Wirtschaft
International

Amazon hat letztes Jahr zwei Millionen gefälschte Artikel beschlagnahmt

Amazon hat letztes Jahr zwei Millionen gefälschte Artikel beschlagnahmt

10.05.2021, 06:4710.05.2021, 06:47

Amazon hat im vergangenen Jahr zwei Millionen gefälschte Artikel in seinen Lagern aus dem Verkehr gezogen und vernichtet. Der weltgrösste Online-Händler nannte die Zahl am Montag in seinem ersten Bericht zum Kampf gegen Produktpiraterie.

Zugleich hiesst es, bei weniger als 0.01 Prozent der verkauften Produkte habe es Beschwerden über mögliche Fälschungen gegeben. Eine absolute Zahl der Beschwerden nannte Amazon nicht.

FILE - In this Dec. 17, 2019, file photo, Amazon packages move along a conveyor at an Amazon warehouse facility in Goodyear, Ariz. Amazon
Grosser Aufwand gegen Produkt-Piraterie: Amazon.Bild: keystone

Ein Problem für Amazon ist, dass auf seiner Marketplace-Plattform für andere Händler immer wieder versucht wird, Produktfälschungen zu verkaufen. Das führte bereits zu Streit mit mehreren grossen Marken.

Der Konzern steuert unter anderem mit verschärften Hürden für die Anmeldung gegen. Im vergangenen Jahr hätten lediglich sechs Prozent der Versuche, einen Händler-Account zu registrieren, den Prozess der Verifizierung bestanden, hiess es in dem Bericht.

Verifikation per Postkarte

Unter anderem verschickt Amazon an die vom Händler angegebene Anschrift eine Postkarte, die zurückgeschickt werden muss. Ausserdem gibt es seit vergangenem Jahr eine Live-Video-Verifikation. Insgesamt seien 2020 sechs Millionen Versuche, einen Händler-Account zu registrieren, gescheitert. Im Jahr davor seien es 2.5 Millionen gewesen.

Amazon greift auch zu Software, die Produktangebote sowie Kundenrezensionen nach Anzeichen für den Verkauf gefälschter Artikel durchforstet. Dabei werden zum Beispiel auch Logos in Bildern analysiert.

Für Marken führte Amazon Programme wie «Project Zero» ein, bei dem teilnehmende Unternehmen gefälschte Artikel eigenständig von der Plattform entfernen können. Diese Möglichkeit nutzen bisher mehr als 18'000 Marken.

Beim Service «Transparency» versehen die Hersteller alle ihre Artikel mit einmaligen QR-Codes, damit beim Wareneingang eindeutig ihre Echtheit erkannt werden kann. An diesem Programm nehmen bisher rund 15'000 Marken teil. (sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Produkte, die du kaum brauchen kannst, aber trotzdem willst
1 / 40
Produkte, die du kaum brauchen kannst, aber trotzdem willst
Wie wohl ein echter Hund auf so eine Lampe reagiert?
quelle: reddit
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Die Schweizer lieben Online-Shopping während der Arbeitszeit
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Alle wollen am WEF mit Trump sprechen – der Bundesrat wird hingehalten
In Davos absolvieren die Mitglieder des Bundesrats Dutzende Treffen mit Staats- und Regierungschefs. Bloss: Weil diese vor allem Donald Trump treffen wollen, sind wichtige Termine noch ungewiss.
Bei den Gesprächen mit ausländischen Präsidentinnen und Ministern überlassen die Mitglieder des Bundesrats am WEF nichts dem Zufall. Viele der Treffen finden in Konferenzräumen im Davoser Eisstadion statt, wo jeweils das sogenannte «House of Switzerland» einquartiert wird. Es ist eine heimelige Atmosphäre im Holzbau.
Zur Story