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epa07258737 US President Donald J. Trump (C) speaks in front of a poster depicting his image, beside US Acting Secretary of the Interior David Bernhardt (L) and Acting Secretary of Defense Patrick Shanahan (R); during a meeting with members of Trump's Cabinet in the Cabinet Room of the White House in Washington, DC, USA, 02 January 2019. President Trump used the opportunity to speak on plans to host Congressional Democratic and Republican leaders to discuss the ongoing partial shutdown of the federal government and funding for border security. Trump also spoke on international affairs and the economy.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Geschichtsunterricht in Absurdistan: Trump doziert vor seinem Kabinett. Bild: EPA/EPA

Warum Trump plötzlich die Sowjets verteidigt

Die sowjetische Invasion in Afghanistan war okay, erklärt der US-Präsident vor laufenden Kameras und stösst damit selbst seine konservativen Anhänger vor den Kopf. Warum tut er das?



Am 27. Dezember 1979 marschierten Truppen der damaligen Sowjetunion in Afghanistan ein und begannen einen Krieg, der bis 1988 dauern und mehr als eine Million Menschen das Leben kosten sollte. Ähnlich wie der Vietnamkrieg gilt dieser Krieg in der offiziellen Geschichtsschreibung als kolossale Dummheit und als der Anfang vom Ende der ehemaligen Supermacht UdSSR.

An Afghan guerrilla handles a U.S. made Stinger anti-aircraft missile, Feb. 9, 1988. Mikhail Gorbachev announced that a Soviet withdrawal from Afghanistan will begin May 15 if UN-sponsored peace talks reach a settlement within five weeks. For years, the Soviets have said withdrawal depends on a U.S. commitment to stop supplying Stingers and other weapons to the guerrillas. (AP Photo/David Stewart-Smith)

Letztlich siegreich: Afghanische Widerstandskämpfer gegen die sowjetischen Truppen. Bild: AP NY

In der Geschichtsschreibung von Donald Trump hingegen tönt es ganz anders. Zur allgemeinen Verblüffung erklärte er kürzlich vor laufenden Kameras: «Der Grund, weshalb die Russen in Afghanistan einmarschierten, lag darin, dass Terroristen nach Russland eindrangen», so der US-Präsident. «Die Russen befanden sich deshalb im Recht.»

Trump redet immer wieder mal wirres Zeug, aber diesmal ging er selbst für seine Fans zu weit. «Wir können uns an keine absurdere historische Aussage eines amerikanischen Präsidenten erinnern», kommentierte das Trump-freundliche «Wall Street Journal». «Die Invasion der Sowjetunion in Afghanistan mit drei Divisionen diente dazu, eine kommunistische Regierung an der Macht zu halten. (…) Mr. Trumps gestörtes Verhältnis zu Geschichte kann daran nichts ändern.»

Afghanistan ist kein Einzelfall in Trumps historischem Absurdistan. Bereits früher hat er erklärt, Montenegro werde einen Dritten Weltkrieg auslösen, obwohl es sehr unwahrscheinlich scheint, dass er den Zwergstaat im Balkan auf einer Weltkarte orten könnte. Ebenso bizarr war seine Warnung, die Polen hegten die Absicht, Truppen in Weissrussland einmarschieren zu lassen.

Der rote Faden im Chaos

Trumps Unsinn hat Methode: Die irre Afghanistan-These hat ein Gegenstück in der russischen Duma, wo Putins Partei «Einiges Russland» eine Motion zur nachträglichen Rechtfertigung des unseligen Kriegs in Afghanistan eingebracht hat. Die Warnung vor Montenegro erfolgte just in dem Moment, als das Land zur grossen Verärgerung des Kremls der Nato beitrat; und die angebliche polnische Invasion in Weissrussland war Teil der russischen Propaganda nach der widerrechtlichen Annexion der Krim.

U.S. President Donald Trump, left, tosses a soccer ball to his wife first lady Melania Trump after Russian President Vladimir Putin presented it to him during a press conference after their meeting at the Presidential Palace in Helsinki, Finland, Monday, July 16, 2018. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)

Trump und Putin bei der legendären Pressekonferenz in Helsinki. Bild: AP/AP

Kein Wunder also, dass die These, wonach Trump eine Marionette Putins sei, erneuten Auftrieb erhalten hat. Zur Erinnerung: Trump hat schon beim denkwürdigen Treffen der beiden Staatsoberhäupter in Helsinki im vergangenen Sommer dem russischen Präsidenten mehr Glauben geschenkt als seinen eigenen Geheimdiensten.

Die Amerikaner haben soeben die Sanktionen gegen den russischen Aluminium-Tycoon und engen Putin-Vertrauten Oleg Deripaska aufgehoben; und schliesslich hat Trump sehr zur Freude des russischen Präsidenten den Abzug aller US-Truppen aus Syrien angekündigt.

Kein Wunder auch, dass die Ermittlungen von Robert Mueller noch keineswegs abgeschlossen sind. Der Sonderermittler hat soeben eine Verlängerung der Grand Jury um sechs Monate beantragt. Es handelt sich dabei um das Gremium, das Vorladungen und Anklagen absegnen muss. Allgemein wird erwartet, dass die Grand Jury bald gewichtige Entscheide zu fällen hat, etwa, dass der Trump Vertraute Roger Stone oder gar  Donald Trump jr. angeklagt werden.

Political consultant Roger Stone attends a screening of

Rechnet täglich mit einer Anklage: Trump-Kumpel Roger Stone. Bild: Brent N. Clarke/Invision/AP/Invision

Auch die neuen Machtverhältnisse im Kongress wird der Präsident bald schmerzlich zu spüren bekommen. Adam Schiff, der neue Vorsitzende des House Intelligence Committee, wird mit Volldampf die Ermittlungen in der Russlandaffäre vorantreiben. Sein republikanischer Vorgänger Devin Nunes hatte zuvor zwei Jahre lang alles unternommen, um Mueller die Arbeit zu erschweren.

Nicht nur das russische Damoklesschwert hängt über Trump. Insgesamt sind mindestens 17 Verfahren gegen ihn hängig. Verzweifelt versucht Trump, davon abzulenken. Deshalb hat er die Verwaltung seit 16 Tagen teilweise lahmgelegt in der Hoffnung, die angebliche Bedrohung durch kriminelle Immigranten aus Lateinamerika und die Notwendigkeit des Baus einer Mauer zum beherrschenden Thema zu machen.

Das ist ebenso absurd wie die Afghanistan-These. Die Anzahl illegaler Einwanderungen ist seit 2000 drastisch zurückgegangen und bei den vermeintlich gefährlichen Einwanderern handelt es sich überwiegend um Frauen und Kinder.

Border wall prototypes stand in San Diego near the Mexico U.S. border, seen from Tijuana, Saturday, Dec. 22, 2018. The U.S. federal government remains partially closed in a protracted standoff over President Donald Trump's demand for money to build a border wall with Mexico. (AP Photo/Daniel Ochoa de Olza)

Existiert nur als Muster: Trumps Mauer gegen Mexiko. Bild: AP/AP

Das hindert Trump nicht daran zu drohen, den Bau der Mauer mittels Notrecht und Militär zu erzwingen. Das hätte eine sehr gefährliche Staatskrise zur Folge. Bruce Ackermann, Rechtsprofessor an der Yale University, erklärt in der «New York Times» unmissverständlich: «Nicht nur wäre eine solche Aktion illegal, die Soldaten, die diesem Befehl Folge leisten würden, begingen eine Straftat.»

Die mächtigste Frau Amerikas ist zurück auf dem Thron

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • BenFränkly 08.01.2019 21:52
    Highlight Highlight Wer kann sich alles noch an die gute alte Zeit erinnern, als wir uns über die Wahl von George W. Bush wunderten?
  • Komsomol 08.01.2019 14:05
    Highlight Highlight Er hat Afghanistan mit Tschetschenien verwechselt. Tragisch, kann aber passieren ... ;)
  • mbr72 08.01.2019 12:44
    Highlight Highlight Ueli Maurer zur Begrüssung am WEF: "Hello Mr. Trump, I brought you a present.. me! ... the only Maurer you ever get *muahaha*!!"
  • Dirk Leinher 07.01.2019 18:32
    Highlight Highlight Bei Trump kommt halt niemand auf die Idee sich überhaupt eigene Gedanken zu den völkerrechtlichen Aspekten der Aussagen zu machen. Man kann einfach stammtischhaft gröllend Loepfe zu prosten.
    • Lamino 420 07.01.2019 20:32
      Highlight Highlight Wie interpretierst denn du ihn?
  • Max Dick 07.01.2019 17:45
    Highlight Highlight Eins muss man ihm lassen: Er hüpft in einem Tempo von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen, in welchem die Presse nicht mal nachkommt, alles zu kommentieren. Von ihm hat man schon mehr faux-pas vergessen, als all seine Vorgänger überhaupt je hatten.
  • John Henry Eden 07.01.2019 16:26
    Highlight Highlight Der Einmarsch der Sowjets war politisch logisch und gesellschaftlich richtig. Freiheitskämpfer waren die Mudschahedin nicht, sondern Gotteskrieger. Im kommunistischen Afghanistan hatten Frauen dieselben Rechte wie Männer. Was diese bärtigen Nasenabschneider nicht akzeptieren wollten.

    Das Foto im Artikel zeigt den Grund für die Niederlage der Sowjets. Von den USA gelieferte Stinger-Raketen holten die Kampfhubschrauber der Roten Armee von Himmel. Zuvor hatten die Mudschahedin kein Mittel gegen diese fliegenden Giganten.

    Die Amis machten islamische Gotteskrieger erst gross.
    • Dirk Leinher 07.01.2019 18:05
      Highlight Highlight Nein, das kann nicht sein. Die USA unterstützen doch immer nur die Guten,oder etwa nicht?
    • Enzasa 07.01.2019 19:11
      Highlight Highlight Ohne Einmarsch der Russen gäbe es keine Mudschahedine.
    • Borki 07.01.2019 19:34
      Highlight Highlight @Hoppla!: Hast du gerade noch einen konkreten Buchtipp zur Geschichte Afghanistans?
      Und kennst du "So weit die Knie tragen" von Rory Stewart?
  • Kopold 07.01.2019 16:11
    Highlight Highlight Dazu passt Rachel Maddow's kürzliche Zusammenfassung von Trumps seeehr auffällig nachgeplapperter Russenpropaganda:
    Play Icon
    • Swisslord 07.01.2019 16:28
      Highlight Highlight Maddow sollte sich wieder mal auf ihre guten Anfängen konzentrieren und nicht nur Propoganda für die Demokraten machen.
      Play Icon
    • Philipp Löpfe 07.01.2019 17:25
      Highlight Highlight Guter Tipp, Rachel Maddows lohnt sich immer.
    • walsi 07.01.2019 18:24
      Highlight Highlight @Löpfe: Kann man sehen wie man will. Hier hat Rachel Madsows eine Antwort erhalten die sie so nicht erwartet hätte. Eine Demokratin und zukünftige Präsidentschaftskandidatin teil Trumps Position.

      Play Icon
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  • Menel 07.01.2019 16:09
    Highlight Highlight Es wird immer lustiger...
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    • BaBa17 07.01.2019 20:18
      Highlight Highlight Jep ist so..
      Benutzer Bild
  • lilie 07.01.2019 15:41
    Highlight Highlight Wozu braucht der noch eine Golden Shower bei dem Brunz, den der ständig rauslässt? 🙈
    • Ich hol jetzt das Schwein 07.01.2019 21:57
      Highlight Highlight Er hat wohl ein Nierenleiden. Der Seich läuft ihm laufend aus dem Maul...
    • Nokama14 08.01.2019 19:22
      Highlight Highlight Kein Wunder ist er die ganze Zeit so angepisst.
    • lilie 09.01.2019 09:07
      Highlight Highlight @Ich hol: Da wurde wohl eine Leitung falsch verlegt. 😜

      @Nokama: ... und alle anderen. 🙄
  • DerewigeSchweizer 07.01.2019 14:18
    Highlight Highlight Also wer da von " irre Afghanistan-These", "Unisnn" und "wirres Zeugs" schreibt, ist offensichtlich geschichtlich und weltpolitisch nicht sehr sattelfest.

    Nicht das dies jetzt DER Kriegsgrund gewesen wäre, aber diese Art Probleme waren und sind eine Tatsache, mit der die ehemaligen Gus-Staaten Usbekistan, Kasachstan und Turkmenistan ihre liebe Mühe haben.

    Riad spendet jährlich hunderte Millionen zum Moscheebau in andern (diesen) Ländern.
    • AdiB 07.01.2019 15:28
      Highlight Highlight Und jetzt. Sind auch mehrheitlich muslime und gelten als muslimische staaten. Oder willst du den muslimen in ihrer heimat auch noch verbieten moscheen zu bauen?
    • Baba 07.01.2019 15:54
      Highlight Highlight Nun AdiB - den Fundi-Islam, wie er im saudischen Königreich gelebt wird, wünsche ich mir wirklich nicht überall in der muslimischen Welt! Dass SA zudem massiv den Terror unterstützt, ja seine eigenen Bürger terrorisiert, bzw. abschlachtet (Kashoggi), ist ein offenes Geheimnis. Auch wenn 45 das natürlich ander$ sieht.

      Z.B. die Therwiler Kids, die ihrer Lehrerin die Hand nicht geben wollten, bewegen sich (Ihr Vater ist dort Imam) in der König Faysal Moschee, die von SA gesponsert ist. DAS ist der von SA gewünschte/verbreitete Islam, ziemlich extrem. Nicht kompatibel mit westlichem Werten!
    • AdiB 07.01.2019 16:08
      Highlight Highlight "Nicht kompatibel mit westlichem Werten!" Ok, dies ist so, aber pakistan u.s.w sind keine westlichen länder und vertretten ihre werte. Gelten seit neustem überall westliche werte? Genau dieses hochnäsige verhalten des westens hat sie unbeliebt gemacht, genau so haben sich die westlichen mächte zur kolonialzeit verhalten. Jedem seine art des lebens aufzwingen. Andere länder andere sitten und in dem fall betrifft es auch einen anderen kontinent. Wie wäre es mal sich nicht überall einzumieschen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 07.01.2019 14:14
    Highlight Highlight Zu erwähnen wäre da noch, dass die Mutschahedin damals von den USA unterstützt wurden. Deshalb dauerte der Krieg so lange und gab es so viele Tote. Besonderes Schmankerl dabei ist, dass ein gewisser Binladen von den USA tatkräftig unterstützt wurde. Hätte die USA sich damals nicht eingemischt wäre sehr wahrscheinlich 9/11 nicht passiert und in Afghanistan gäbe es keinen Krieg.
    • PaLve! 07.01.2019 16:22
      Highlight Highlight Die Sowjets sind jedoch erst einmarschiert, als die Amerikaner schon tatkräftig die Mudschahedin unterstützt haben.
    • Sandro Lightwood 07.01.2019 16:43
      Highlight Highlight Sie hätten die Afghanen nach dem Krieg nicht im stich lassen dürfen. Aber denselben Fehler machen die ja sicher nicht nochmal... duckundweg
    • walsi 07.01.2019 17:51
      Highlight Highlight @recon..: Eine beliebte Strategie der USA ist ja, der Feind meines Feindes ist mein Freund. Das Problem ist ja nur, dass ihnen diese Strategie immer wieder einmal um die Ohren fliegt. Man bekommt fast den Eindruck, dass die daraus nichts lernen. Hussein war auch einmal der Verbündete der USA. Assad hat für die USA gefolterte im Zuge der Aufklärung um 9/11 usw.
  • smoking gun 07.01.2019 13:34
    Highlight Highlight Lassen wir doch Mister Brzezinski gleich selber erklären wie es wirklich war:

    https://www.radio-utopie.de/2014/10/16/in-1998-zensiertes-brzezinski-interview-die-russland-falle/

    Auch kein Geheimnis ist der Umstand, dass die Golfmonarchien zehntausende Mudschahedin angeheuert und nach Afghanistan geschickt haben. Daraus sind dann die Taliban entstanden.

    Selbstverständlich bestand die Gefahr, dass die Mudschahedin nach Russland vordringen würden. Aber die Aussage Trumps, das sei der Grund für die russische Invasion gewesen, ist natürlich so nicht richtig.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 07.01.2019 14:22
      Highlight Highlight Naja, ich weiß nicht ob die Golfmonarchien die Mudschahedin geschickt hatten.
      Traurig ist eigentlich an dieser Sache vor allem, dass Amerika seinerzeit die Taliban ausgebildet und ausgestattet haben und sie nun ausgelöscht haben.
      Nein, ich will weder die Amerikaner noch die Taliban in Schutz nehmen. Es geht mir lediglich um diese einfach nur sehr traurige Tatsache.
    • smoking gun 07.01.2019 15:04
      Highlight Highlight @Planet Escoria auch bekannt als Gähn: "Traurig ist eigentlich an dieser Sache vor allem, dass Amerika seinerzeit die Taliban ausgebildet und ausgestattet haben und sie nun ausgelöscht haben."

      Hä? Sorry, die Taliban sind alles andere als "ausgelöscht". Das gleiche gilt für den IS.

      Und was sagst du zu Brzezinski? Seine Aussage im Interview, dass die USA bereits vor der sowjetischen Invasion die Gegner der Regierung in Kabul unterstützt haben? Und die Sowjetunion in eine Falle gelockt wurden?
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 07.01.2019 15:32
      Highlight Highlight Ich sage dazu nur folgendes:
      Amerika ist unter Trump endgültig zum Irrenhaus geworden.
      Zur Ergänzung:
      Ich finde es allgemein eine verdammt traurige Schweinerei, wenn man zuerst Menschen für eigene Konflikte instrumentalisiert und sie dann im Chaos zurück lässt.
      Man mag mich für diesen Gedanken hassen, aber ich steh dazu, dass ich diese ganze Geschichte widerlich und traurig finde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Julian Roechelt 07.01.2019 13:33
    Highlight Highlight Die Verweise auf "Mueller" erinnern mich immer an die berühmte Szene in "der Untergang", wo Hitler auf den Angriff Steiners hofft, der aber nie erfolgt.
    • redeye70 07.01.2019 17:00
      Highlight Highlight Du meinst wohl eher die „Armee Wenck“. Steiner ist der fiktive Unteroffizier aus dem Kinofilm „Steiner: Das eiserne Kreuz“ 😉
  • rodolofo 07.01.2019 13:31
    Highlight Highlight Trump gleicht immer mehr dem früheren Russischen Präsidenten Jelzin (Tanzbär Schnapsnase).
    Und mit dem konnte es Putin ja auch besonders gut!
    Vermutlich hatte KGB-Chef Putin damals so viel kompromittierendes Material über Jelzin gesammelt, dass der gar keine andere Wal hatte, als Putin zu seinem Nachfolger zu küren!
    Und mit Trump (Tanzbär Orange) schein es ja ganz ähnlich zu laufen:
    Wenn Putin sagt "Spring!" dann springt Trump.
    Wenn er sagt "Sitz!" dann sitzt Trump.
    Und jetzt sagt er "Hol mir das Stöckchen!"
    Es liegt in Afghanistan und Trump rennt eifrig los, um es dort zu suchen...
    • smoking gun 07.01.2019 15:17
      Highlight Highlight @rodolofo: Weshalb Jelzin Putin als seinen Nachfolger vorgeschlagen hatte (und ihn auch Clinton wärmstens empfahl) ist auch mir ein Rätsel.

      Jelzin aber war ganz sicher eine Marionette der USA. Sie finanzierten ja auch seinen zweiten Wahlkampf, den er - oh Überraschung - trotz miesen Umfragewerte auch gewann.

      Kaum im Amt, stoppte Putin den Ausverkauf Russlands. Deswegen sind die USA auch ziemlich sauer auf ihn. Hat der sich doch erdreist, im Gegensatz zu Jelzin eine eigentständige Politik zu machen.
    • rodolofo 07.01.2019 15:40
      Highlight Highlight @ smoking gun
      In Geheimdienst-Kreisen kann man sich ja nie wirklich sicher sein.
      Aber ziemlich sicher ist Putin KEINE Marionette der Amis. Ich sehe in ihm vielmehr einen eiskalten Krieger des "Kalten Krieges", eine Art Spiegelbild der Kommunistenjäger im Westen, wie Mc Carthy, Cincera usw.
      Aber als Geheimdienstler konnte sich Putin auch sehr gut verstellen!
      Ich glaube, ALLE RussInnen sind MeisterInnen darin, sich zu verstellen.
      Wo die Lüge regiert, da musst Du lügen dass Du lügst, wenn Du die Wahrheit zwischen den Zeilen durchscheinen lassen willst...
      Aber Jelzin musste man nur abfüllen.
    • PaLve! 07.01.2019 16:24
      Highlight Highlight @Rodolofo
      ''ALLE RussInnen''
      Also haben Russen deiner Meinung nach ein Gen, das es ihnen ermöglicht sich besser zu verstellen??
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raphael Conca 07.01.2019 13:22
    Highlight Highlight Mit Trumps Afganistankriegsberechtigungsthese folgt bald vermutlich die militärische Invasion in Südamerika - da dort ca. 2000 Flüchtlinge (meist gefährliche Kinder und Frauen) greate America bedrohen.
    Das würde wohl Trumps Wiederwahl im 2020 sichern - da sich niemand sonst mehr für Amerika exponieren möchte.
    Great China Go!
    Spass muss sein.
    • Dirk Leinher 07.01.2019 18:49
      Highlight Highlight Nein, gemäss seiner Sicht würde es wirtschaftliche und ev. militärische Hilfe für Maduro geben
  • Franciszek Wisniewska 07.01.2019 13:18
    Highlight Highlight Vox ist eben kein Geschichtskanal. Und Donald erkennt nur andere Süpermächte an. Was er und diese tun ist richtig, sind ja Supermächte.
    Wie bei Darvin, die starken gewinnen. Daher darf er auch Frauen in den Schritt fassen. Und Indianer als Pokahonta bezeichnen.

    Hoffentlich schmeißen Sie den bald raus und zwar so das er sich nicht zum Opfer stilisieren kann
    • Bibilieli 07.01.2019 14:11
      Highlight Highlight Du meinst wohl Fox. Vox gibt es zwar auch (als News Website), wird von Trump allerdings kaum gelesen werden :)
    • Infamie 07.01.2019 14:43
      Highlight Highlight @Franciszek
      Es sind die 'starken Männer' und deren autokratischen Führungsstil die Trump anerkennt, nicht die Länder die sie repräsentieren.
      Kim, Duterte, Putin, Bolsonaro, Erdogan usw.

      Ginge es nach diesem Knallfrosch würde er die USA in eine klerikale Monarchie umwandeln.
  • Bündn0r 07.01.2019 13:17
    Highlight Highlight Mit sinnlosen Invasionen kennen sich die Amerikaner ja aus🤗
  • Skeptischer Optimist 07.01.2019 12:59
    Highlight Highlight Einige Bemerkungen:

    1. Trump's Auesserungen sind keineswegs völlig falsch (vgl. Brezinskis Aussagen dazu).

    2. Der Einmarsch der Soviets war sicherlich ein Fehler. Immerhin hatten sie aber Verstand genug, dies nach 11 Jahren einzusehen. Die Amerikaner sind 2001 selber einmarschiert und immer noch dort. Ihr Krieg dürfte mehr Opfer verursacht haben als derjenige der Soviets.

    3. Die NYT ist eine schlechte Quelle, wenn es um objektive Bewertungen geht.
    • mostlyharmless 07.01.2019 13:41
      Highlight Highlight Und was wären Ihrer Meinung nach gute Quellen? Immerhin hat die NYT die meisten Pulitzerpreise.
    • Skeptischer Optimist 07.01.2019 15:20
      Highlight Highlight @reconquista's creed: Würde dir gerne antworten, wenn ich einen Sinn erkennen könnte. Kannst du deinen Standpunkt auch allgemeinverständlich formulieren?
    • Skeptischer Optimist 07.01.2019 15:22
      Highlight Highlight @mostlyharmless: Der Pulitzerpreis ist eine G3 Veranstaltung, d.h. die immer Gleichen klopfen den immer Gleichen für das immer gleiche auf die Schultern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • JP del Grano 07.01.2019 12:56
    Highlight Highlight Passend dazu die Tagung "Konstruktion von
    Geschichte und «erfundene Traditionen»" an der Uni Basel am 3. und 4. Dez. 2018. Geschichte diente und dient immer auch der Festigung einer (politisch gewünschten) gesellschaftlichen Identität - auch in der Schweiz. Für die Unterstützer der politischen Agenda von Trump sind seine Sichtweisen also nicht "absurd" sondern wahre alternative Fakten, über die nicht diskutiert werden kann. Es sind Glaubenswahrheiten. Punkt.
  • roger.schmid 07.01.2019 12:49
    Highlight Highlight Trump ist Putins Marionette. Das ist ganz offensichtlich. Er plappert immer wieder russische Propaganda nach. Auch der Ausstieg aus dem Atomwaffen-Abkommen war von Putin so gewollt.

    Wieso genau, ob aufgrund von Erpressung, finanziellen Intressen, oder beidem wird hoffentlich bald bekannt werden.
    • Vega1 07.01.2019 21:38
      Highlight Highlight So einfach ist die Sache nicht. Der INF Vertrag zwischen Russland und den USA verpflichtet beide Parteien zum Verzicht auf Raketen von 500 bis 5500Km Reichweite. Kein anderes Land ist ansonsten verpflichtet dies zu tun und genau hier liegt das Problem. Die USA werden nicht zuschauen das Länder wie China fleissig solche Systeme entwickeln und sich strategische Vorteile daraus ziehen. Der fortbestand dieses Vertrages ist weder im Interesse der USA noch Russlands.
  • milkdefeater 07.01.2019 12:45
    Highlight Highlight Das WSJ ist nicht "Trumps Fans". Die verfolgen ihre eigene Agenda. Trumps wirklichen Fans, sprich die Bevölkerungsschichten, die ihn gewählt haben sind viel zu weit drin als dass sie ihn jetzt kritisieren würden.
  • Joe Smith 07.01.2019 12:42
    Highlight Highlight So wirr ist Trumps Aussage diesmal aber nicht, auch wenn sie dem gängigen westlichen Narrativ widerspricht. Es gibt durchaus ernstzunehmende Leute, die diese Ansicht vertreten. Afghanistan hatte vor 1979 eine sowjet-freundliche Regierung. Die USA hat gezielt Gruppen unterstützt, die diese Regierung destabilisieren wollten, mit der Absicht, dadurch einen sowjetischen Einmarsch zu provozieren und den Sowjets so ein eigenes «Vietnam» zu bescheren. Was dann auch prompt eintraf. Daran, dass sich die Mudschaheddin später auch gegen die USA wenden könnten, dachte im kurzfristigen Machtpoker niemand.
    • JP del Grano 07.01.2019 13:11
      Highlight Highlight Danke für diese andere Sicht. Geschichte war und ist immer geprägt von den Narrativen zur Rechtfertigung der jeweils gesellschaftlich und politisch gegebenen oder erwünschten Zuständen.
    • Joe Smith 07.01.2019 15:35
      Highlight Highlight Rückeroberer: Erklären ist etwas anderes als rechtfertigen.
  • #Technium# 07.01.2019 12:38
    Highlight Highlight Warum wohl. Weil die Russen Epressungsmaterial gegen ihn haben. Es soll ja angeblich dieses vom FSB heimlich gefilmte Video einer Sex-Orgie mir Trump in Russland geben. Und zudem muss er sich ja mit den Russen eh gut stellen, dass sie ja ihn bei der Wahl geholfen haben.
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 07.01.2019 12:31
    Highlight Highlight Braucht noch jemand einen Beweis dafür, dass Trump mental nicht in der Lage ist, das Amt als Präsident zu besetzen?
    • Infamie 07.01.2019 12:58
      Highlight Highlight Indizien für seine Unfähigkeit gab es bereits während seiner Kandidatur.

      Beweise dazu hat DT während den letzten zwei Jahren fortlaufend selbst geliefert.. nur leider scheinen 40% der Amerikaner wie lobotomiert bzw. die GOP/Evangelikalen scheren sich soviel um ihr Land wie die Hefe um ihr Wohlergehen in meinem (bald) Bananenschnapps.
    • Vanessa_2107 07.01.2019 13:15
      Highlight Highlight @Planet..- ja schon einmal die 36 Blitzer deines Kommentars...
    • Bündn0r 07.01.2019 13:21
      Highlight Highlight Die Amerikaner haben das erhalten, was sie gewählt haben...
      Wir wollen sein ein einig Volk von Idioten, in keiner Not uns trennen und Gefahr!
    Weitere Antworten anzeigen

So hat sich Mike Pence seinen Besuch in Island wohl nicht vorgestellt 🌈🌈

Mike Pence, der Vizepräsident der USA und bekennender Gegner von allem, was mit Homosexualität zu tun hat, hat Island besucht. Dort wehte ihm ein farbiger Wind entgegen. Und ein Bürgermeister auf dem Velo.

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Genau dieser Pence, der mittlerweile Vizepräsident der USA ist, hat diese Woche Island …

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