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Bundesrat will Insekten als Futtermittel



Der Bundesrat steht dem Anliegen offen gegenüber, künftig Insekten als Futtermittel für Speisefische und Nutztiere wie Geflügel und Schweine zuzulassen. Er hat eine entsprechende Motion von Claudia Friedl (SP/SG) zur Annahme empfohlen.

A man selects cochineal insects at a greenhouse used to cultivate cochineal insects in Huejotzingo, Mexican state of Puebla September 25, 2014. In the shadow of the massive El Popo volcano, cactus growers in Mexico are helping to revive an ancient dying tradition with the help of a tiny bug that feeds off the country's prickly pears. The humble cochineal insect once occupied a proud place in pre-Hispanic culture as a natural dye for clothes and art. But over the years synthetic colours and the bug's parasitic nature saw it lose favour with local farmers. But amidst worldwide demand for the bug that has come from unlikely sources such as Starbucks and fashionistas, growers of the bug are cashing in. Picture taken September 25, 2014. REUTERS/Tomas Bravo (MEXICO - Tags: SOCIETY AGRICULTURE BUSINESS TEXTILE EMPLOYMENT)

Hier wird die Cochenilleschildlaus im Mexiko kultiviert. Bild: TOMAS BRAVO/REUTERS

Heute sind Insekten als Futtermittel nur für Haus- und Heimtiere erlaubt. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) bewilligte im vergangenen Jahr zudem die Verwendung eines Insektenmehls für die Fütterung von Fischen, die in der Schweiz vermarktet werden. Nun ist der Bundesrat bereit, die generelle Zulassung von Insekten in der Futtermittelproduktion zu prüfen.

Eine breitere Abstützung der Proteinversorgung bei der Fütterung von Tieren sei sinnvoll, schreibt er in seiner am Montag veröffentlichten Antwort auf den Vorstoss von Friedl. Aufgrund des Landwirtschaftsabkommens mit der EU müsse zur Vermeidung von negativen Auswirkungen auf den Handel mit Tieren und tierischen Produkten die Umsetzung mit der EU koordiniert werden.

Ein letzter grosser Auftritt für tote Insekten

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Ein letzter grosser Auftritt für tote Insekten
quelle: solent news / adnan demir/solent news & photo agency
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Die Motionärin begründet ihr Anliegen damit, dass der Fischkonsum in der Schweiz steige. Dieser sei jedoch längst nicht mehr unproblematisch, da schätzungsweise ein Drittel bis die Hälfte aller Fischbestände in den Meeren überfischt und rund ein Zehntel bereits kollabiert sei.

Doch auch der Konsum von Zuchtfischen hat einen Einfluss auf die Wildbestände, denn oft besteht das Futter in Aquafarmen selbst aus Fisch. Alternativ werden Reste aus der Tierschlachtung verfüttert: zum Beispiel die zermahlenen Knochen von Schweinen und Hühnern. Deshalb brauche es Alternativen wie Futtermehl aus Insektenlarven.

Als nächstes entscheidet der Nationalrat über die Motion.

(sda)

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