Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04428295 A handout picture made available by Global Newsroom on 02 October 2014 of Corry de Mayers from the USA performing during the preshoot at Oia area on the island of Santorini, Greece, 02 October 2014. The Red Bull Art of Motion, a free running event on the Greek island of Santorini, will take place on 04 October 2014.  EPA/SAMO VIDIC - GLOBAL NEWSROOM  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Nicht nur nach Santorini soll es diesen Sommer zahlreiche Touristen hinziehen.  Bild: EPA/GLOBAL NEWSROOM

Griechenland hofft auf Supersommer



Viele Flieger und Hotels sind bereits ausgebucht, die ersten Gäste treffen ein. Griechenland rechnet für 2017 mit einem neuen Tourismus-Boom. Nach dem Rekordjahr 2016 mit rund 27.5 Millionen Touristen soll die Zahl der Griechenland-Besucher dieses Jahr auf bis zu 30 Millionen steigen.

«Warten wir ab, sigá, sigá, langsam, langsam!», ruft Rigas Gripiotis, auch wenn das breite Lächeln im Gesicht des jungen Kochs seinen Optimismus verrät.

Optimismus allenthalben

«Skopelos liegt ja etwas ab vom Schuss, wir sind nicht Mykonos oder Santorini, wo immer viel los ist», erklärt er seine Zurückhaltung. Dennoch hoffen Rigas und seine drei Brüder auf den Supersommer. Ihre Taverne «Kymata» direkt am alten Hafen der Insel ist frisch getüncht, alles steht bereit für die Gäste.

epa04865487 A young boy jumps as he enjoys fishing during a hot evening at the beach of Rhoda, Corfu, Greece, 29 July 2015. Meteorologist predict warm temperatures of up ton31 Celsius within the next days.  EPA/FILIP SINGER

Die Deutschen machen von jeher die meisten ausländischen Gäste Griechenlands aus – in diesem Jahr soll ihre Zahl noch einmal um rund eine Million auf drei Millionen steigen, schätzt das Athener Ministerium für Tourismus Bild: FILIP SINGER/EPA/KEYSTONE

Dimitris Skalidis, der im Fischerort Tolo auf dem Peloponnes drei Hotels betreibt, hält sich nicht zurück: «Wir erleben einen Touristenboom, wie es ihn seit Jahrzehnten nicht mehr gab», schwärmt er. «Wir sind fast ausgebucht und haben sogar schon Buchungen für 2018 entgegengenommen!»

Christos Pilatakis, Hoteldirektor auf der Insel Rhodos, pflichtet bei: «Sogar im November sind hier in unserem kleinen Ort Lindos noch 60 Prozent der Zimmer belegt.»

Die Deutschen machen von jeher die meisten ausländischen Gäste Griechenlands aus – in diesem Jahr soll ihre Zahl noch einmal um rund eine Million auf drei Millionen steigen, schätzt das Athener Ministerium für Tourismus. Aber bei Franzosen, Briten, Österreichern und Schweizern steht Griechenland ebenfalls hoch im Kurs.

Bild

Strahlend blaues Meer und Sonnenschein: Mit diesen Bildern wirbt Griechenland. bild:pixabay

Das Land profitiert von verschiedenen Faktoren: Von der unsicheren Lage in anderen beliebten Reiseländern wie der Türkei und Ägypten, aber auch davon, dass sich die Lage innerhalb Griechenlands in den vergangenen zwei Jahren beruhigt hat. Zudem hat seit Inkrafttreten des Flüchtlingspakts zwischen der EU und der Türkei der Flüchtlingszustrom stark abgenommen.

Sparmassnahmen auch im Tourismus

Das Geld der Touristen kann Griechenland gut brauchen. Rund 13 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete die Branche 2016 – in diesem Jahr könnten es bis zu 50 Prozent mehr sein, heisst es beim Tourismusministerium, das zudem mit einem spürbaren Anstieg der Beschäftigten rechnet.

Gänzlich ungetrübt ist die Stimmung dennoch nicht, denn auch der griechische Tourismussektor ist von den umfassenden Sparmassnahmen und Steuererhöhungen betroffen, die die internationalen Gläubiger dem hoch verschuldeten Land abverlangen. In der Hotellerie etwa stieg der Mehrwertsteuersatz von 13 auf 24 Prozent. (sda/dpa)

Atemberaubende Hotels dieser Welt: Das Lion Sands in Südafrika

Das könnte dich auch interessieren:

Das? Das ist nur die wohl umfangreichste Schatzkarte aller bisherigen Zeiten

Link zum Artikel

8 Dinge, die jeden Schweizer aus der Fassung bringen. Garantiert!

Link zum Artikel

«Sorry, ich muss heute noch fahren» – aus dem Leben eines Rollstuhlfahrers

Link zum Artikel

Die Neue meines Ex ist ein Baby mit Balkanslang und Billig-Mini

Link zum Artikel
sentifi.com

Watson_ch Sentifi

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Normi 08.05.2017 12:16
    Highlight Highlight Jetzt müssen nur noch lernen wie man richtig steuern zahlt damit sie aus Ihren schulden kommt...
    • phreko 08.05.2017 12:43
      Highlight Highlight Die aufgezwungene Austerität hat die Schulden im Verhältnis zum BIP dermassen in die Höhe getrieben, dass die gar nicht mehr zurück bezahlt werden können. Da wird auch "richtig Steuern bezahlen" nicht mehr reichen.

      Was du schreibst, ist der Eindruck, der von der Trojka gewünscht ist, aber bloss eine Randerscheinung ist.
    • kettcar #lina4weindoch 08.05.2017 14:28
      Highlight Highlight Normi, keine Angst, aus erster Hand weiss ich, dass die Steuerschlupflöcher bei den kleinen Betrieben - wie kleine Hotels, Pensionen und Tavernen - sehr schnell geschlossen wurden. Sie zeigen da auf die Falschen. Die, die dem Staat wirklich Steuersubstrat entziehen finden Sie nicht im Tourismus.
  • Saraina 08.05.2017 11:18
    Highlight Highlight Schön für die Griechen! Sie haben einen Aufschwung verdient!
  • Triumvir 08.05.2017 11:09
    Highlight Highlight Also so wie auf dem Werbebild sieht der berühmte Shipwreck Strand auf Zakynthos zu keiner Zeit aus. Sollten tatsächlich 1 Million mehr Touristen nach Griechenland strömen, dann dürfte man gerade dort so gut wie keinen Platz mehr haben. Aber ich gönne den Griechen ihren Erfolg und hoffe, dass es den lieben und äusserst netten Menschen dort, bald wirtschaftlich um einiges besser gehen wird. Das wäre auch für Europa und indirekt der Schweiz gut :-P
  • m. benedetti 08.05.2017 10:45
    Highlight Highlight Achtung beim Geldbezug. Die Banken zocken einen gnadenlos ab. Am Besten das benötigte Bargeld gleich mitnehmen.
    • Saraina 08.05.2017 13:28
      Highlight Highlight Nicht nur in Griechenland...!

Happy End für den weinenden griechischen Rentner: Er bekommt Hilfe vom anderen Ende der Welt

Er ist die Symbolfigur für die Krise in Griechenland: Der 77-jährige Rentner Giorgos Chatzifotiadis wurde am letzten Freitag vor einer Bank in Thessaloniki fotografiert, in Tränen aufgelöst, neben sich ein Sparbuch und ein Ausweis. Das Bild ging um die Welt. Der Nachrichtenagentur AFP erzählte er, wie er bei drei Banken gewesen sei, um die Rente seiner Frau von 120 Euro abzuholen. Stets fand er sich vor verschlossenen Türen wieder.

Viele griechische Rentner haben keine Kredit- oder Maestrokarte …

Artikel lesen
Link zum Artikel