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iPhone 6S Display kaputt

Trotz Sicherheitsglas kaputt: Da gibt es nur noch eins, oder? Bild: Shutterstock

iPhone-Schäden – was Apple (gratis) repariert, und was nicht

Ein internes Apple-Dokument zeigt, wann iPhones in Reparatur genommen oder ersetzt werden. Und welche Beanstandungen nichts bringen.



Der Überblick:

  1. iPhone-Schäden, die gratis behoben werden
  2. Schäden, die kosten
  3. Was (laut Apple) nicht geht
  4. Wir müssen über «Flüssigkeit» reden
  5. Nichts ist in Stein gemeisselt
  6. Ist es ein Garantie-Fall?

Wer mit einem beschädigten iPhone in den Apple Store marschiert, weiss häufig nicht, wie der Besuch endet. Gibt es kostenlosen Ersatz, muss man zum Portemonnaie greifen oder wird gar die Reparatur verweigert?

Auf der anderen Seite stehen die Support-Spezialisten. Man will sich gar nicht vorstellen, was sie an einem normalen Arbeitstag an Dummheiten und frechen Lügen hören.

Am 1. September berichtete Business Insider über ein Apple-internes Dokument, das bei Dropbox gelandet sei.

Das Dokument richte sich an Apple-Angestellte und Techniker bei Partnerfirmen (Autorisierte Service Provider). Auf 22 Seiten werde erläutert, wie auf iPhone-Schadenfälle zu reagieren sei.

Geleakt ist offenbar der «Visual/Mechanical Inspection Guide» (VMI) für die drei letzten iPhone-Generationen (6, 6S und 7).

«So ein Dokument liegt uns für alle Produkte vor. Es wird für die physische Inspektion verwendet und für die Bestimmung der Schadenskosten. Das ist eigentlich das halbe Training für iPhone-Techniker.»

Apple-Retail-Mitarbeiter, anonym. quelle: business insider

Wir fassen die wichtigsten Erkenntnisse zusammen, wobei anzumerken ist, dass «erfahrenen» Apple-Kunden die eine oder andere Vorgehensweise bekannt vorkommen dürfte.

PS: Über die Apple-internen Unterlagen zu iPhone-Reparaturen wurde auch schon früher berichtet, etwa 2013 zum iPhone 5.

iPhone-Schäden, die gratis behoben werden

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Schäden, die kosten

Apple spricht von «Out-of-warranty Service», das sind kostenpflichtige Reparaturen, die nicht durch die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungspflicht, die Hersteller-Garantie oder die Zusatz-Versicherung «AppleCare+» gedeckt sind (wobei dabei auch Kosten anfallen können, siehe unten).

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Was (laut Apple) nicht geht

Gewisse Fälle sind gemäss Apple-Dokument aussichtslos, das entsprechende Gerät könne nicht repariert werden:

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«Kosmetische Schäden», wie etwa Kratzer, Beulen, Einbuchtungen und zerbrochener Kunststoff fallen nicht unter Garantie, wie auch andere Defekte, die durch «normalen Gebrauch» entstanden oder durch die «normale Alterung» des Geräts.

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screenshot: business insider

Falls nicht auch noch ein anderer Hardware-Schaden vorliege, solle die Reparatur oder der Ersatz verweigert werden.

Wir müssen über «Flüssigkeit» reden

Das Apple-Dokument gibt laut Business Insider ebenfalls vor, welche Fragen die Techniker den Kunden stellen sollen, wenn sie vermuten, dass das iPhone einen Wasserschaden aufweist. Und sie sollten das iPhone zuerst auseinander bauen, bevor sie einen Wasserschaden als Garantiefall ablehnen.

Gut zu wissen: Jedes iPhone besitzt einen externen und einen internen Flüssigkeitssensor (LCI), der den «Kontakt» mit Wasser oder einer anderen Flüssigkeit anzeigen kann.

Wenn nur der externe LCI ausgelöst wurde, der interne LCI aber nicht, und es weder Korrosion noch andere Anzeichen für eingedrungene Flüssigkeit gibt, kann das iPhone immer noch unter die Garantie fallen (und kostenlos ersetzt werden). 

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screenshot: business insider

So kontrolliert man den externen Flüssigkeitssensor bei einem iPhone 7

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Nichts ist in Stein gemeisselt

Wer mit einem beschädigten iPhone in den Apple Store geht, kann durchaus eine positive Überraschung erleben. Immer wieder zeigen sich Mitarbeiter entgegenkommend und ersetzen zum Beispiel auch Geräte, die nicht unter Garantie fallen.

Der iPhone-Hersteller gesteht den Mitarbeitern einen gewissen Ermessensspielraum zu. Es gebe immer wieder Fälle, in denen ein Defekt nicht durch die Garantie abgedeckt sei. «Aber wir tauschen das iPhone trotzdem aus», verriet ein Techniker.

Aktuell hören wir aus den USA, dass sich das Unternehmen in Ausnahmesituationen «inoffiziell» grosszügig zeige. Mehrere vom Hurrikan «Harvey» betroffene Apple-User würden von Gratis-Reparaturen berichten, schreibt 9to5Mac.

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screenshot: 9to5mac

Du hast einen ungewöhnlichen Apple-Support-Fall erlebt? Dann schreib uns via Kommentarfunktion oder per E-Mail.

Wo findet man zusätzliche Informationen zu iPhone-Reparaturen?

Auf der Apple-Website gibt es diverse Support-Dokumente rund um die Reparatur von beschädigten iPhones durch den Hersteller oder einen autorisierten Apple-Partner.

«Die meisten Displayschäden entstehen durch Unfallschäden, die nicht von der Apple-Garantie abgedeckt sind.»

quelle: support.apple.com

Ist es ein Garantie-Fall?

2013 berichtete ich, damals für 20 Minuten Online, über die Verwirrung bei den Garantie-Bestimmungen. Der Kassensturz schrieb von «Beschiss mit Garantie», Apple widersprach vehement und verwies auf die eigene Website. Dort werde über die zweijährige Gewährleistungspflicht informiert, wie auch über die «eingeschränkte Apple-Garantie» sowie AppleCare.

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screenshot: apple.com

«Das Gewährleistungsrecht kann zwei Jahre ab Kaufdatum bei dem Händler geltend gemacht werden, bei dem das Produkt gekauft wurde. Dabei gilt es die Kaufquittung vorzuweisen. Der Verkäufer muss auch für Mängel am Gerät geradestehen, die erst nachträglich (aber in den zwei Jahren) auftreten.

Zusätzlich wird vom Hersteller selbst eine Hersteller-Garantie gewährt. Bei Apple beträgt sie ein Jahr. Innert dieser Frist kann der Kunde sein mangelhaftes Gerät direkt beim Hersteller zurückgeben, das Vorweisen einer Kaufquittung ist in der Regel nicht erforderlich.» (Quelle: 20 Minuten)

via macwelt.de

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 08.09.2017 17:24
    Highlight Highlight Haha echt billig, es geht einfach nur um Apple 😂
  • efrain 06.09.2017 00:11
    Highlight Highlight In meiner Erfahrung: Garantie ist bei Mobiltelefonen inexistent. Kann man vergessen, sofern das Problem nicht sofort nach dem Kauf auftritt. Und das fällt dann nicht wirklich unter Garantie, sondern unter Mängel.

    Im Allgemeinen ist ziemlich unklar, was man sich bei Mobiltelefonen in Punkto Langlebigkeit eigentlich 'kauft'. Offenbar gibt es keinerlei Ansprüche, wenn das Telefon nach 2 Jahren einfach den Geist aufgibt.
  • Madison Pierce 05.09.2017 21:44
    Highlight Highlight Vielleicht so als Tipp: fast alles, was nicht unter die Garantie fällt (da Selbstverschulden), bezahlt die Hausratversicherung.

    Wusste ich nicht, bis es mir mein Versicherungsheini gesagt hat. Gibt aber natürlich Selbstbehalt, je nach Versicherung 50-100 Fr.
  • GreenBerlin 05.09.2017 20:23
    Highlight Highlight Kleine Anmerkung am Rande: Gratis repariert Apple GAR NICHTS. Wenn, dann sind es Garantiefälle, die so oder so im Preis einkalkuliert sind oder man hat einfach Glück, dass ein Mitarbeiter kulant zu einem ist oder einem mag, auch wenn das die Ausnahme sein dürfte. Nur so als kleiner reminder..auch wenn im Artikel behauptet wird, man sei aktuell "inoffiziell" grosszügiger geworden. Von Grosszügigkeit kann erst die Rede sein, wenn der "inoffizielle" 20%-Apple-Aufschlag beim Kauf eines Geräts entfällt, der solche ach so zunehmenden "Grosszügigleiten" erst möglich macht.
  • Max Müsterlein 05.09.2017 19:07
    Highlight Highlight Meine Apple-Produkte gehen gar nie kaputt.
  • flyingdutch18 05.09.2017 17:49
    Highlight Highlight Mein iPhone SE hatte durch ausgelaufene Flüssigseife im Rucksack einen Display-Schaden. Im Apple-Store, wo ich es gekauft hatte, wurde es mir gratis auf Garantie ersetzt. Zwei Stunden später, nach Restore from Backup, hatte ich alles wie vorher, aber ein neues Gerät mit neuem Akku (der alte war bereits 13 Monate) alt. Meine Apple-Erfahrung hätte besser nicht sein können!
  • Hüendli 05.09.2017 17:47
    Highlight Highlight Unsere tägliche Apple-Dosis gib uns heute, Don schurt3r 🙏🏼 Nicht, dass ement die Einladung in den Tempel des hl. Steve noch cancelled wird 😜 Sent from my iPad™ (ächt jetz, imfall!)
    • @schurt3r 07.09.2017 12:44
      Highlight Highlight "Don schurt3r" dankt fürs Feedback!
      Benutzer Bildabspielen
  • SVARTGARD 05.09.2017 17:38
    Highlight Highlight Neu kaufen,wer hat der kann.
  • ChiliForever 05.09.2017 17:35
    Highlight Highlight Eigentlich alles Punkte, für die auch der gesunde Menschenverstand des Kunden reicht, oder ?
  • Suchlicht 05.09.2017 17:29
    Highlight Highlight Ich dachte, das iPhone 7 sei wasserdicht? Wie kommt dann im SIM-Slot Wasser rein, welches den LCI auslöst? Durch Druck bei zu grosser Tauchtiefe?
  • Acacia 05.09.2017 17:26
    Highlight Highlight Zum Glück wird das neue iPhone ja ev. aus Glas sein, dann kann sicher nichts mehr passieren.
  • eleven86 05.09.2017 17:07
    Highlight Highlight Apple kann in der Tat sehr grosszügig sein. Mir ist vor einiger Zeit meine Tasche mit einem neuen MacBook Air drin runtergefallen. Es hatte danach zwar nur eine kl. Delle am Rand, aber genau da war die WLAN-Antenne drin. Fazit: WLAN ging nicht mehr. Habs in den AppleStore im Glatt gebracht, Reparaturofferte war ca. 700.-, da das komplette Display getauscht werden muss (ist alles ein Modul). Als der Verkäufer (sorry, Apple Genius) die Historie von Apple-Devices (sind einige) unter meiner Apple-ID gesehen hat sprach er kurz mit dem Filialleiter und das ganze wurde gratis Repariert:D Danke Apple!
  • marsel 05.09.2017 16:51
    Highlight Highlight Ist jetzt nicht wirklich kurios, aber gleichwohl bemerkenswert, dass der Austausch des Displays meines iPhone 6 (nach Glasbruch) im Applestore mit Originalteilen deutlich günstiger war als bei einem nicht offiziellen Feld-Wald-Wiesen Reparatur Service. Zudem dauert die Reparatur nur ca. eine Stunde und das iPhone ist wieder flott.

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Kriminelle versenden im Namen der Post SMS, die über eine angebliche Zustellung informieren. Betrüger versuchen so auf Android-Geräten eine Spionage-App zu installieren oder an die Apple-ID von iPhone-Nutzern zu gelangen.

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