Die Seattle Seahawks gewinnen den Super Bowl unter den Augen von Roger Federer
Die Verteidigungen – aber primär die Defense der Seattle Seahawks, die schon vor der Partie als Beste der Welt galt – prägten den Final der National Football League (NFL).
Die Seahawks liessen die Offensive der Patriots um den jungen Quarterback Drake Maye, der sich bei New England anschickt, in die gigantischen Fussstapfen Tom Bradys zu treten, überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Er ist im vierten Abschnitt beim Stand von 19:0 gelangen den Patriots die ersten Punkte. Spannend wurde es aber nicht mehr, weil Seattle auf der anderen Seite rasch zu reagieren vermochte.
So war das Team aus dem Bundesstaat Washington am Ende der hochverdiente Sieger: Die Seahawks stellten bereits die ganze Saison lang das beste Team – obwohl sie vor der Saison wenig Kredit genossen. Die Defensive und die «Special Teams» zusammen mit Quarterback Sam Darnold, dem ebenfalls nicht viel zugetraut wurde, und dem erst 38-jährigen Headcoach Mike Macdonald, dessen Tauglichkeit von Experten auch als skeptisch bewertet wurde, führten die Seahawks zum Sieg.
Als wertvollster Spieler des Super Bowls wurde der nur 1,75 Meter grosse Running Back Kenneth Walker III ausgezeichnet. Kicker Jason Meyers skorte für die Seahawks als erster überhaupt in einem Super Bowl fünf Field Goals.
Federer zu Gast
In dem Stadion, in dem die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft nächsten Sommer an der Weltmeisterschaft gegen Katar antreten wird, zählte auch ein Schweizer zum Staraufgebot, welches dem Mega-Sport-Event Glanz verlieh. Roger Federer sah sich das Spektakel an; vor dem Spiel flanierte er als Gast der NFL auf dem Spielfeld.
Bad Bunny hielt die Halftime-Show mehrheitlich unpolitisch, was den US-Präsidenten Donald Trump aber nicht davon abhielt, den Auftritt des puertoricanischen Künstlers auf Truth Social als «Affront gegen die Grösse Amerikas» zu bezeichnen.
(sda/con)
