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Monney und von Allmen feiern Schweizer Doppelsieg in Bormio-Abfahrt

Weltcup-Abfahrt in Bormio
1. Alexis Monney
2. Franjo von Allmen +0,24
3. Cameron Alexander CAN +0,72
Die weiteren Schweizer:
5. Marco Odermatt +0,80
6. Justin Murisier +0,81
9. Marco Kohler +1,17
12. Stefan Rogentin +1,55​
Switzerland's Alexis Monney reacts after completing an alpine ski, men's World Cup downhill race, in Bormio, Italy, Saturday, Dec. 28, 2024. (AP Photo/Marco Trovati)
Der bislang grösste Moment in der Karriere von Alexis Monney.Bild: keystone

Schweizer fahren alles in Grund und Boden: Monney und von Allmen feiern Doppelsieg

Das Schweizer Abfahrtsteam weckt Erinnerungen an die goldenen 1980er-Jahre. Im dritten Rennen des Winters gelingt der dritte Doppelsieg – und das für einmal ohne Beteiligung von Marco Odermatt. Stattdessen jubelt Alexis Monney über seinen ersten Weltcupsieg.
28.12.2024, 10:4528.12.2024, 14:32

«Es ist ein komisches Gefühl – aber ein cooles!» Alexis Monney hatte sichtlich Mühe, das Geschehene zu verarbeiten, als er im SRF über seinen Sieg sprach. Mit 24 Jahren schlug der Freiburger erstmals im Weltcup zu, nachdem er zuvor nie besser als Achter gewesen war.

Monney, 2020 Junioren-Weltmeister in der Königsdisziplin geworden, verhinderte damit den Premierensieg eines anderen Schweizers. Franjo von Allmen, früh mit Startnummer 3 ins Rennen gegangen, fuhr eine Bestzeit, an der sich einer nach dem anderen die Zähne ausbiss.

From left, second placed Switzerland's Franjo von Allmen, the winner Switzerland's Alexis Monney and third placed Canada's Cameron Alexander celebrate after an alpine ski, men's Wo ...
Zweiter in Val Gardena, nun erneut Zweiter: Franjo von Allmen (links) neben Monney.Bild: keystone

Odermatts Schreckmoment

«Nach der Fahrt war es schwierig einzuschätzen, wie gut sie war. Aber ich bin sehr zufrieden», sagte von Allmen, als er noch in Führung lag und soeben Marco Odermatt hinter sich gelassen hatte.

Der Gesamtweltcupsieger der letzten drei Winter sorgte für einen Schreckmoment. Odermatt konnte einen Verschneider zwar korrigieren, das Rennen war für ihn aber verloren, denn beim Zwischenfall war der Airbag aufgegangen. Der Nidwaldner riskierte nicht mehr alles und wurde am Ende trotzdem Fünfter.

Ein seltsames Gefühl hatte unterwegs Sieger Monney, wie er verriet. «Normalerweise ist es hier in Bormio immer sehr schwierig, aber heute fühlte es sich einfach an. Ich dachte, dass ich vielleicht zu wenig gepusht habe … unglaublich, was herausgekommen ist.» Er habe zwar an ein gutes Ergebnis geglaubt, «aber nicht an ein so gutes».

Schweizer Abfahrtsteam unschlagbar

Beim Blick auf die Disziplinenwertung im Abfahrtsweltcup kommen bei Schweizer Skifans wohlige Erinnerungen auf: Odermatt führt vor von Allmen, Beaver-Creek-Sieger Justin Murisier und Monney. Vier Schweizer sind die besten Abfahrer der Welt – wie 1987, als die Schweiz an der Ski-WM in Crans-Montana von Peter Müller angeführt einen Vierfachsieg in der Abfahrt feierte.

In der dritten Abfahrt des Winters war es der dritte Schweizer Doppelsieg. Murisier gewann in Beaver Creek vor Odermatt, «Odi» schlug in Val Gardena vor von Allmen zu. Der 23-jährige Berner schaffte es in Bormio zum dritten Mal auf ein Weltcuppodest, auf einen Sieg muss er noch warten. Seine grösste Konkurrenz kommt derzeit aus dem eigenen Lager.

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