Odermatt muss um die Kugel im Riesenslalom zittern – grosse Spannung bei den Frauen
Männer
Gesamtweltcup
Marco Odermatt wird den Gesamtweltcup auch in diesem Jahr gewinnen. Amtlich wird dies am Freitag. Sollte Lucas Pinheiro Braathen wie erwartet nicht im Super-G antreten, wird dem Nidwaldner die grosse Kristallkugel nicht mehr zu nehmen sein.
Abfahrt
Ausstehende Rennen: Courchevel (14. März 2026), Lillehammer (21. März 2026)
In der Abfahrt kann Odermatt nur noch von seinem Landsmann Franjo von Allmen herausgefordert werden. Allerdings muss der dreifache Olympiasieger 175 Punkte aufholen und somit auf zwei Ausrutscher von «Odi» hoffen. Mit einem zehnten Platz in Courchevel wird Odermatt nicht mehr zu verdrängen sein.
Super-G
Ausstehende Rennen: Courchevel (14. März), Lillehammer (22. März 2026)
Im Super-G könnte bereits am Freitag die Entscheidung fallen. Nach sechs von neun Super-G hat «Odi» ein Polster von 158 Zählern auf Vincent Kriechmayr. Sollte der 28-Jährige in Garmisch gewinnen und der Österreicher nicht auf das Podest fahren, wäre Odermatt die vierte Super-G-Kugel seiner Karriere bereits sicher.
Riesenslalom
Ausstehende Rennen: Lillehammer (24. März 2026)
Am knappsten wird es für Odermatt Stand jetzt im Riesenslalom. Nach dem Riesen in Kranjska Gora hat der 28-Jährige nur noch einen Vorsprung von 48 Zählern auf Pinheiro Braathen. Ein dritter Platz beim Saisonfinal würde Odermatt in jedem Fall reichen. Sollten sowohl Odermatt als auch Pinheiro Braathen patzen, könnte sich Loïc Meillard mit einem Sieg überraschend die kleine Kugel sichern.
Slalom
Ausstehende Rennen: Lillehamer (25. März 2026)
Weiterhin ist die Slalomwertung eine enge Angelegenheit. Durch den Sieg in Kranjska Gora konnte sich Atle Lie McGrath zwar leicht absetzen, braucht beim Saisonfinal aber trotzdem einen Podestplatz, um sich die Kugel definitiv zu sichern. Auch im Slalom befindet sich Pinheiro Braathen in Lauerstellung. Noch rechnerische Chancen haben auch Clément Noël und Henrik Kristoffersen.
Frauen
Gesamtweltcup
Allrounderin Emma Aicher konnte sich seit den Olympischen Spielen in grossen Schritten der Führenden Mikaela Shiffrin nähern und liegt noch 125 Punkte hinter der US-Amerikanerin. Durch den Ausfall im Super-G am letzten Sonntag verpasste es die Deutsche allerdings, den Rückstand noch weiter zu verkleinern. Camille Rast, die nur im Riesenslalom und Slalom startet, hat noch kleine mathematische Chancen, müsste allerdings auf mehrere Ausrutscher von Shiffrin und Aicher hoffen.
Abfahrt
Ausstehende Rennen: Lillehammer (21. März 2026)
Mit ihren ersten beiden Weltcupsiegen hat sich Laura Pirovano die rote Startnummer in der Abfahrt gesichert und befindet sich nun in der Pole Position. In Lillehammer wird die Italienerin noch von Emma Aicher herausgefordert. Pirovano würde ein zweiter Platz reichen.
Super-G
Ausstehende Rennen: Lillehammer (22. März 2026)
Auch im Super-G steht eine Italienerin an der Spitze – dies mit deutlichem Vorsprung. Sollte Sofia Goggia in Norwegen in die Top-6 fahren, ist ihr die erste Super-G-Kugel der Karriere nicht mehr zu nehmen.
Riesenslalom
Ausstehende Rennen: 14. März 2026 (Are), 25. März 2026 (Lillehammer)
Die Österreicherin Julia Scheib steht vor dem Gewinn der ersten Kristallkugel ihrer Karriere. Bei noch zwei ausstehenden Riesenslaloms führt sie mit einem Polster von 89 Punkten auf Camille Rast. Die Schweizerin muss sich in Are und Lillehamer wohl jeweils vor Scheib klassieren und darauf hoffen, dass die 27-Jährige mindestens einmal das Podest verpasst. Im Riesen hat Rast sicherlich noch die grössten Chancen auf Kristall, auch wenn vieles für sie laufen müsste.
Slalom
Ausstehende Rennen: 15. März 2026 (Are), 24. März 2026 (Lillehammer)
Im Slalom ist bereits klar, dass Mikaela Shiffrin die kleine Kugel gewinnt. In den bisherigen acht Slaloms fuhr Shiffrin sieben Mal zum Sieg und wurde einzig einmal von Camille Rast geschlagen. Zum bereits neunten Mal ist Shiffrin die beste Stangenkünstlerin der Saison.
Nationenwertung
Noch Mitte Dezember führte Österreich mit 637 Punkten Vorsprung auf die Schweiz und es schien so, als könnten unsere östlichen Nachbarn zum ersten Mal seit der Saison 2021/22 die Nationenwertung für sich entscheiden. Mittlerweile hat sich das Blatt aber mehr als deutlich gewendet und die Schweizer führen nun mit einem Polster von 731 Zählern. Somit wird die Schweiz wohl zum sechsten Mal seit 2019/2020 die Nationenwertung gewinnen.
