2. Giovanni Franzoni ITA +0.09
3. Marco Odermatt SUI +0.31
4. Stefan Rogentin +0.46
10. Justin Murisier +1.18
13. Arnaud Boisset +1.51
16. Alessio Miggiano +1.63
Odermatt gewinnt in Courchevel zwei Kugeln auf einen Schlag, Kriechmayr das Rennen
Marco Odermatt gewinnt zwar nicht das Rennen – aber dafür zwei Kristallkugeln. Nach Rang 3 in der Abfahrt von Courchevel steht auch rechnerisch fest, dass er zum fünften Mal in Folge den Gesamtweltcup für sich entscheiden kann. Weil Olympiasieger und Weltmeister Franjo von Allmen ausschied, ist auch Odermatts dritter Erfolg im Abfahrtsweltcup in Serie Tatsache.
«So etwas lässt sich nicht planen und ist auch nichts, was man sich als Bube oder später in der Karriere wünschen kann», sagte Odermatt im SRF über den Gewinn seiner fünften grossen Kristallkugel. «Es muss so viel zusammenpassen für diese jahrelange Konstanz. Es ist extrem cool und macht natürlich Spass.»
Kriechmayr erlöst Österreich
Seine Saison sei wiederum «unglaublich» gewesen, sagte der Nidwaldner weiter. Allen voran sein super Start in den Winter und die Heimrennen würden ihm als Highlights in Erinnerung bleiben. «Rekordsieger bei meinen Kindheitsträumen, dem Riesenslalom von Adelboden und der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen, werden zu können, ist schon unglaublich schön.»
Der Sieg in Courchevel ging erstmals nach 1094 Tagen in einer Abfahrt wieder nach Österreich. Vincent Kriechmayr erlöste den Schweizer Ski-Erzrivalen mit seinem Sieg. Vom 34-Jährigen ist noch unklar, ob er seine Karriere nach dieser Saison fortsetzen wird. Kriechmayr war fast auf den Tag genau – am 15. März 2023 in Soldeu – auch der bislang letzte ÖSV-Abfahrtssieger.
«Ich habe mir darüber nicht so viele Gedanken gemacht wie gewisse Medien in Österreich», sagte der Routinier im SRF. «Es waren halt oft sehr gute Schweizer besser, das muss man neidlos anerkennen. Ich freue mich über meine Leistung heute.»
Von Allmen war's «viel zu warm»
Kriechmayr siegte mit neun Hundertstelsekunden Vorsprung auf Giovanni Franzoni, Italiens Aufsteiger der Saison. Bei seinem 102. Podestplatz im Weltcup fehlten Odermatt zum Sieg 31 Hundertstel, die er im unteren Streckenteil nach Fahrfehlern einbüsste.
Von Allmen haderte mit den Bedingungen in den französischen Alpen. «Es ist mir viel zu warm», sagte er im SRF und sprach über wechselnde Schneeverhältnisse. Der 24-Jährige zeigte sich selbstkritisch: «Kaum verlässt du die Ideallinie, wird es schwierig. Ich kann das nicht handeln und muss eine Lösung finden, damit ich auch bei solchen Bedingungen schnell fahren kann.»
Zwei weitere Kugeln winken
Vor den letzten Abfahrt des Winters hat Odermatt in der Disziplinenwertung einen Vorsprung von 235 Punkten auf von Allmen – ein Sieg gibt 100 Punkte. In der Gesamtwertung kann ihn sein erster Verfolger Lucas Pinheiro Braathen nicht mehr einholen. Sechs Rennen vor Schluss beträgt der Rückstand des Brasilianers 632 Zähler.
Auch die Super-G-Kugel kann sich Odermatt an diesem Wochenende sichern. In Courchevel stehen am Samstag und Sonntag das dritt- und zweitletzte Rennen des Winters auf dem Programm, «Odi» hat einen Vorsprung von 158 Punkten auf Kriechmayr. Umstrittener ist der Kampf um den Sieg in der Riesenslalom-Wertung: Dort führt Odermatt vor dem Weltcupfinal mit dem letzten Rennen in Hafjell mit 48 Vorsprung auf Pinheiro Braathen.
