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Strafverteidigerin packt aus – im Fragenbot

Video: watson/Emanuella Kälin
Fragenbot

«Ich vertrete das Recht und nicht die einzelnen Taten» – Strafverteidigerin erzählt

01.02.2026, 16:1401.02.2026, 16:14

Wenn ein Strafverfahren ansteht, dann ist Rechtsanwältin Sine Selman die Frau, die für die Beschuldigten einsteht. Sie verteidigt Menschen, denen unterschiedlichste Delikte zur Last gelegt werden – von simplen Parkbussen bis hin zu Wirtschafts- oder gar Tötungsdelikten.

Seit über sechs Jahren arbeitet sie als Rechtsanwältin in einer Zürcher Kanzlei und unterrichtet nebenbei Strafrecht an der Universität St. Gallen.

An ihrem Beruf schätzt sie besonders, dass sie dadurch Einblicke in verschiedene soziale Hintergründe und individuelle Lebensgeschichten erhält.

Doch schnell stellt sich die Frage: Macht die Strafverteidigung nicht manchmal Täter zu Opfern? Für Selman ist klar: In einem Rechtsstaat muss der Staat die Schuld beweisen – nicht die Verteidigung die Unschuld.

Wie sie es schafft, die Taten ihrer Mandantinnen und Mandanten mit ihren eigenen Werten zu vereinbaren, erzählt sie im Fragenbot.

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24 Kommentare
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Bruno Wüthrich
01.02.2026 17:15registriert August 2014
Bei diesem Thema täte noch mehr Aufklärung Not. Denn es ist erschreckend, wie wenig Ahnung viele Leute von einem Rechtsstaat haben. Vor allem all diejenigen, welche Angeschuldigte am liebsten gleich verurteilt sehen, blindlings den Opfern glauben und die Beweislast umkehren würden. Das sind dann oft auch diejenigen, die über die sozialen Medien Druck machen und darauf hinwirken, dass das Leben von Angeschuldigten kaputt ist, auch wenn sich ihre Unschuld einwandfrei herausstellt.
Das gilt für solche Personen natürlich nur so lange, bis sie selbst in der Rolle der zu Unrecht Beschuldigten sind.
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Señor Ding Dong
01.02.2026 18:55registriert Dezember 2014
Unser Rechtsdozent hat mal seine Vorlesungsreihe ungefähr damit eröffnet: «Ein Jurist ist nicht dafür da, Gerechtigkeit zu schaffen - er verpflichtet sich, das geltende Recht im Sinne seines Mandanten anzuwenden.»

Das ist nicht urteilend gemeint, mich ermüdet einfach immer die moralisch-religiöse Debatte, die um Gerichtsverhandlungen entstehen. Wir haben das Rechtssystem geschaffen, um Willkür zu minimieren. Wenn Einer vermeintlich straffrei davonkommt, ist das meist eine Schwäche des Rechtssystems - diese Schwäche in der Legislative dann nicht zu korrigieren, ist die eigentliche Tragödie.
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