgehakt. Doch es zeigt, wie gross der Schatten des Schweizers war.

Novak Djokovic, left, of Serbia poses with Roger Federer of Switzerland after Federer won the men's finals at the US Open tennis tournament in New York, Sunday, Sept. 9, 2007.(AP Photo/Elise Amendola)

Nein, Freunde sind die beiden nicht. Bild: AP

Obradovic glaubt die Lösung zu haben

Bereits vor einem Monat äusserte sich Obradovic mit dubiosen Ratschlägen und brachte sich als Heilsbringer ins Spiel. «Es gibt viele Gründe für das, was mit Novak passiert ist. Wenn du die richtigen Leute um dich herum hast, haben diese Antworten auf alle Fragen.» Obradovic glaubt, jene Person zu sein und versteigt sich in einen gewagten Vergleich: «Für einen Mathematiker ist nichts unmöglich und ich bin ein Mathematiker. Ich helfe gerne.»

Nach Monaten des Schweigens hat auch Ex-Trainer Boris Becker die Deckung verlassen. «Mit dem Sieg in Roland Garros ist Novaks Lebenstraum in Erfüllung gegangen. Seither ist bei ihm die Luft draussen», sagte der Deutsche dem TV-Sender «Sky Sports». «Wer zweifelt, der hat schon verloren. Die Gegner in der Kabine bekommen das mit. Sie erkennen auch die Körpersprache und sie lernen, wie sie Novak schlagen können.»

Staff member of Serbia's Novak Djokovic Spanish Pepe Imaz, wears a shirt who reads,

Liebe und Friede, aber noch keine Titel. Bild: Michel Euler/AP/KEYSTONE

Schon im letzten Sommer sagte Becker, Djokovic habe wohl etwas zu viel gefeiert und das Training vernachlässigt. Dazu kamen private Probleme, kleinere Verletzungen und eine Sinnkrise. Zur Bekämpfung holte sich der Serbe Pepe Imaz in seinen Betreuerstab. Der Ex-Spieler predigt Liebe und Frieden und hat massiv an Einfluss gewonnen. Auf Djokovics Spiel hat sich das bisher aber nicht ausgewirkt. Zumindest nicht auf die Resultate.

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AJACIED 26.04.2017 17:55
    Highlight Highlight Für Federer ist diese Geschichte wegen der Verletzten Pausen Geschichte vergessen. Wieso wärmen die Medien den immer diese Geschichte immer und immer wieder auf?? Legt mal eine andere Platte auf
    28 1 Melden
  • 8004 Zürich 26.04.2017 13:24
    Highlight Highlight Ich habe immer daran geglaubt, dass RF weiterhin grosse Titel gewinnen kann, bzw. dass er auch noch an GS gewinnen kann. Von so vielen wurde er abgeschrieben. Natürlich, Roger ist ein Phänomen.

    Aber das ist Djokovic auch. Vielleicht nicht in dem Mass wie es Federer ist, aber auch das muss sich zuerst erweisen.
    Jetzt kann ich nachfühlen, wie leicht man jemand "anderen" einfach als fertig abtut. Aber der Djoker war zu überragend die letzten Jahre, als dass man ihn jetzt einfach abschreiben könnte.
    Aber mit der Rekordjagd wird es natürlich knapp, wenn man auf dem Peak einfach ein Jahr verliert.
    28 1 Melden
    • 8004 Zürich 26.04.2017 14:04
      Highlight Highlight Wenn man von Wimbledon 2010 bis Ende 2016 schaut, ist Djokovic in 26 Grand Slams bloss ein Mal früh ausgeschieden:
      -1 x 3. Runde
      -1 x 1/4Finale
      -6 x 1/2Finale
      -8 x Finale
      -11 Titel

      Und die stärkste Phase (6 Titel, 2 Finals, 1 Halbfinal von French Open 2014 bis und mit French Open 2016, also in 9 GS-Turnieren), dieser Zeit endete vor weniger als einem Jahr. Von daher...

      Aber für alle Fedi-Fans mein liebster Leistungsvergleich:
      Feder hat von Wimbledon 2005 bis Australian Open 2010 in 19 GS-Teilnahmen 18 Mal den Final erreicht (12 Titel)!! Bloss AO 2008 schied er "schon" im Halbfinale aus.

      ;-)
      27 1 Melden
    • 8004 Zürich 26.04.2017 14:19
      Highlight Highlight Und wenn man die Wettquoten für die kommenden Grand Slams anschaut, ist Djoker für French Open immer noch zweiter Favorit (Quote 3.5, Nadal 2.7, Stan 8, Fedi 15), in Wimbledon ebenfalls zweiter Favorit (3.25, Murray 3.0, Fedi 4.5, Nadal 21.0, Stan 26.0), für das US Open erster Favorit (2.75, Murray 3.0, Fedi 8.0, Nadal 11.0, Stan 15.0) und für das Australian Open 2018 ebenfalls geteilter erster Favorit(3.0, Murray ebenfalls 3.0, Nadal 10.0, Fedi 11.0, Stan 19.0)

      Wer jetzt aber sagt, dass Djoker mit seinen Quoten als zu stark bewertet ist, den würde ich persönlich jetzt auch nicht zensieren...
      8 3 Melden

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