Es sind bange Stunden rund um die Rad-Weltmeisterschaft in Zürich. Am Donnerstag stürzt die Schweizer U19-Fahrerin Muriel Furrer in einem Waldstück nahe Küsnacht ZH und zieht sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Die 18-Jährige wurde mit dem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Die Organisatoren und der Radsport-Weltverband UCI bezeichnen Furrers Zustand als «sehr kritisch». Wie das SRF am späten Donnerstagabend berichtet, habe eine Not-Operation stattgefunden.
Seither gab es keine neuen Informationen mehr. Zwischenzeitlich stand gemäss Berichten des Schweizer Fernsehens sogar die Weiterführung der WM auf der Kippe. Auch der beim SRF geplante Radsport-Talk wurde nicht ausgestrahlt. Mittlerweile ist klar, dass die Weltmeisterschaft plangemäss fortgesetzt wird.
In den sozialen Medien ist die Anteilnahme für Furrer riesig. Unter ihrem letzten Instagram-Post – von der Junioren-Europameisterschaft in Belgien – finden sich zahlreiche Nachrichten, die dem Radtalent viel Kraft wünschen und Rad-Fans, die ihre Betroffenheit über den schweren Sturz ausdrücken.
Auch Sandra Mäder meldet sich dort zu Wort, die Mutter von Gino Mäder, der im vergangenen Sommer bei einem schweren Sturz in der Abfahrt vom Albulapass ums Leben kam. Mäder schreibt: «Liebe Familie Furrer, ich fühle mit Euch.» Sie wisse so sehr, wie es den Betroffenen jetzt gehen müsse. Mäder beendet ihre Nachricht mit dem Satz: «Ich wünsche Euch ganz viel Kraft, diese Stunden durchzustehen.»
Muriel Furrer gilt als aufstrebendes Schweizer Allrounder-Talent im Radsport. Sie wurde im Juni an den Schweizer Meisterschaften bei den Juniorinnen jeweils Zweite im Strassenrennen und Zeitfahren. Sie hat das Velo aber auch neben den geteerten Strassen im Griff: Im Mai gewann sie an der Mountainbike-EM in Rumänien Bronze im Team-Wettkampf. (abu)