DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Da ist das Ding! Da ist das Ding! Roger Federer holt sich den 18. Grand-Slam-Titel

Was für ein Spiel! Roger Federer ringt Rafael Nadal in fünf spannenden und am Ende dramatischen Sätzen nieder. Er ist zurück auf dem Tennis-Olymp!



>>> Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen!

Unglaublich! Das Hawk-Eye entscheidet das Australian Open! Roger Federer wehrt erst zwei Breakbälle ab, nutzt dann seinen zweiten Matchball mit Hilfe der Challenge und ist zum 18. Mal Major-Sieger! 

abspielen

Video: streamable

Es war ein dramatisches Ende einer grossartigen Partie. Beide schenkten sich gar nichts. Im fünften Durchgang lag Federer in Rücklage, aber er schaffte das Rebreak zum 3:3, nahm Nadal danach den Service zum 5:3 ab und holte sich den Sieg in 3:40 Stunden mit 6:4, 3:6, 6:1, 3:6, 6:3.

abspielen

Roger Federer beim Matchball: warten, bangen, jubeln!  Video: streamable

Als erster Spieler überhaupt hat er damit drei Grand-Slam-Turniere mindestens fünfmal gewonnen (Australian Open, Wimbledon, US Open). Es war übrigens auch ein Jubiläum: Federer absolvierte sein 100. Spiel in Melbourne.

abspielen

Roger Federer erhält die Trophäe von Rod Laver. Video: streamable

«Wenn es im Tennis ein Unentschieden gäbe, ich hätte den Sieg heute gerne mit Rafa geteilt», sagte Federer nach der Pokalübergabe von Rod Laver. Er wirkte dabei erstaunlich gefasst. Und verabschiedete sich mit: «Ich möchte euch allen danken. Ich komme seit fast 20 Jahren hierher. Ich hoffe, dass ich euch im nächsten Jahr wieder sehe. Und wenn nicht, dann hatte ich hier jetzt eine wunderbare Zeit und ich könnte nicht glücklicher sein.» 

Auch Nadal war in der Enttäuschung trotzdem erstaunlich gut gelaunt an der Siegerehrung und zeigte Grösse: «Das war ein tolles Finale, aber vielleicht hat Roger den Sieg etwas mehr verdient. Ich werde es weiter versuchen, ich fühle, dass ich in guter Form bin.»

«Wenn es im Tennis ein Unentschieden gäbe, ich hätte den Sieg heute gerne mit Rafa geteilt»

Roger Federer

Federer ist mit seinen 35 Jahren 5 Monaten und 21 Tagen der zweitälteste Grand-Slam-Sieger aller Zeiten. Einzig Ken Rosewall war 1972 bei seinem Sieg in Australien mit 37 Jahren 2 Monaten und einem Tag noch älter.

Das Spiel begann ausgeglichen. Beide Kontrahenten starteten in dieses «grösste Spiel der Geschichte» souverän. Doch dann, beim Stand von 3:3 gelang Federer das Break zum 4:3.

abspielen

Video: streamable

Es war die Vorentscheidung in diesem Durchgang. Nach 35 Minuten holte sich der Schweizer den Satz mit 6:4:

abspielen

Video: streamable

Doch den Schwung konnte Federer nicht mitnehmen. Der 35-Jährige verlor den Faden, schlug nicht mehr so stark auf und kassierte zwei Breaks zum 0:4.

abspielen

Das erste Break Nadals. Video: streamable

Federer konnte zwar ein Break zurückgewinnen, doch der Satz war weg. Nach 43 Minuten sicherte sich der Spanier den Durchgang mit 6:3.

abspielen

Der Satzball zum 1:1. Video: streamable

1:1 nach Sätzen und jetzt erwischte Federer den besseren Start ins «Best-of-3»-Match. Die Weltnummer 17 wehrte im ersten Game zwei Breakbälle ab. Beide mit einem Ass:

abspielen

Der zweite Breakball von Nadal – abgewehrt mit einem Ass. Video: streamable

Im nächsten Game schaffte der Schweizer seinerseits den Servicedurchbruch. Er nutzte seinen ersten Breakball gleich zum 2:0. Stark dabei vor allem der Winner zur Breakmöglichkeit.

abspielen

Federer erspielt sich den Breakball zum 2:0. Video: streamable

Der Maestro hätte ähnlich wie Nadal im zweiten Satz beinahe auf 4:0 davonziehen können, doch er vergab drei Breakmöglichkeiten, zwei davon in Serie. 

abspielen

Breakbälle mit Ass abwehren: Das kann Nadal auch. Video: streamable

Der Mallorquiner zog den Kopf da nochmals aus der Schlinge. Doch schon im nächsten Aufschlagsspiel kassierte er dann das zweite Break doch:

abspielen

Video: streamable

Trotz 5:1-Führung war der Satz noch nicht ganz durch. Federer musste zwei Breakbälle abwehren, ehe er sich den Satz mit dem zweiten Satzball und dem 6:1 sicherte, 41 Minuten dauerte es. Das war ein fast perfekter Durchgang für den Schweizer – aber im allerersten Game hätte der Durchgang bei Breakbällen Nadals in eine andere Richtung gehen können.

abspielen

Der Punkt zum Satzgewinn im dritten Durchgang.  Video: streamable

Doch wieder konnte Federer den Schwung nicht mitnehmen. Im vierten Satz misslang ihm sein zweites Aufschlagsspiel total. Er schenkte Nadal das Break zum 3:1 mit einfachen Fehlern: 

abspielen

Nadals Break im 4. Satz zum 3:1. Video: streamable

Um das Break zu bestätigen, musste Nadal sein bestes Tennis auspacken. Er schaffte dies aber unter anderem dank diesem Extraklasse-Punkt zum 4:1:

abspielen

Video: streamable

Federer verhinderte in der Folge das Doppelbreak mit einem abgewehrten Breakball. Wieder tat er dies mit einem Ass. Doch das Rebreak konnte er nicht mehr realisieren. Nadal servierte einfach zu stark und so kam, was kommen musste: Der fünfte Satz. Denn Nadal entschied den vierten mit 6:3 für sich.

abspielen

Der Satzball zum 2:2-Ausgleich. Video: streamable

Federer nahm sich danach – wie schon im Halbfinal gegen Wawrinka – ein Medical Time-out. Vermutlich machten sich die Adduktoren wieder bemerkbar.

In den vorherigen Fünfsätzern der beiden setzte sich Nadal dreimal, Federer zweimal durch. Auch heute startete er besser. Federers Aufschlag funktionierte nicht mehr und Nadal nutzte seine zweite Breakchance zum 1:0.

abspielen

Das Break von Nadal zum 1:0 im fünften Satz. Video: streamable

Federer aber war nicht geschockt. Auf seine Rückhand konnte er sich einmal mehr verlassen und erspielte sich gleich im nächsten Game zwei Breakbälle in Serie. Nadal wehrte diese ab.

abspielen

Nadal wehrt den zweiten Breakball mit einem krachenden Winner ab. Video: streamable

Doch Federer kam dank einem sehr glücklichen Netzroller zur dritten Möglichkeit: 

abspielen

Der Netzroller Federers. Video: streamable

Nadal wehrte auch diese ab und sicherte sich danach das Game trotz einem starken Federer zum 2:0.

abspielen

Nadal wehrt auch den dritten Breakball im Game ab und holt sich das Game zum 2:0. Video: streamable

Federer war auch im vierten Aufschlagsspiel wieder dran am Break, Nadal wehrte den Breakball aber mit einer starken Rückhand ab und zog auf 3:1 davon.

abspielen

Nadal wehrt den Breakball bei 2:1 mit einer starken Rückhand ab. Video: streamable

Aber Federer zeigte Beisser-Qualitäten. Auch im vierten Aufschlagsspiel des Spaniers erarbeitete er sich zwei Breakchancen – jetzt klappte es endlich! 3:3, alles wieder offen.

abspielen

Das Rebreak von Federer im fünften Satz zum 3:3. Video: streamable

Jetzt war Federer im Flow. Er erspielte sich mit zehn Punkten in Serie drei Breakbälle en suite zum 5:3. Nadal wehrte alle ab. Doch dann folgte der Ballwechsel des Spiels mit 26 Schlägen – und dem Vorhandwinner Federers:

abspielen

Der lange Ballwechsel zum vierten Breakball für Federer. Video: streamable

Nadal konnte noch einmal reagieren, aber dann beim fünften Breakball schaffte Federer den Servicedurchbruch.

abspielen

Das Break zum 5:3. Video: streamable

Nadal kam zwar noch zu zwei Breakbällen, aber Federer wehrte diese ab und nutzte den zweiten Matchball zum Sieg – die Challenge bestätigte den Sieg, was war das für ein Drama. Der 18. Grand-Slam-Titel ist Tatsache!

abspielen

Der zweite Matchball. Video: streamable

Der Triumph wirkt sich selbstredend auch auf die Weltrangliste aus. Dort kehrt Federer am Montag in die Top 10 zurück.

Die Statistik zum Spiel

Bild

Roger Federers Major-Titel – ALLE Grand-Slam-Titel des Schweizer Tennisstars

1 / 42
Roger Federers Major-Titel – ALLE Grand-Slam-Titel des Schweizer Tennisstars
quelle: ap / anja niedringhaus
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Roger Federer verteidigt Achtelfinal-Verzicht in Paris: «Es war die richtige Entscheidung»

Kommende Woche beginnt für Roger Federer in Halle die Rasensaison. Was er zu seinem Verzicht auf den Achtelfinal der French Open sagt. Am Freitag gab er Auskunft darüber, wie es ihm gesundheitlich geht.

Zunächst ist es nicht mehr als eine leise Sehnsucht, so etwas wie eine heimliche und verbotene Liebe. Und im Verbotenen liegt bekanntlich der Reiz. Für Schweizer, sagt Federer, scheine der Belag, auf dem er sich nun am wohlsten fühlt, unerreichbar: Rasen.

Denn dort, wo Roger Federer aufwächst, wird auf Sand Tennis gespielt. Er spielt Fussball, Tischtennis, fährt Ski und spielt Tennis. Meist fährt er mit dem Velo an den St. Galler Ring 225 ins Basler Bachletten-Quartier, wo der TC Old Boys …

Artikel lesen
Link zum Artikel