Von Skiballett zu Skibergsteigen – Olympia damals vs. heute
Die Olympischen Winterspiele in Milano Cortina neigen sich ihrem Ende zu. Ganz neu dabei ist im Norden Italiens das Skibergsteigen. Marianne Fatton gewann Gold für die Schweiz. Höchste Eisenbahn also, sich die Disziplinen im Wandel der Zeit anzuschauen – längst vergessene Sportkunst inklusive.
1928 in St. Moritz gewann Kanada im Eishockey – und das ohne Helm. Der wurde nämlich erst in den Siebzigern obligatorisch. Frauenteams dürfen übrigens seit 1998 um die olympische Medaille im Eishockey kämpfen.
Eiskunstlauf gilt als älteste olympische Wintersportart. Erstmals olympisch war die Disziplin 1908 in London, bevor zwischen Sommer- und Winterspielen unterschieden wurde. Die International Skating Union ISU hat 2024 nach einem 47-Jahre-andauernden Verbot den Rückwärtssalto wieder erlaubt.
Die Snowboard-Halfpipe feierte 1998 Premiere an den Olympischen Winterspielen im japanischen Nagano. Der Schweizer Gian Simmen und die Deutsche Nicola Thost gewannen damals die Goldmedaille. Im Laufe der Zeit haben sich vor allem die Grösse der Halfpipe und die Komplexität der Tricks geändert. In Nagano war die Halfpipe noch 120 Meter lang, in Sotschi 2014 bereits 180 Meter.
1998 gelang auch den Schweizer Curlern ein Riesenerfolg. Sie holten sich Gold gegen den Favoriten Kanada. Während früher mit Reisbesen gecurlt wurde, sind die Besen heute synthetischer Natur. Bessere Performance, weniger Stroh auf dem Eis. Übrigens: Ein Stein wiegt rund 19 Kilogramm.
Curling in St. Moritz
Ausgetanzt hat es sich wiederum mit dem Skiballett. Pirouetten, Saltos, schillernde Kostüme. 1988 und 1992 war Skiballett – später Acroski – Demonstrationssportart an den Olympischen Winterspielen. Das heisst, deren Wertung floss nicht in die offiziellen Statistiken ein. Dennoch feierte die Schweiz 1992 im französischen Albertville Conny Kisslings Goldmedaille. Bald darauf wurde die Sportart von Disziplinen wie Slopestyle, Big Air oder Halfpipe abgelöst.
