Der verblüffende Schweizer Qualifikant Jérôme Kym ist beim US Open in der 3. Runde ausgeschieden – jedoch nach einem grossen Kampf. Er unterlag der Weltnummer 4 Taylor Fritz 6:7 (3:7), 7:6 (11:9), 4:6, 4:6.
Jérôme Kym spielte am späten Freitagabend New Yorker Zeit erstmals in einer Riesenarena, dem Louis Armstrong Stadium mit rund 14'000 Fans, erstmals gegen einen Top-Ten-Spieler – und der 22-jährige Aargauer begeisterte auch hier. Selbst, wenn es nach fast genau drei Stunden eine Niederlage gab.
Kym hatte inklusive Qualifikation bereits fünf Matches in den Knochen, darunter in der 2. Runde der viereinhalbstündige Marathon gegen Brandon Nakashima. Zweieinhalb Sätze lang war zwischen der Nummer 175 der Welt und dem Vorjahresfinalisten nicht der geringste Klassenunterschied zu sehen. Sogar die amerikanischen Fans brachte Kym gegen die grösste US-Hoffnung zumindest zwischenzeitlich mit seinem couragierten und furchtlosen Auftritt auf seine Seite.
Alexander Zverev blieb auch in seinem zweiten Spiel ohne Satzverlust und steht zum siebten Mal in Folge in der 3. Runde des US Open.
Der 28-jährige Hamburger setzte sich gegen den Briten Jacob Fearnley 6:4, 6:4, 6:4 durch, klagte jedoch wie schon in Cincinnati über Rückenprobleme. Der nächste Gegner des Weltranglisten-Dritten und diesjährigen Australian-Open-Finalisten ist der Kanadier Félix Auger-Aliassime.
Mit Jan-Lennard Struff und Daniel Altmaier schafften überraschend die beiden weiteren Deutsche im Haupttableau den Einzug in die 3. Runde.
Altmaier bezwang den Griechen Stefanos Tsitsipas nach fast viereinhalb Stunden und einem abgewehrten Matchball wie Struff den Dänen Holger Rune mit 7:5 im fünften Satz.
Als erster Spieler erreichte Carlos Alcaraz die Achtelfinals. Der als Nummer 2 gesetzte Spanier – und zusammen mit Jannik Sinner Topfavorit – liess auch dem Italiener Luciano Darderi (ATP 34) mit 6:2, 6:4, 6:0 nicht den Hauch einer Chance.
In seinen drei Partien hat Alcaraz in neun Sätzen bislang gerade mal 23 Games abgegeben. Als nächstes wird es der Franzose Arthur Rinderknech (ATP 82) versuchen, «Carlitos» etwas mehr in Bedrängnis zu bringen.
(rbu/sda)