«Fuck off!» – Curler wird deutlich, als ihm Betrug vorgeworfen wird
Bei den Olympischen Winterspielen ist es beim Curling-Duell zwischen Schweden und Kanada (8:6) am Freitagabend zu einem heftigen Wortwechsel gekommen. Curling gilt eigentlich als ruhige Sportart, bei der es nicht so schnell zu einem Eklat kommt. Doch auf Videoausschnitten in den sozialen Medien ist genau zu hören, wie sich zwei Akteure auf dem Eis streiten und auch unschöne Wörter fallen.
"F*ck off!" 😳
— Sports on HBO Max 🇸🇪 (@sportshbomaxse) February 13, 2026
Öppet bråk mellan Kanada och Sverige i curlingen.
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Doch worum genau ging es? Die Schweden warfen den Kanadiern vor, gegen die Regeln verstossen zu haben. Konkret ging es um den Kanadier Marc Kennedy, der den Curlingstein spielte, diesen jedoch doppelt berührt haben soll, was verboten ist.
Auf Videos und Fotos ist angeblich zu sehen, wie Kennedy den Stein nach dem Anstoss noch einmal mit seinem Zeigefinger der linken Hand nachschiebt. Die Schiedsrichter konnten jedoch keinen Regelverstoss feststellen.
Für die restlichen Spiele in den Olympiaturnieren würden Schiedsrichter die Stein-Abgabe genauer beobachten. Jegliche Verstösse gegen Regel 5d hätten zur Folge, dass der Stein sofort als ungültig erklärt werde.
«Du kannst dich verpissen!»
Der Schwede Oskar Eriksson beschwerte sich daraufhin – und es entwickelte sich ein Wortwechsel mit Kennedy. «Scheinbar ist es okay, den Stein falsch zu berühren. Ich weiss es nicht genau.» Daraufhin antwortet Kennedy direkt: «Wer hat das getan?» Eriksson: «Das weisst du nicht?» Danach geht es kurz hin und her, bis Eriksson auf Kennedy deutet und ihm damit wohl signalisieren will: Na, du hast es getan.
Dann wird Kennedy wütend: «Ich habe es nicht ein Mal getan. Du kannst dich verpissen.» Erikssons Reaktion: «Du hast es nicht ein Mal gemacht?» Als Kennedy wieder verneint, antwortet der Schwede: «Ich zeige dir nach dem Spiel ein Video.» Danach geht der Wortwechsel weiter, die Nervosität der Sportler ist deutlich zu merken. Die Wörter «fuck off (verpiss dich, Anm. d. Red.)» fallen – und Kennedy lässt sich noch zu einem «da scheiss' ich drauf» hinreissen.
Sensor im Stein
Um solchen eventuellen Manipulationen auch bei den Olympischen Winterspielen 2026 vorzubeugen, sind im Griff der Curlingsteine Sensoren verbaut, die anzeigen sollen, wenn es zu einem Regelverstoss kommt. Der konkrete Vorwurf der Schweden bezog sich jedoch auf das Berühren des Steins, nicht des Griffes, weshalb die Sensoren nicht ansprangen.
«Vielleicht war er verärgert über die Niederlage», liess Kennedy später noch wissen. «Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn als Spieler sehr respektiere. Ich habe nie ein schlechtes Wort über Oskar Eriksson verloren. Ich verstehe wirklich nicht, was er sich davon verspricht.»

