Alle Schweizer verpassen das Podest, Paris gewinnt den letzten Super-G der Saison
Wie schon am Samstag hatte Paris die Hundertstel auf seiner Seite. In der Abfahrt waren es 0,19 Sekunden, die im Kampf mit Franjo von Allmen zugunsten des Südtirolers entschieden. Im Super-G hatte Paris 0,07 Sekunden Vorsprung auf Vincent Kriechmayr, der sich einmal mehr als Spezialist für Frühlingsrennen profilierte und ebenfalls innerhalb von 24 Stunden zwei Mal auf das Podest stieg.
Gegen Paris hatte die Konkurrenz auf der Piste Olympiabakken jedoch einmal mehr das Nachsehen. Der mittlerweile 36-jährige Rekordsieger gewann in der Weltcup-Station Norwegens bereits zum achten Mal, zum dritten Mal im Super-G. Mit Raphael Haaser komplettierte ein zweiter Österreicher das Podest. Der 28-jährige WM-Zweite von Saalbach büsste 38 Hundertstel auf den Sieger ein.
Wie schon am Samstag reihte sich Alexis Monney auch am Sonntag knapp hinter dem Podest ein. Fehlten dem Freiburger in der Abfahrt sechs Hundertstel zu Platz 3, waren es nun 28. Die Schweizer gingen im siebten Super-G der Saison erst zum zweiten Mal leer aus. Einzig in Beaver Creek klassierten sich die Athleten von Swiss-Ski hinter den Podesträngen. Stefan Rogentin klassierte sich als zweitbester seines Teams im 6. Rang und stellte seine Konstanz einmal mehr unter Beweis. In sämtlichen Super-G der Saison fuhr er in die Top 10.
Überraschend nicht um die vorderen Plätze mitfahren konnten Olympiasieger Franjo von Allmen und Weltmeister Marco Odermatt. Von Allmen kam mehr als einmal von der Linie ab und büsste als Zehnter 1,73 Sekunden auf Paris ein. Odermatt kam überhaupt nicht auf Touren und musste sich mit beinahe zwei Sekunden Rückstand mit Platz 19 begnügen. Für den Nidwaldner war es die schlechteste Klassierung im Super-G seit mehr als vier Jahren. Im März 2022 fuhr er – ebenfalls in Kvitfjell – auf Platz 28.
Odermatt hatte nach den Absagen der Rennen in Garmisch und Courchevel den Disziplinensieg bereits auf sicher. (abu/sda)
