«Würde so gerne ein Bierchen aufmachen» – Alkoholverbot für deutsche Medaillengewinner
Axel Jungk verordnete sich ein striktes Alkoholverbot, Christopher Grotheer blieb bei Apfelschorle. Die deutschen Skeleton-Asse wollten es nach ihren Medaillencoups bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo lieber ruhig angehen lassen – schliesslich bekommen beide am Sonntag bei der Premiere des Mixed-Teamwettbewerbs eine weitere Chance auf Edelmetall.
Er würde «so gerne ein Bierchen aufmachen», sagte Jungk, nachdem er wie in Peking vor vier Jahren Silber gewonnen hatte: «Aber ich hatte gestern brutal mit Krämpfen zu tun. Deswegen ist Alkohol strikt verboten. Wir haben in zwei Tagen noch das Team-Rennen.»
Erste Medaille für Grossbritannien
Und für die Olympia-Premiere der Mixed-Staffel, bei der je ein Mann und eine Frau ein Team bilden, liess sich Jungk sogar zu einer Kampfansage bei den Winterspielen 2026 hinreissen: «Wenn ich es nicht alleine schaffe, will ich Matt wenigstens im Team schlagen. Das ist das grosse Ziel.»
Jungk hatte sich am Freitag im Cortina Sliding Centre nur dem überragenden Briten Matt Weston geschlagen geben müssen, der nach vier Läufen mit 0,88 Sekunden Vorsprung triumphierte und die erste Medaille der Winterspiele für das Team Grossbritannien gewann. Grotheer folgte vier Jahre nach seinem Gold-Coup von Peking auf dem dritten Rang.
Deutschland im Eiskanal eine Macht
Die Erleichterung über Bronze war dem Oberhofer nach einer schwierigen Saison mit Verletzungsproblemen deutlich anzumerken, in Partylaune war der 33-Jährige aber nicht. Er habe «so lange nichts mehr getrunken, dann bin ich wahrscheinlich übel schnell voll», sagte Grotheer mit einem Lachen, «es wird eher eine Apfelschorle». Zudem habe er «Bock» auf das Rennen am Sonntag: «Da will ich noch einmal richtig Gas geben.»
Insgesamt haben die Deutschen im Eiskanal bereits sieben Medaillen gewonnen. Und die Bob-Wettkämpfe haben noch nicht einmal angefangen …

