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Ski: Meillard verpasst Sieg im Kitzbühel-Slalom – Feller überwältigt

Slalom der Männer, Kitzbühel
1. Manuel Feller (AUT) 1.40,60
2. Loïc Meillard (SUI) +0,35
3. Linus Strasser (GER) +0,53
4. Lucas Pinheiro Braathen (BRA) +0,57

7. Tanguy Nef (SUI) +0,81
10. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,98
12. Daniel Yule (SUI) +1,38
Out im 1. Lauf: u. a. Atle Lie McGrath (NOR), Ramon Zenhäusern (SUI), Marc Rochat (SUI), Luca Aerni (SUI), Matthias Iten (SUI), Sandro Simonet (SUI).
epa12679904 Manuel Feller of Austria celebrates after winning the Men's Slalom race at the FIS Alpine Skiing World Cup in Kitzbuehel, Austria, 25 January 2026. EPA/ANNA SZILAGYI
Der Sieg bei seinem Heimrennen bedeutet Manuel Feller sichtlich viel.Bild: EPA

Meillard verpasst Sieg im Kitzbühel-Slalom – Feller nach Triumph überwältigt

Manuel Feller sorgt beim Slalom in Kitzbühel für die grosse Party. Der Österreicher gewinnt vor Loïc Meillard, der nach dem ersten Lauf geführt hat.
25.01.2026, 13:1825.01.2026, 14:56

Meillard nahm einen Vorsprung von 48 Hundertsteln in den zweiten Lauf mit, verlor diesen jedoch schnell. Mit der nur 17.-besten Laufzeit fiel er hinter Feller zurück, klassierte sich aber noch vor dem Deutschen Linus Strasser auf Platz 2.

Damit stand der Weltmeister in diesem Winter zum dritten Mal auf dem Slalom-Podest. In Val d’Isère war er ebenfalls Zweiter geworden, in Alta Badia hatte er Rang 3 belegt.

Das sagte Loïc Meillard.

«Der 2. Lauf war gesteckt wie in Wengen, da bin ich froh, dass ich es besser gemacht habe. Ein Sieg wäre natürlich schöner gewesen, aber in Kitzbühel hatte ich noch nie ein gutes Gefühl und jetzt Zweiter zu sein, ist trotzdem schön.»

Derweil feierte Feller seinen ersten Weltcupsieg seit fast zwei Jahren – und den ersten überhaupt in Kitzbühel, das unweit von seinem Heimatort liegt. Dementsprechend viel bedeutete ihm der Sieg, zumal der 33-Jährige auch in dieser Saison lange Mühe bekundete: Nach Rang 5 in Adelboden gelang ihm nun aber im Heimrennen definitiv die Befreiung. Insgesamt steht Feller nun bei sieben Weltcupsiegen, die er alle im Slalom errungen hat.

Das sagte Manuel Feller:

«Ich dachte ja, sie stürmen das Stadion, aber das war jetzt sehr human. Da bin ich froh. Ich habe mich über die Jahre Stück für Stück angenähert, wäre es früher passiert, wären vielleicht die Zäune gefallen. Die Genugtuung ist nochmal grösser, wenn es schwer war. Ich habe lange gekämpft um ein Podium und den Sieg hier in Kitzbühel. Mir hätte eine Gams unabhängig von der Farbe gereicht, dass es die Goldene ist, ist unglaublich. Ich wohne 15 Minuten von hier, habe 1000 Leute hier von meinem Heimatort. Da will man unbedingt performen, es ist unglaublich schön, dass es heute geklappt hat.»

Tanguy Nef klassierte sich als Siebter zum fünften Mal in diesem Winter in den Top 10. Zudem erfüllte Daniel Yule mit Platz 11 die Olympia-Selektionskriterien auf den letzten Drücker. Zuvor war dies im Schweizer Slalom-Team neben Meillard und Nef bereits auch Matthias Iten gelungen. Insgesamt stehen der Schweiz pro Disziplin vier Startplätze zu, das definitive Aufgebot von Swiss-Ski wird am Montag präsentiert. (nih/sda)

Das sagte Tanguy Nef:

«Es war eine gute Leistung, mir hat nur ein bisschen Mut an einigen Orten gefehlt. Loïc hat es gesagt: Olympia ist auch für die Aussenseiter. Ich weiss nicht, ob ich wirklich ein Aussenseiter bin, aber trotzdem ein bisschen und ich freue mich wirklich darauf.»
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