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Das Angebot umfasse zunächst den günstigsten Service UberX.
Das Angebot umfasse zunächst den günstigsten Service UberX.Bild: EPA

Uber bietet seine Dienste neu auch in Luzern an – und will weiter expandieren

19.12.2019, 16:14

Der Fahrdienstvermittler Uber ist seit Freitag auch in Luzern aktiv. Das Unternehmen konzentriert sich vorerst auf die Stadt, will das Angebot aber in den kommenden Wochen ausweiten. Man reagiere damit auf eine bestehende Nachfrage.

Denn seit Anfang Jahr versuchten Nutzerinnen und Nutzer in Luzern rund 60'000 Mal, eine Fahrt über die Uber-App zu bestellen, wie das Unternehmen mitteilte. Gleichzeitig hätten über 1000 Fahrer versucht, mit der App Fahrten anzubieten.

Das Angebot umfasse zunächst den günstigsten Service UberX. Ein Ausbau sei in Planung. Derzeit liege der Fokus primär auf Fahrten mit Start in der Stadt Luzern, hiess es bei Uber auf Anfrage. Welche Gebiete bereits freigeschaltet seien, konnte eine Sprecherin nicht sagen. Man hoffe auf eine baldige Ausweitung über die Stadtgrenzen hinaus. Der Zielort dagegen sei unabhängig wählbar.

So wäre beispielsweise eine Fahrt von Luzern nach Interlaken, wo das Angebot nicht verfügbar sei, möglich. Allerdings hätte der Fahrer oder die Fahrerin am Zielort keine Möglichkeit, über die App neue Kundschaft vor Ort zu finden.

Neben dem Start in Luzern investiert Uber auch in weitere Städte der Schweiz und verstärkt das Angebot insbesondere in den bereits bestehenden Regionen Winterthur, Baden und Zug. Uber ist weltweit in mehr als 700 Städten in 66 Ländern aktiv.

Rechtsstreit in Genf

Dass Uber erst gut fünf Jahre nach dem Schweizer Start nun auch in Luzern aktiv wird, habe damit zu tun, dass man sich zunächst auf den Aufbau in den Städten Zürich, Genf, Lausanne und Basel konzentrierte, sagte die Sprecherin. In jüngster Zeit habe sich das Unternehmen mit den Luzerner Behörden ausgetauscht, zumal die Regulierungen in der Schweiz heterogen seien. Die rechtlichen Bedingungen in der Stadt und im Kanton Luzern seien für das Angebot gut geeignet.

Uber geriet schon wiederholt ins Fadenkreuz der Schweizer Politik. Im Aargau diskutieren Politiker, ob der US-amerikanische Fahrdienst verboten werden soll. In Genf ist dies bereits geschehen. Ein primärer Kritikpunkt ist das Anstellungsverhältnis der Fahrer. Diese werden von Uber nicht angestellt, sondern sind «selbstständig».

Das kalifornische Unternehmen müsse die kantonalen Gesetze und Regeln für Taxis und Transporte mit Chauffeuren sowie das Obligationenrecht einhalten, entschied der Kanton Genf. Uber erwirkte juristisch eine aufschiebende Wirkung. Man erwarte nun einen Entscheid in den nächsten sechs bis zwölf Monaten.

(dfr/sda)

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