Sport
Wintersport

Marco Odermatt lässt in Kitzbühel Tor aus und ist noch nicht zufrieden

ABD0084_20250122 - KITZB
Noch nicht im Rennmodus: Marco Odermatt in Kitzbühel.Bild: keystone

«Hat noch gar nicht gepasst» – Odermatt fährt im Training auf der Streif am Tor vorbei

22.01.2025, 13:2222.01.2025, 14:55
Mehr «Sport»

Gewinnt Marco Odermatt erstmals die legendäre Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel? Diese Frage schwebt über allen anderen, wenn die Ski-Stars am Wochenende Halt im Tiroler Nobelort machen. Denn auf der Streif konnte der amtierende Abfahrtsweltmeister noch nie gewinnen. Den Sieg in Kitzbühel nannte Odermatt deshalb vor der Saison als ein ganz grosses Ziel.

Im zweiten Training am Mittwoch konnte der Nidwaldner noch nicht überzeugen. Eingangs der Traverse kurz vor dem Zielschuss verzichtete «Odi» vernünftigerweise auf das letzte Risiko und liess ein Tor aus.

Fürs Rennen optimistisch

«In meiner Fahrt waren zu viele kleine Fehler drin», analysierte der Führende im Gesamtweltcup im ORF. «Speziell bei entscheidenden Passagen wie der Ausfahrt aus dem Steilhang oder der Traverse hat es noch gar nicht gepasst.»

Odermatt, am letzten Samstag der Sieger der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen, lässt sich davon nicht beirren. «Ich weiss, dass ich hier sehr schnell sein kann. Der Kitzbühel-Sieg fehlt mir noch, aber es kann gelingen.» Der 27-Jährige sagte, er werde die Trainingsfahrt nun analysieren, einen guten Plan fürs Rennen erstellen und beim Material wohl Anpassungen vornehmen. «Am Renntag wird es schon passen», meinte Odermatt mit einem Lächeln im Gesicht.

ABD0090_20250121 - KITZB
Der doppelte «Odi»: Blick auf den Start.Bild: keystone

Schreckmoment bei von Allmen

Zuvor stehen am Donnerstag ein Ruhetag und am Freitag ein Super-G auf dem Programm. Odermatt führt in beiden Disziplinwertungen, dürfte aber in beiden Rennen harte Konkurrenz aus dem eigenen Team haben. Franjo von Allmen gewann in Wengen den Super-G und wurde in der Abfahrt Zweiter.

«Im ersten Training passte es unten, heute habe ich im oberen Teil Gas gegeben», analysierte von Allmen im ORF. «Es geht darum, im Rennen das Puzzle richtig zusammenzusetzen.» Der Berner Oberländer hatte bei der Einfahrt zur Traverse eine Schrecksekunde zu überstehen. Der Sprung über die Hausbergkante sei etwas weit gegangen, dadurch habe er den Kurvenansatz verspätet ansetzen können und es habe ihm die Ski überkreuzt. «Aber alles gut», meinte der 23-Jährige.

Österreicher verletzt sich

Die schnellste Zeit im zweiten Training stellte der Italiener Mattia Casse auf. Ihm folgte der überraschende Österreicher Stefan Eichberger (24). Das leidgeprüfte ÖSV-Team erlebte in Kitzbühel wieder einmal, wie nahe Freud und Leid beisammen liegen können.

Unmittelbar nach Eichberger fiel mit Felix Hacker (25) ein anderer Hoffnungsträger aus, er erlitt eine Knieverletzung und musste mit dem Rettungsschlitten ins Tal gebracht werden. Schnellster Schweizer war mit 1,30 Sekunden Rückstand auf Casse der Freiburger Alexis Monney. (ram)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die (schon jetzt) unfassbare Karriere von Ski-Star Marco Odermatt
1 / 47
Die (schon jetzt) unfassbare Karriere von Ski-Star Marco Odermatt
Am 8. Oktober 1997 wird Marco Odermatt in Stans NW geboren. Zwei Jahre und zwei Monate später steht Klein-Marco erstmals auf Skiern.
quelle: marco odermatt / marco odermatt
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kommentatoren Wegen Odi Aus Dem Häuschen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5
    Vorentscheidung oder enger Strichkampf – die englische Woche verspricht Spannung
    Nur noch vier Runden sind in der Super League zu spielen, bevor die Liga in Meister- und Abstiegsgruppe aufgeteilt wird. Obwohl die Liga so ausgeglichen ist wie seit Jahren nicht mehr, könnte bereits in dieser Woche die Vorentscheidung bezüglich der Gruppeneinteilung fallen.

    29 Runden sind in der diesjährigen Super-League-Saison gespielt und die Ligateilung steht kurz bevor. In vier Runden wird die Liga in zwei Gruppen halbiert. Die Top 6 spielen dann um den Meistertitel, während in der Relegation Group gegen den Abstieg gekämpft wird.

    Zur Story