bedeckt, wenig Regen
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wirtschaft
Bundesrat

Bundesrat will Insekten als Futtermittel

Bundesrat will Insekten als Futtermittel

12.12.2016, 13:1312.12.2016, 13:21

Der Bundesrat steht dem Anliegen offen gegenüber, künftig Insekten als Futtermittel für Speisefische und Nutztiere wie Geflügel und Schweine zuzulassen. Er hat eine entsprechende Motion von Claudia Friedl (SP/SG) zur Annahme empfohlen.

A man selects cochineal insects at a greenhouse used to cultivate cochineal insects in Huejotzingo, Mexican state of Puebla September 25, 2014. In the shadow of the massive El Popo volcano, cactus gro ...
Hier wird die Cochenilleschildlaus im Mexiko kultiviert.Bild: TOMAS BRAVO/REUTERS

Heute sind Insekten als Futtermittel nur für Haus- und Heimtiere erlaubt. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) bewilligte im vergangenen Jahr zudem die Verwendung eines Insektenmehls für die Fütterung von Fischen, die in der Schweiz vermarktet werden. Nun ist der Bundesrat bereit, die generelle Zulassung von Insekten in der Futtermittelproduktion zu prüfen.

Eine breitere Abstützung der Proteinversorgung bei der Fütterung von Tieren sei sinnvoll, schreibt er in seiner am Montag veröffentlichten Antwort auf den Vorstoss von Friedl. Aufgrund des Landwirtschaftsabkommens mit der EU müsse zur Vermeidung von negativen Auswirkungen auf den Handel mit Tieren und tierischen Produkten die Umsetzung mit der EU koordiniert werden.

Ein letzter grosser Auftritt für tote Insekten

1 / 12
Ein letzter grosser Auftritt für tote Insekten
quelle: solent news / adnan demir/solent news & photo agency
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Die Motionärin begründet ihr Anliegen damit, dass der Fischkonsum in der Schweiz steige. Dieser sei jedoch längst nicht mehr unproblematisch, da schätzungsweise ein Drittel bis die Hälfte aller Fischbestände in den Meeren überfischt und rund ein Zehntel bereits kollabiert sei.

Doch auch der Konsum von Zuchtfischen hat einen Einfluss auf die Wildbestände, denn oft besteht das Futter in Aquafarmen selbst aus Fisch. Alternativ werden Reste aus der Tierschlachtung verfüttert: zum Beispiel die zermahlenen Knochen von Schweinen und Hühnern. Deshalb brauche es Alternativen wie Futtermehl aus Insektenlarven.

Als nächstes entscheidet der Nationalrat über die Motion.

Food
AbonnierenAbonnieren

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Herzog & de Meuron verkaufen ihr Architekturbüro – an ihre Mitarbeitenden

Die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron haben die Nachfolge des gleichnamigen Architekturbüros geregelt. Sie verkaufen die Firma an Schlüsselmitarbeitende, wie das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» (Vorabdruck zur Ausgabe vom 25.11.) berichtet.

Zur Story