
Sein grösster Moment: Iouri Podladtchikov gewinnt 2014 Olympia-Gold.Bild: www.imago-images.de
Nach Marcel Hirscher und Lindsey Vonn erlebt der Wintersport die Rückkehr eines weiteren Stars. Der Schweizer Snowboarder Iouri Podladtchikov gibt nach fünf Jahren sein Comeback. Er will im nächsten Winter an den Olympischen Spielen teilnehmen.
10.01.2025, 09:3810.01.2025, 14:11
Im Januar 2020 bestritt Iouri Podladtchikov in Laax letztmals auf höchster Stufe einen Wettkampf. Nun kehrt er am gleichen Ort zurück. Der Halfpipe-Olympiasieger von 2014 in Sotschi gibt in der kommenden Woche sein Comeback – mit dem Ziel, 2026 noch einmal an Olympischen Spielen teilzunehmen.
Der 36-jährige Zürcher fühlt sich bereit. «Ich habe zuletzt so viel Zeit im Schnee verbracht wie zu meinen besten Zeiten», wird er in einer Mitteilung von Swiss-Ski zitiert. Auf dem Brett fühle er sich super, obwohl ihm ein gewichtiger Teil der Sommervorbereitung fehle. «Ich verspüre immer noch unglaublich viel Lust und Freude.»

Podladtchikov bei seiner Rückkehr aus Russland.Bild: KEYSTONE
«Grosse Chance auf versöhnlichen Karriere-Abschluss»
Für «iPod» geht es bei der Rückkehr darum, einen sauberen Schlussstrich ziehen zu können. 2018 hatte er die Olympischen Spiele in Pyeongchang wegen eines Schädel-Hirn-Traumas verpasst. Dies sowie weitere verpasste Einsätze aufgrund eines Achillessehnenrisses habe er nie ganz verdaut, gibt er zu. Seine Rückkehr bezeichnet er deshalb als eine «grosse Chance auf einen versöhnlichen Karriere-Abschluss». Sein Ziel seien die Winterspiele 2026 von Mailand-Cortina.
Die olympische Goldmedaille 2014 dank seines Tricks «Yolo-Flip» war der Höhepunkt in Iouri Podladtchikovs Laufbahn. Er wurde auch Weltmeister, gewann weitere WM-Medaillen und stand bei den X-Games mehrfach auf dem Siegerpodest.
Kein Startplatz auf Kosten des Nachwuchs
Der Weltverband FIS erteilte Podladtchikov eine Startberechtigung für die kommenden Weltcup-Bewerbe – ausserhalb des bisherigen Kontingents des Schweizer Verbands. «Iouri nimmt in unserem Team niemandem einen Platz weg», betont Sacha Giger, der Direktor Snowboard bei Swiss-Ski. «Für ihn gelten jedoch die gleichen Vorgaben wie für alle unsere Athletinnen und Athleten, wenn es um Selektionen für internationale Grossanlässe geht.»

Stets ein Akrobat: Podladtchikov in der Skateboard-Halle.Bild: KEYSTONE
Er freue sich sehr über die Rückkehr, sagt Giger. «Er hat Legendenstatus. Für den Schweizer Snowboardsport ist dies eine grosse Chance.»
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